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Samtpfote und der Ruf der Ferne Ein Katzenroman von Magyari, Martina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.03.2016
  • Verlag: LangenMüller
eBook (ePUB)
6,99 €
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Samtpfote und der Ruf der Ferne

Ein tierisch witziges Roadmovie Als Merlin wieder einmal im Geigenkasten, seinem Lieblingsplatz, selig schnurrend schlummert, fährt ein großes himmelblaues Wohnmobil direkt auf den Parkplatz neben dem Haus vor, wo er mit Frauchen Lea lebt. Alarmiert durch das fremde Geräusch wird er wach und schleicht sich neugierig nach draußen. Da steht das riesige Ungetüm, stolzer Besitzer ist Leas Freund Sascha. Als Reisefotograf soll er das bunte Leben auf Deutschlands Campingplätzen bildlich festhalten. So gehen alle drei auf große Fahrt, und das Wohnmobil wird für einige Zeit ihr neues Zuhause. Was Merlin alles an Abenteuern erlebt und warum er überall zum beliebten Star wird, ist die Geschichte dieses Buches.

Martina Magyari arbeitete als Journalistin und veröffentlichte u.a. Erzählungen, Reportagen und Essays und erhielt mehrere Auszeichnungen. Ihre Samtpfoten-Romane machten sie bei Katzenfreunden bekannt und beliebt. Die Autorin lebt mit ihren Katzen in Oberkirch/Baden im Schwarzwald.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 03.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783784482460
    Verlag: LangenMüller
    Serie: Samtpfote
    Größe: 871 kBytes
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Samtpfote und der Ruf der Ferne

Ein blaues Ungetüm auf Rädern

Der Wind kam vom Meer. Seine Botschaft wurde von den dichten Kronen der Laubbäume aufgenommen. Sie flüsterten und rauschten einander zu. Kater Merlin saß auf der Terrasse des großen weißen Jugendstilhauses, das auf dem weitläufigen Garten- und Waldgelände in Eulenburg in Schleswig-Holstein stand, in dem der schwarze Kater mit seinem liebsten Menschen Lea lebte. Er liebte den Meereswind und hörte ihm zu.

Doch jetzt hörte er ein anderes Geräusch. Es klang etwa wie stetiges Hummelgesumm, nur lauter. Merlin richtete sich hoch auf. Neugierig lief er zur Vorderseite des Hauses. Gerade bog in die große Einfahrt zum Grundstück ein langgestrecktes blaues Ungetüm auf Rädern ein und hielt auf dem Parkplatz links neben der Freitreppe des Hauses. Das Ungetüm sah wie ein Haus auf Rädern aus. Merlin hatte so etwas noch nicht gesehen.

Die Tür wurde geöffnet, und Leas Freund Sascha mit der dichten dunklen Mähne und den breiten Schultern sprang aus dem Ungetüm. Lea war aus dem Haus gekommen.

"Da staunst du?", fragte Sascha, hob die zierliche Lea hoch und gab ihr einen Kuss.

"So komfortabel hätte ich mir das Wohnmobil nicht vorgestellt", sagte sie.

"Sieh es dir erst einmal von innen an", erwiderte Sascha.

Als wäre diese Aufforderung auch für ihn bestimmt gewesen, schlüpfte Merlin mit hinein. Er erkundete das Fremde, auch dank seiner feinen Schnuppernase. Es sah beinahe wie zu Hause aus. Da gab es ein Wohnzimmer mit Sofa, Polstermöbeln, edlen zwei Stühlen und einem Tisch, Regale an der Breitwand und einer schönen Fensterfront mit durchsichtigen Gardinen, ein Schlafzimmer mit zwei Betten, Nachtschränkchen, Regalen, Polsterhockern, eine komfortable Küche mit allem, was man brauchte, und ein Bad mit Dusche und WC.

Lea nahm Merlin auf den Arm. "Das wird für eine Sommerzeit lang dein Zuhause sein", sagte sie zu ihm. "Hoffentlich fühlt Merlin sich darin wohl."

"Hauptsache ist doch, dass du bei diesem verschmusten schwarzen Herzensbrecher bist, dann wird er sich immer wohlfühlen", meinte Sascha.

Und damit begann für Merlin ein Abenteuer der besonderen Art.

Sie gingen ins Haus. Merlin legte sich in das Körbchen von Kater Minkus, in das er sich vor langer Zeit heimlich geschlichen hatte. Minkus hatte das kleine schwarze Findelkind liebevoll quasi als Großvater adoptiert, und sie waren für lange Zeit ein Herz und eine Seele geworden. Aber Minkus war jetzt nach sieben erfüllten Katzenleben in der Ewigkeit.

Auch Onkel Antonin, dem das Haus gehört hatte und der in der ersten Etage gewohnt hatte, war gestorben. Als Lea einmal ins Krankenhaus musste und Merlin ins Tierheim kam, war der junge Kater in den Hungerstreik getreten und wäre beinahe gestorben, weil er so Heimweh nach seinem liebsten Menschen Lea hatte. Und deshalb hatten sie und Sascha beschlossen, mit dem jungen Kater Merlin im Wohnmobil auf große Fahrt zu gehen.

Die Ferne im Fensterblick

Unruhe und Betriebsamkeit waren im Haus in Eulenburg eingekehrt. An diesem Wochenende sollte es auf große Fahrt durch Deutschland gehen.

Sascha Neuberger, der in Hamburg wohnte, hatte als bekannter und gefragter Reisefotograf von einem großen Verlag den Auftrag erhalten, einen Bildband über das Campingleben in Deutschland zu gestalten. Sascha war als Fotokünstler schon viel in der Welt herumgekommen. Lea Meerbaum, die als Übersetzerin und freie Journalistin tätig war, sollte die Texte dazu schreiben. Zum ersten Mal würde sie mit Sascha zusammenarbeiten und sie freute sich darauf.

Merlin lief unruhig und neugierig vom Haus ins Wohnmobil und wieder zurück. Sascha und Lea verstauten alles, was sie brauchten, im geräumigen Wohnmobil. Es gab genügend Fächer und Platz für alles. Der Verlag hatte Sascha das komfortable Wohnmobil zur Verfügung gestellt. Mit verstellbaren Teilen konnten zwei kleine Arbeitszimmer mit allem Zubehör improvisiert werden, mit Computeranschlus

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