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Save Us von Kasten, Mona (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.08.2018
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Save Us

Können sie sich retten? Oder werden sie sich gegenseitig zerstören?

Ruby steht unter Schock: Sie wurde vom Maxton-Hall-College suspendiert. Und das Schlimmste: Alles deutet darauf hin, dass niemand anders als James dafür verantwortlich ist. Ruby kann es nicht glauben - nicht nach allem, was sie gemeinsam durchgestanden haben. Sie dachte, dass sie den wahren James kennengelernt hat: den, der Träume hat, den, der sie zum Lachen bringt und ihr Herz mit einem einzigen Blick schneller schlagen lässt. Doch während Ruby dafür kämpft, trotz allem ihren Abschluss machen zu können, droht James einmal mehr unter den Verpflichtungen gegenüber seiner Familie zu zerbrechen. Und die beiden müssen sich fragen, ob die Welten, in denen sie leben, nicht vielleicht doch zu verschieden sind ...

'Save Me hat all das, was ich an Büchern liebe, und noch viel mehr.' Sarah-liest

'Gefühlvoll, mitreißend, voller Liebe.' Nichtohnebuch

Das große Finale der mitreißenden Liebesgeschichte von Ruby und James!

Mona Kasten wurde 1992 in Norddeutschland geboren und studierte Bibliotheks- und Informationsmanagement, bevor sie sich dem Schreiben widmete. Sie lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihren Katzen sowie unendlich vielen Büchern, liebt Koffein in jeglicher Form, lange Waldspaziergänge und Tage, an denen sie nur schreiben kann.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 374
    Erscheinungsdatum: 31.08.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736306752
    Verlag: LYX
    Serie: Maxton Hall .3
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Save Us

1

Graham

Mein Großvater hat mich früher immer gefragt: Wenn der Tag kommt, an dem du alles verlierst - was wirst du tun? Ich habe nie ernsthaft über die Antwort auf diese Frage nachgedacht, sondern immer das gesagt, was mir im jeweiligen Moment als Erstes in den Sinn gekommen ist.

Als ich sechs Jahre alt war und mein Bruder meinen Spielzeugbagger absichtlich kaputt gemacht hat, war es: Dann werde ich den Bagger reparieren.

Mit zehn, als wir von Manchester in die Nähe von London gezogen sind, habe ich trotzig gesagt: Dann suche ich mir eben neue Freunde.

Und als meine Mum gestorben ist und ich als Siebzehnjähriger versucht habe, für meinen Dad und meinen Bruder stark zu sein: Wir werden das schaffen .

Selbst damals war Aufgeben keine Option für mich.

Doch jetzt, mit fast vierundzwanzig Jahren, in diesem Büro, in dem ich mich plötzlich wie ein Krimineller fühle, habe ich keine Antwort mehr. Meine Situation kommt mir in diesem Moment ausweglos vor, meine Zukunft ungewiss. Ich weiß nicht, wie es jetzt weitergehen soll.

Ich ziehe die quietschende Schublade des schweren Kirschholzschreibtisches auf und krame die Stifte und Notizblöcke heraus, die im vergangenen Jahr dort ihren Platz gefunden haben. Meine Bewegungen sind langsam, meine Arme bleiern. Dabei muss ich mich beeilen: Ich soll das Gebäude verlassen, bevor die Mittagspause zu Ende ist.

Sie sind mit sofortiger Wirkung suspendiert. Ich untersage Ihnen jeglichen Kontakt zu Schülern der Maxton Hall. Sollten Sie gegen dieses Verbot verstoßen, wird Anzeige gegen Sie erstattet.

Die Stifte fallen mir aus der Hand und landen klackernd auf dem Boden.

Verfluchter Mist.

Ich bücke mich, sammle sie auf und schmeiße sie achtlos zu den restlichen Habseligkeiten, die ich in einem Karton verstaut habe. Es ist ein wildes Durcheinander an Notizen, Lehrbüchern, dem alten Globus meines Großvaters und Unterrichtsmaterial, das ich für morgen kopiert habe und jetzt eigentlich wegwerfen müsste, es aber nicht über mich bringe.

Ich sehe mich in dem Büro um. Die Regale sind leer geräumt, einzig ein paar Papierfetzen auf dem Schreibtisch und die verschmutzte Unterlage lassen darauf schließen, dass ich hier bis vor wenigen Stunden noch Arbeiten korrigiert habe.

Du bist selbst schuld , erklingt eine gehässige Stimme in meinem Kopf.

Ich reibe mir über die pochende Schläfe und kontrolliere danach ein letztes Mal alle Schubladen und Fächer im Schreibtisch. Ich sollte meinen Abschied nicht länger hinauszögern als nötig, aber es kostet mich mehr Kraft, mich von diesem Raum zu lösen, als ich gedacht hätte. Ich habe schon vor Wochen den Entschluss gefällt, mir einen Job bei einer anderen Schule zu suchen, um mit Lydia zusammen sein zu können. Doch es besteht immer noch ein gewaltiger Unterschied darin, das Arbeitsverhältnis zu eigenen Bedingungen zu verlassen oder vom Sicherheitsdienst nach draußen eskortiert zu werden.

Ich schlucke hart und nehme den Mantel von dem hölzernen Garderobenständer. Mechanisch ziehe ich ihn mir über, danach schnappe ich mir den Karton und gehe zur Tür. Ohne mich ein weiteres Mal umzusehen, verlasse ich das Büro.

In meinem Kopf überschlagen sich Fragen: Weiß Lydia es schon? Wie geht es ihr? Wann werde ich sie das nächste Mal sehen? Was soll ich jetzt tun? Wird mich jemals wieder eine Schule als Lehrer einstellen? Was, wenn nicht?

Doch ich kann die Antworten darauf jetzt auf keinen Fall ergründen. Stattdessen dränge ich die in mir aufsteigende Panik zurück und gehe durch den Flur in Richtung Sekretariat, um meinen Schlüsselbund abzugeben. Schüler laufen an mir vorbei, manche von ihnen grüßen mich freundlich. Ein schmerzhaftes Stechen erfüllt meinen Bauchraum. Nur mit Mühe schaffe ich es, ihr Lächeln zu erwidern. Es hat mir großen Spaß gemacht, hier zu un

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