text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Schattenwende von Geiss, Christian (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
3,49 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Schattenwende

Schattenwende - Berlin, November 1989: Die BND-Agenten Kaleb Geidi und Jörn Becher widersetzen sich ihrem Auftrag und handeln auf eigene Faust. Mit Informationen, die nicht für seine Augen bestimmt waren, taucht Geidi in Amerika unter, um dort ein ruhiges und bürgerliches Leben zu führen. Doch Jahre später holen ihn die Schatten seiner Vergangenheit ein. Nachdem seine Freundin Kati entführt wurde, muss er sich seinem damaligen Leben stellen. Längst vergessene Feinde, internationale Geheimdienste und eine militante Untergrundorganisation bringen ihn zwischen alle Fronten. Buchkritik aus dem Magazin: DURCHBLICK. Ehrlich wie ich bin, gebe ich gerne zu, dass ich, als ich 'Schattenwende' in den Händen hielt, überhaupt keine Lust verspürte, einen Spionageroman oder Agententhriller zu lesen. Jeder hat nun mal so seine Vorlieben - und meine liegt nicht wirklich in diesem Genre! Aber - eins kann ich den Lesern versprechen: Geiß schafft es, durch die Leichtigkeit seines Schreibstils und die spannende Art zu Erzählen, auch 'Spionage-Agenten-Romane-Nichtleser' zu erreichen und von seinem Buch zu überzeugen! Ich auf jeden Fall, freue mich schon auf einen weiteren Roman von ihm! Geiß, geboren 1979 in Simmern. Verbrachte seine Kindheit und Jugend im beschaulichen Hunsrück. Die Idee zu seinem ersten Buch 'Schattenwende' entwickelte sich während seiner theologischen Ausbildung im Jahr 2003. Im Jahr 2009 hat der Kontrast Verlag seinen Krimi Schattenwende in sein Verlagsprogramm aufgenommen. In Bezug auf diesen Roman erhielt er viele positive Rückmeldungen, konnte allerdings aufgrund der Verlagsgröße nur eine kleine Leserschaft für diesen Krimi begeistern.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 178
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783847627760
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 734 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Schattenwende

Kapitel 1

Lediglich der Mond schaut zu, als Kaleb seine Hände um Katis zierliche Hüften legt und sie mit Schwung auf den kleinen Holzsteg hebt, der sich am Rand eines idyllischen Waldsees befindet, um dann selbst mit einem gekonnten Sprung hinterher zu kommen. Gleichzeitig produziert Kati mit ihren Füßen einzelne Wasserspritzer, die sich bis zur angrenzenden Liegewiese verteilen.

An der Stelle, an der die beiden sich befinden, gibt es durch die schnellen Bewegungen im Wasser kleine Kreise, die eine langsam auf das Ufer zutreibende Welle verursachen. Auf diesem aus Lärchenbrettern zusammengezimmerten Steg drückt Kaleb sie mit dem Rücken ganz sanft an die dunklen, vom Wind gegerbten Holzplanken und fängt an, Kati vom Knöchel aufwärts zu küssen. Als seine Lippen ihr Knie berühren, spürt er, wie Kati beginnt, mit einer Hand in seinem Haar zu wühlen, mit der anderen Hand streichelt sie sich selbst über ihren glatten, wunderschönen Bauch. In der Krone der Birke, die direkt am See steht, heult ein Uhu, aus dem angrenzenden Wald ist das Klopfen eines Spechts zu hören und im Licht des Mondes huscht der Schatten einer vorbeifliegenden Fledermaus vorüber. Langsam wird ihr Atem gleichmäßiger und seine Küsse wandern langsam ihr linkes, vom Schwimmen noch feuchtes Bein hinauf. Ab und zu kneift Kaleb zärtlich in ihre von der Sonne gebräunte Haut. Am Ende des Beines verweilt er mit seinen Küssen etwas länger, bevor diese ihren unaufhaltsamen Weg nehmen. Kati hat inzwischen ihre Hände auf seinen Rücken gelegt, ihr Atem ist ruhig und flach und die Finger ihrer Hände bohren sich in seinen durchtrainierten, muskulösen Rücken. Keiner der beiden achtet darauf, was um sie herum passiert. Die Frösche stellen aus Ehrfurcht das Quaken ein und der große wuschelige Biber, mit seinem braunen Fell, bringt seine Biberkinder in den Bau, da sie noch zu jung sind, um so etwas zu sehen. Kaleb und Kati bekommen von alledem jedoch nichts mit, sie bewegen sich inzwischen in einem Rhythmus, der wie der Schwanentanz von Tschaikowski mal langsam, fast schon stillstehend ist und dann wieder wie das Brausen des Meeres anschwillt, bis sie sich ganz der Leidenschaft zweier sich Liebender hingeben.

Es ist schon weit nach Mitternacht, als sie Hand in Hand über den Schotterweg zurück zu seinem dunkelblauen Coupé, den er am Waldrand geparkt hatte, gehen.

" Du bist -"

Kaleb hielt inne, was sollte er sagen. "Du bist wunderschön" - das wäre eine gnadenlose Untertreibung gewesen; kein Vergleich und kein Kompliment hätte auch nur annähernd ihre Schönheit beschreiben können.

Sollte er sagen: "Ich liebe dich"? Diese drei Worte wurden viel zu oft gesagt, ohne darüber nachzudenken, was sie bedeuten. Mancher Mann sagt sie morgens zu seiner Frau, um sie anschließend in der Mittagspause mit seiner Sekretärin zu betrügen. Diese drei Worte konnte er ihr nicht sagen. Das, was er für Kati empfand, war weit mehr als Liebe, die doch oft von Selbstsucht gekennzeichnet ist.

Immer noch hatte er seinen Satz nicht beendet. Vielleicht merkte Kati ja, was in seinem Kopf vorging, denn sie drückte seine Hand und küsste ihn.

" Du brauchst nichts zu sagen. Es war wie immer wunderschön mit dir."

Vor ihnen tauchte das kleine Kassenhäuschen auf, in dem tagsüber ein Rentner einen viel zu hohen Eintritt kassierte. Aber dafür konnte der Mann in dem Häuschen ja nichts. Er war sicher froh, in seinem Ruhestand etwas zu tun zu haben und für ihn war es eine Möglichkeit, ab und zu aus dem Haus zu kommen.

Hinter der Schranke, die für Autos die Zufahrt zum See blockierte, erblickte Kaleb sein Schmuckstück auf vier Rädern.

Autos waren neben Frauen seine große Leidenschaft. Bevor er Kati kennenlernte, hatte er seine Autos immer besser gepflegt als seine Freundinnen. In der Regel hatte er seine Autos auch länge

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen