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Süß duftet der Jasmin von Darcy, Emma (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.04.2018
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Süß duftet der Jasmin

Auf einem rauschenden Fest verliebt Keira sich unsterblich in den faszinierenden Brian. Noch in dieser Nacht wird sie in seinem imposanten Haus am Pazifik zu seiner Geliebten. Aber schon am nächsten Morgen droht ihr Liebesglück wieder zu zerbrechen ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 130
    Erscheinungsdatum: 11.04.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733756482
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 2202 kBytes
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Süß duftet der Jasmin

1. KAPITEL

Keira Mary Brooks bewegte die Hüften auf dem beengten Sitz, weil der Po schmerzte und die Glieder taub waren. Sie reiste in der Touristenklasse, da man ihr im Reisebüro versichert hatte, damit könne sie bei dem vierundzwanzigstündigen Flug ein Vermögen sparen.

Keira seufzte. Wie konnte man ein Vermögen sparen, wenn man keins besaß? Wegen ihrer hoffnungslosen Finanzlage hätte sie sich einen teureren Platz gar nicht zu leisten vermocht. Der Angestellte im Reisebüro hätte sie lieber darauf hinweisen sollen, dass sie für den Billigtarif den unbequemsten Platz in der Boeing 747 in Kauf nehmen musste.

Keira war auf ihrem Mittelsitz in den mittleren Reihen im Mittelteil der Maschine buchstäblich eingekeilt. Aber damit nicht genug. Sie saß ausgerechnet zwischen einem älteren schwergewichtigen Herrn, der früher Ringer gewesen sein musste, und einer Dame, die mit ihrer Leibesfülle gut in einem Zirkus hätte auftreten können.

Vorsichtig verlagerte Keira das Gewicht nach links, um ihr Kreuz zu entlasten, dabei bemerkte sie, dass der massige Mann sie beobachtete. Sie musste den Kopf ein gutes Stück heben, um zu dem Mann aufsehen zu können, denn sie reichte ihm nur bis zur Schulter.

Er hatte ein fleischiges Gesicht, das durch seinen Walrossschnurrbart interessanter wurde, und machte einen steifen, würdevollen Eindruck. Die wenigen Worte, die der Mann im Laufe der dreiundzwanzig Flugstunden mit der Stewardess gesprochen hatte, wiesen ihn als Engländer aus. Der lange Flug schien ihn allerdings um die berühmte britische Zurückhaltung gebracht zu haben, denn er fuhr fort, Keira anzustarren.

Sie war es gewöhnt, die Aufmerksamkeit anderer zu erregen. In Ländern mit überwiegend dunkler Bevölkerung fiel Keira mit ihrem hellen, seidigen Haar, das alle Schattierungen von Weizenblond bis Goldblond aufwies, unweigerlich auf. Obwohl sie es für die Reise zu einem dicken Zopf geflochten hatte, der ihr über die Schulter fiel, zog Keira auch jetzt die Blicke auf sich.

Eigentlich hätten Keiras Augenbrauen und Wimpern auch blond sein müssen, doch sie waren hellbraun, was den grünen Augen einen geheimnisvollen Ausdruck verlieh. Der Blick des "pensionierten Ringers" verweilte lange auf ihren Augen, ehe er zu der geraden Nase und zum Mund glitt.

Keira hatte volle Lippen, die die hohen Wangenknochen und das energische Kinn weicher wirken ließen. Es störte Keira nicht, dass ihr Mund etwas zu breit war und ihre Zähne freigab, wenn sie lächelte. Ihr war aufgefallen, dass ihr Lächeln manche Leute aus der Fassung brachte.

Da Keira das Gefühl hatte, dass der Engländer neben ihr noch mehr zu leiden schien als sie, lächelte sie liebenswürdig. Er hielt einen Kaffeebecher in der Hand, und auf Keiras Lächeln hin hielt er ihn schief. Sie bemerkte aus den Augenwinkeln, dass die heiße Flüssigkeit über den Rand zu schwappen drohte.

"Ihr Kaffee, Sir!", versuchte Keira, den Mann zu warnen.

Zu spät. Er stieß einen Schmerzensschrei aus und griff sich an den Schoß. Dann sprang der Mann auf, ließ den Becher fallen und strich sich aufgebracht über die Hose. Ohne Rücksicht auf die anderen Mitreisenden in der Reihe bahnte der Dicke sich einen Weg zum Gang und hastete zum hinteren Teil der Maschine.

"Tut mir leid!", rief Keira dem Mann betroffen nach, aber er hörte sie nicht.

Es schien ihr Schicksal zu sein, hässliche kleine Szenen wie diese heraufzubeschwören. Keira seufzte. Der Dicke tat ihr aufrichtig leid. Doch nun hatte sie mehr Platz und konnte sich bequemer hinsetzen. Keira reckte sich, um ihre verkrampften Muskeln zu lockern, dann machte sie sich auf beiden Sitzen breit.

Jetzt konnte sie auch besser nachdenken. Dazu war es höchste Zeit, denn in einer halben Stunde würde die Maschine landen. In der Handtasche hatte Keira noch genug Geld für einen Telefonanruf und eine Taxifahrt. Für die ganze Strecke würde die Barschaft vermutlich nicht reichen, und Keira war dara

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