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Sündige Delikatessen - Shadows of Love von Bach, Cara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.10.2016
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Sündige Delikatessen - Shadows of Love

Cosima poliert als kreative Jung-Köchin das leicht angestaubte Image des elterlichen Lokals auf. Eines Abends ist der äußerst attraktive Sebastian mit seinen Kollegen der Kripo Nürnberg zu Gast. Seine lässige Art und sein charmantes Lächeln gefallen ihr auf Anhieb. Auch Sebastian scheint Interesse zu haben. Sie verabreden sich zu einem Date und ziemlich bald tauschen sie erste Zärtlichkeiten aus. Cosima ist wie elektrisiert und will mehr, doch im entscheidenden Augenblick wird Sebastian durch einen Anruf gestört und lässt Cosima alleine. Zutiefst enttäuscht versucht sie, Sebastian aus dem Kopf zu bekommen. Da steht er eines Abends mit einem Blumenstrauß vor ihr, entschuldigt sich und bittet um eine neue Chance. Die beiden erleben eine romantische, heiße Nacht. Cosima ist im siebten Himmel, aber am nächsten Morgen gesteht ihr Sebastian, dass er keine feste Beziehung will ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 100
    Erscheinungsdatum: 04.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732517176
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 1609 kBytes
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Sündige Delikatessen - Shadows of Love

Mit heftig klopfendem Herzen starre ich auf die Urkunde in meiner Hand. "Meisterbrief der Industrie- und Handelskammer" lese ich bestimmt zum zwanzigsten Mal, aber ich kann es immer noch nicht fassen. Ich habe es tatsächlich geschafft! Mit dreiundzwanzig Jahren bin ich Küchenmeisterin - und zwar die jüngste in ganz Bayern. Jetzt stehen mir alle Möglichkeiten offen; ich kann mich im sündhaft teuren Burj Khalifa in Dubai als Küchenchefin bewerben, in einem schicken Strandresort auf den Malediven oder auf der mondänen Queen Mary. Oder - was am wahrscheinlichsten ist - ich gehe zurück ins heimische Büchelbrunn und übernehme die Leitung der Küche im "Goldenen Schwan", dem Landgasthof meiner Eltern, in der bisher mein Vater den Kochlöffel geschwungen hat. Dazu habe ich eigentlich am allerwenigsten Lust; viel lieber würde ich erst einmal Erfahrungen im Ausland sammeln. Doch es wird mir nichts anderes übrig bleiben, als meine Zelte in München abzubrechen und an den elterlichen Herd in meiner fränkischen Heimat zurückzukehren.

Die Meisterausbildung in München hat eine schöne Stange Geld gekostet, aber zum Glück haben mich meine Eltern unterstützt. Ich habe die Zeit in vollen Zügen genossen, trotz der anstrengenden Kurse, des umfangreichen Lehrstoffs und der zahlreichen Tests und Prüfungen. Schon jetzt vermisse ich meine Mitschüler, die sich bereits in alle Winde zerstreut haben. Vor allem die lebenslustige Jessica, mit der ich mich über die Jahre angefreundet habe, wird mir fehlen. Sie hat eine Stelle als Küchenchefin bei einem spanischen Milliardär ergattert, der sie morgen mit seinem Privatjet abholen und nach Marbella bringen lässt. Heute Abend treffen wir uns in unserer Haidhausener Stammkneipe, um ein letztes Mal die stadtbekannt feinen Tapas sowie einen provokanten Poetry Slam zu genießen.

Während ich in Jeans und ein weißes Männerhemd schlüpfe, meine Haare zum Zopf flechte und mir den Borsalino vom Flohmarkt aufsetze, beschleicht mich ein Gefühl der Traurigkeit. Alle meine Freunde haben München bereits verlassen, und dies wird mein letzter gemeinsamer Abend mit Jessica. Ich könnte heulen.

Um zwei Uhr morgens komme ich müde und leicht beschwipst nach Hause. Jess und ich haben unseren Abschied ausgiebig begossen, und zum Schluss sind doch noch ein paar Tränen geflossen. Wir haben uns immer wieder umarmt und geschworen, in Kontakt zu bleiben. Als sie im Taxi verschwindet, winke ich ihr lange hinterher. Tschüss, Jess, ich hoffe, wir sehen uns bald wieder!

Ich schaue mich in meiner Miniwohnung um. In der Ecke stehen Umzugskartons, die darauf warten, mit meinen Klamotten, Büchern, DVDs und all dem Krimskrams gefüllt zu werden, der sich während meiner Münchener Jahre angesammelt hat. In drei Tagen steht mein Vater mit seinem Lieferwagen vor der Tür und erwartet, dass die Kisten gepackt und verschnürt zum Abtransport bereitstehen.

Wer mich ein wenig kennt, würde mich vielleicht so beschreiben: Mein Name ist Cosima Weinzierl, dreiundzwanzig Jahre alt, einhundertdreiundsechzig Zentimeter klein, zweiundfünfzig Kilo leicht, lange dunkle Haare, geboren in Büchelbrunn in der Fränkischen Schweiz. Ich werde oft damit geneckt, dass ich Ähnlichkeit mit der Elbenfrau Arwen aus dem Film "Herr der Ringe" habe. Mir ist diese Ähnlichkeit allerdings noch nie aufgefallen.

Die ersten ereignislosen sechzehn Jahre meines Lebens habe ich im verschlafenen Büchelbrunn mit seinen gerade einmal achthundert Einwohnern verbracht, vor mich hin dösend wie Dornröschen hinter der Dornenhecke. Das wirkliche, echte Leben begann mit meiner Lehre im Oriental Mandarin München. Dass ich in der Gastronomie arbeiten würde, stand von Anfang an fest. Das einzige Gasthaus in unserem Dorf gehört meinen Eltern, doch die Gäste kommen von so weit her wie Bamberg, Nürnberg, Würzburg und München, um sich von meinem Vater spitzenmäßig bekochen zu lassen. Seine Medaillons in Dijon-Senf-Kruste mit handges

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