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Schön wie Marilyn von McAllister, Anne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.12.2012
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Schön wie Marilyn

Sieben nackte Models, eins schöner als das andere - das ist Chloes erster Eindruck, als sie das New Yorker Studio des Fotografen Gibson Walker betritt. Aber Moment mal - was verlangt er da von ihr? Sie soll sich ebenfalls ausziehen? Na gut, wenn er sie unbedingt auf dem Gruppenbild mit den anderen Beautys dabei haben will! Obwohl Chloe nicht ganz so rank und schlank ist, sich nicht ganz so routiniert vor der Kamera wie die anderen bewegt, merkt sie doch, dass Gibson sie am meisten fotografiert. Und auch später, als das Missverständnis geklärt ist und er erkennt, dass sie seine neue Assistentin ist, geht ihm das Bild der nackten Chloe einfach nicht mehr aus dem Kopf...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 06.12.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864946899
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 207 kBytes
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Schön wie Marilyn

1. KAPITEL

Gibson Walker sah sechs nackte Frauen vor sich. Sie waren alle rank und schlank, hatten lange Beine, sanft geschwungene Hüften und hübsche Brüste.

Und woran dachte er bei diesem Anblick? Warum es nicht sieben waren.

Ungeduldig wippte er mit dem Fuß. "Wo steckt sie nur?", fragte er schroff. Nun warteten sie schon seit einer halben Stunde!

Wie sollte er die Fotoserie für den brandneuen Duft Seven schießen, wenn er nur sechs Models hatte? Das Parfüm hieß ja nicht Six , sondern Seven.

"Können wir endlich anfangen?", jammerte eine der nackten Frauen.

"Mir ist kalt", sagte die nächste und fröstelte.

"Mir ist heiß." Die dritte klimperte Gibson verführerisch mit den Wimpern zu und versuchte, ihn auch heißzumachen.

Auf die habe ich gerade gewartet, dachte er und wies sie mit einem unmissverständlichen Blick in ihre Schranken. Sie versteckte sich sofort hinter einem Scheinwerfer.

"Meine Nase glänzt, Gibson", sagte eine andere Frau, betrachtete sich im Spiegel und schnitt komische Grimassen.

Auf deine Nase achtet sowieso keiner, Süße, hätte er beinah gesagt, riss sich jedoch zusammen. Immerhin ging es hier um Kunst, das jedenfalls bildeten sich die Mitarbeiter der Marketingabteilung ein. Also wandte er sich an die Maskenbildnerin: "Puder ihre Nase, Judi."

Judi machte sich beflissen ans Werk und puderte auch die Wangen eines anderen Models ab, während Sierra, die Friseurin, zum tausendsten Mal die Frisuren richtete.

Gibson wurde immer ungeduldiger und rief Edith, seiner rechten Hand, zu, sie solle herausfinden, wo um alles in der Welt Nummer sieben geblieben war.

Am liebsten suchte er sich seine Models selbst aus. Wenigstens konnte er sich dann darauf verlassen, dass sie zuverlässig und professionell arbeiteten und pünktlich waren.

Dieses Mal hatte sein Kunde allerdings darauf bestanden, die Mädchen selbst auszusuchen.

"Wir möchten einen repräsentativen Querschnitt", hatte der Chef der Werbeabteilung erklärt. "Natürlich müssen die Frauen alle bildhübsch sein, aber nicht im üblichen Sinne."

Obwohl das sehr schwammig ausgedrückt war, hatte Gibson sofort gewusst, was der Mann wollte. Der Duft Seven sollte jeder Frau gefallen. Daher musste 'jedefrau' auch in der Anzeige abgebildet sein - selbstverständlich nur schöne Frauen, aber nicht der Typ, den man gemeinhin mit leerem Gesichtsausdruck über die Laufstege stöckeln sah.

"Wir sehen unsere Kartei durch", hatte der Werbechef versprochen. "Wir suchen große und kleine Frauen mit lockigem oder glattem Haar und natürlich von unterschiedlicher ethnischer Herkunft heraus. Wir schicken sie dann vorbei."

Er, Gibson, hatte nichts dagegen. Solange die Damen pünktlich waren.

Und eine war es nicht!

Gibson trommelte mit den Fingern auf den Schreibtisch. Er ging ungeduldig im Atelier hin und her und wurde immer wütender. Die Mädchen wurden des Wartens auch langsam überdrüssig. Wie sollte er sie bei Laune halten?

Plötzlich hörte er Edith sagen: "Ja, er wartet schon auf Sie. Sie können gleich durchgehen."

Langsam öffnete sich die Tür zum Atelier.

"Das wird aber auch langsam Zeit", rief er der jungen Frau, die hereinkam, missmutig zu. "Wir warten seit eins auf Sie."

Sie blinzelte verwirrt. Ihre Augen waren von einem tiefen Veilchenblau. Gibson schüttelte den Kopf, als er es bemerkte. Welch eine Verschwendung, denn er sollte ja Schwarz-Weiß-Fotos machen.

"Mein ... mein Flugzeug hatte Verspätung."

"Ihr Flugzeug?" Hatte man sie etwa extra eingeflogen? Womöglich war sie ein aufgehender Stern an der Westküste - der neueste Superstar von Los Angeles.

Gibson betrachtete sie genauer, um herauszufinden, was an ihr so besonders war. Immerhin stand er im Ruf eines Frauenkenners. Das brachte sein Beruf mit sich. Er fotografierte Frauen - schöne Frauen. Er war berühmt dafür, Frauen v

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