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Schneegestöber von Farago, Sophia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.02.2013
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)
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Schneegestöber

Ein hinreißend romantischer Regency-Roman - von der Autorin des Bestsellers 'Die Braut des Herzogs'! England im 19. Jahrhundert: Die lebenslustige Kitty überredet ihre Freundin Mary Ann gemeinsam aus dem Internat zu fliehen. Nach London zieht es die beiden jungen Damen. Hier wohnt Kittys bislang unbekannter Vormund, der Earl St. James. Entgegen Kittys Annahme, ist der Earl keinesfalls ein älterer Herr, sondern ein junger, attraktiver Mann mit Liebeskummer: Seine Braut ist vor dem Traualtar ohnmächtig geworden und anschließend spurlos verschwunden. Kitty und Mary Ann begeben sich auf die Suche nach der Braut. Während ihrer Reise durch das ländliche England finden die beiden jungen Damen tatsächlich, was sie sich so sehnlich wünschen: ein aufregendes Abenteuer und die große Liebe.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 12.02.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955301064
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 1710 kBytes
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Schneegestöber

I.

"Du wirst nie erraten, wen ich eben gesehen habe!" Kitty nahm sich nicht die Zeit, die Türklinke in die Hand zu nehmen. Mit einem undamenhaften Stoß beförderte sie die Zimmertür ins Schloß. Ein lautes Krachen erschütterte die stillen, weitläufigen Gänge von Mrs. Cliffords Institut für höhere Töchter.

Mary Ann war eben dabei, den Brief zu öffnen, den ihr eine der jüngeren Schülerinnen vorbeigebracht hatte. Nun fuhr sie erschrocken zusammen und hielt in ihrer Tätigkeit inne: "Mr. Simmons nehme ich an", sagte sie trocken.

Kitty hatte die Bänder ihres kecken Reithutes gelöst und warf diesen im hohen Bogen auf ihr Bett. "Mr. Simmons?" wiederholte sie erstaunt.

Mary Ann nickte: "Ja, Mr. Simmons, den Musiklehrer."

Sie nahm den weißen Bogen aus dem Briefumschlag. "Wenn ich mich nicht irre, dann ist heute Dienstag. Und da steht die Klavierstunde bei Mr. Simmons auf deinem Stundenplan."

"Ach so, ich habe die Stunde abgesagt", Kitty machte eine wegwerfende Handbewegung. "Wir haben heute so schönes Wetter. No puede ser mejor! Zu Mittag hat sogar die Sonne durch die Wolkendecke geblinzelt. Da habe ich beschlossen, den Tag nicht nur zwischen den dicken Mauern des Hauses zu vergeuden. Ich bin statt dessen ausgeritten. Und ich bin so froh, daß ich es getan habe! Denn es war ein wunderbarer Ritt. Und was das allerschönste ist: Ich habe ihn gesehen."

"So, und wer hat dich gesehen?" erkundigte sich Mary Ann, ohne von dem Schreiben aufzublicken, das sie in beiden Händen hielt. Sie war weit davon entfernt, die Begeisterung ihrer Freundin zu teilen.

"Niemand. Estoy seguro. Ich bin ganz sicher. Wirklich, Annie, du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Ich passe immer sehr gut auf, wenn ich alleine ausreite. Wenn mich Mrs. Clifford dabei erwischt, dann ist es sicherlich aus mit diesem Vergnügen. Und es werden uns hier wahrlich nicht sehr viele Vergnügungen geboten. Aber nun muß ich dir von meinem Erlebnis erzählen. Mary Ann, hörst du mir überhaupt zu?"

Ihre Freundin saß reglos in ihrem Sessel und starrte auf das Blatt Papier in ihren Händen. Und doch hatte es den Anschein, als nehme sie nicht wahr, was dort geschrieben stand. Ihr Blick war traurig und abwesend. Mit raschen Schritten war Kitty bei ihr und legte fürsorglich den Arm auf ihre Schulter: "Um Himmels willen, Annie. Was ist passiert? Was steht denn in diesem Brief, das dich so erschreckt hat?"

Mary Anns Blick löste sich langsam von dem Schreiben. Tränen waren in ihre Augenwinkel getreten, als sie sich nun ihrer Freundin zuwandte: "John hat den Vertrag mit Mrs. Clifford verlängert", sagte sie mit ausdrucksloser Stimme.

Kitty war, als könne sie ihren Ohren nicht trauen: "Er hat was getan?" rief sie aus. "Aber Annie, du wirst im Dezember einundzwanzig Jahre alt!"

"Das weiß ich auch", bestätigte diese mutlos.

"Dein Bruder kann dich doch nicht bis zu deinem Lebensende hier auf diese Schule schicken! Du bist doch jetzt schon viel zu alt für das Internat. Alle Mädchen verlassen das Haus mit siebzehn, spätestens mit achtzehn Jahren. Wenn ich im nächsten Februar achtzehn werde, ziehe ich zu Tante Jane und werde in die Gesellschaft eingeführt. Dein Bruder hätte dich längst nach London holen müssen, um dein Debüt für dich auszurichten."

Mary Ann zuckte resigniert mit den Schultern: "Hätte er wohl", bestätigte sie. "Aber er tat es nicht."

"Und warum nicht, wenn ich fragen darf?" ereiferte sich ihr

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