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Schneeglöckchenzauber Roman von Muhr, Isabella (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.03.2016
  • Verlag: Forever
eBook (ePUB)
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Schneeglöckchenzauber

Über Freundschaft, Familie und die Suche nach dem Glück Die verschlossene Nadine glaubt nicht an die klassisch romantische Liebe. Aber dafür umso mehr an die bedingungslose Liebe zu ihrem Sohn Fynn. Sie ist Mutter mit Leib und Seele und will Fynn all das bieten, was sie selbst in ihrer einsamen Kindheit so schmerzlich vermisst hat. Doch als Rafael in ihr Leben tritt, gerät ihr bisheriges Weltbild gefährlich ins Wanken. Durch ihn und mithilfe ihrer Freundinnen Ella und Linda entdeckt Nadine, dass sie bei all der Sorge um ihren Sohn etwas Wichtiges übersehen hat: sich selbst. Eine Geschichte über Freundschaft, Liebe und die Erkenntnis, dass man sein Happy End nicht finden kann, bevor man nicht zu sich selbst gefunden hat. "Schneeglöckchenzauber" ist der erste Band der Blumenzauber-Reihe und erzählt Nadines Geschichte. Es handelt sich hierbei um einen in sich abgeschlossenen Roman, der unabhängig von den anderen beiden Teilen gelesen werden kann. Von Isabella Muhr sind in der Blumenzauber-Reihe bei Forever erschienen: "Schneeglöckchenzauber" (Band 1) "Veilchenzauber" (Band 2) "Eisblumenzauber" (Band 3) Isabella Muhr, geboren 1984 in Moosburg an der Isar, lebt und liebt seit 2001 in München und arbeitet dort als Erzieherin. Bereits zu Schulzeiten hat sie ihre Klassenkameraden mit kleinen Kurzgeschichten unterhalten und sich schließlich kurz vor ihrem dreißigsten Geburtstag den großen Traum vom ersten eigenen Roman erfüllt. Seither schreibt sie mit Begeisterung an neuen Projekten. Zusammen mit ihrem Mann, ihren beiden Söhnen und ihrer Katze wohnt sie am Münchener Stadtrand und backt und häkelt, als hätte sie eine Großfamilie.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 236
    Erscheinungsdatum: 14.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958180925
    Verlag: Forever
    Größe: 5107kBytes
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Schneeglöckchenzauber

Kapitel 1

September 2015

Als Linda damit anfing, Ella und Nadine von der Absicht zu berichten, ihren Mann mit einem anderen zu betrügen, da war Nadine vor allem eines: geschockt. Sie hatte Linda und Ella gerade erst vor fünf Monaten beim Babyschwimmen kennengelernt und war daher auf ein derart intimes Gespräch nicht im Mindesten vorbereitet gewesen. Ella und Linda kannten sich schon eine halbe Ewigkeit und waren ihr, was Vertrautheit und abgelegte Hemmungen untereinander anging, meilenweit voraus. Nadine wusste es zu schätzen, dass die beiden sie so vorbehaltlos in ihren engen Kreis aufgenommen hatten. Dennoch überforderte sie das Tempo, das die beiden an Offenheit und Ehrlichkeit an den Tag legten, hin und wieder. Und so rutschte sie an diesem Vormittag unbehaglich auf ihrem Hintern hin und her, als Linda ihr eröffnete, dass sie drauf und dran war, Salami verstecken mit einem Mann zu spielen, der nicht ihr eigener war.

Linda erklärte gerade, wie sie Mark - so hieß der unmoralische Verführer - kennengelernt hatte. Nadine schwieg, aber sie war sich sicher, dass ihr Gesichtsausdruck Bände sprach. Nervös kaute sie auf einer ihrer dunklen Haarlocken herum (was sie immer tat, wenn sie sich unsicher oder unwohl fühlte) und hoffte inständig, einen nicht allzu wertenden Eindruck auf die anderen beiden zu machen. Lindas verzagtem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, quälte sie sich ohnehin bereits selbst mit ihren eigenen moralischen Einwänden genug. Sie fuchtelte etwas hilflos mit ihren perfekt manikürten Fingernägeln in der Luft herum, als sie erklärte:

"Wir sind uns ein paar Mal zufällig auf dem Spielplatz vor unserem Haus begegnet. Er hat einen Sohn, allerdings ist dieser etwas älter als meine kleine Luisa. Mark lebt getrennt von seiner Frau. Und gestern hat er mich einfach gefragt, ob ich nicht mal mit zu ihm nach Hause kommen will, wenn seine Ex den Kleinen hat. Schließlich sind wir ja fast Nachbarn und es wäre schön, sich mal ungestört unterhalten zu können ..."

Sie zeichnete Anführungszeichen mit ihren Fingern in die Luft und warf Ella und Nadine abwechselnd einen etwas verzweifelt wirkenden Blick zu.

"Bisher haben wir nur äußerst sittliche und rein asexuelle Themen besprochen", beteuerte Linda nachdrücklich, als die beiden anderen Frauen jegliche Art von aufmunternder Mimik vermissen ließen und zählte bereitwillig auf: "Babykotze, wie lecker der Babybrei zum Anrühren schmeckt, Baby, Baby, Baby, dreckige Wäscheberge, Baby, Schlafmangel... weshalb mich dieses unverblümte Angebot gestern umso mehr überraschte!"

Wieder dieser Hundeblick hin zu den Zuhörern. Nadine bekam Mitleid und versuchte sich kooperativ an einem Lächeln, was jedoch kläglich misslang. Hilfesuchend sah sie zu Ella hinüber. Diese starrte, wie schon zu Beginn von Lindas Eröffnung, auf die Kinder, die sich vor ihnen im Sandkasten amüsierten und verzog keine Miene.

Ella - mit ihrem schwarzen Bob, ihrer Brille und ihren esoterisch anmutenden Steinchenohrhängern - sah, ganz im Gegensatz zu Nadine, mit ihren 29 Jahren schon sehr erwachsen aus. Sie erinnerte Nadine stets ein wenig an eine gesetzte Bibliothekarin. Mit ihrem Style wollte sie optisch so gar nicht zu der bunten Neuzeitblondine in ihrer beider Mitte passen. Linda war definitiv die auffälligste Erscheinung der Drei. Sie war immer laut und bunt. Was sie eigentlich nicht nötig hatte, denn sie besaß durchaus eine natürliche Schönheit, mit der sie auch so genug Aufmerksamkeit von ihrem Umfeld bekommen hätte. Was Nadine selbst betraf, so war sie rein optisch der klassische Langzeitstudenten-Typ. Mit ihren wilden Locken und ihrer Vorliebe für bequeme Jeans und weite Hemden wirkte sie trotz ihrer 25 Jahre immer noch jugendlich und klein-mädchenhaft. Was zum Teil auch an ihrer schlaksigen Figur liegen mochte.

"So der Reihe nach auf dieser Holzbank aufgereiht geben wir bestimmt ein fesselndes Bild ab", dachte Nadine. Die Biblioth

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