text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Schwedischer Sommer Roman von Holmqvist, Karin B. (eBook)

  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
1,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Schwedischer Sommer

Für alle Fans von Jonas Jonassons besonderem Humor: "Schwedischer Sommer" von Karin B. Holmqvist jetzt als eBook bei dotbooks. Die betagten Schwestern Tilda und Elida führen ein beschauliches Leben - bis der attraktive Alvar nebenan einzieht und neuen Schwung in ihren eintönigen Alltag bringt. Neue Kleider müssen her und das Haus sollte auch renoviert werden - doch dazu fehlt das Geld. Als sie eines Tages den Nachbarskater beobachten, wie er versehentlich von Alvars selbstgemachtem Dünger nascht, trauen sie ihren Augen kaum: Nicht nur die Pflanzen wachsen wie verrückt, sondern auch der Kater entwickelt danach eine ungewohnte Potenz! Da kommt den beiden Damen eine glänzende Geschäftsidee: Denn was beim Kater funktioniert, das müsste doch auch beim Mann wirken ... Unterhaltsam, charmant und liebenswert: "Karin B. Holmqvists Bücher sind typisch schwedisch und mit einer ganz besonderen Wärme erzählt", sagt der erfolgreiche schwedische Blog ?En bokcirkel för alla?. Jetzt als eBook kaufen und genießen: "Schwedischer Sommer" von Karin B. Holmqvist. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Karin B. Holmqvist, geboren 1944 im südschwedischen Simrishamn, machte eine kurze Karriere in der Kommunalpolitik und arbeitete anschließend als Sozialarbeiterin. In ihrer Freizeit ist sie Kabarettistin und schreibt Romane sowie Gedichte. Bei dotbooks veröffentlichte Karin B. Holmqvist bereits: 'Schwedischer Sommer''Schwedisches Glück''Villa mit Herz' Weitere Titel sind in Vorbereitung.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 211
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961482474
    Verlag: dotbooks GmbH
    Originaltitel: Potensgivarna
    Größe: 703 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Schwedischer Sommer

5. Kapitel

Nur selten trafen die Schwestern Svensson andere Menschen, außer wenn sie zum Kaufmannsladen oder zum Handarbeitskreis gingen. Jeden Donnerstagabend besuchten sie nämlich den kirchlichen Handarbeitskreis, wo sie schöne Dinge herstellten, die dann auf der jährlichen Auktion versteigert wurden. Früher hatten sie kunstvolle Stickereien mit winzigkleinen Stichen angefertigt, aber im Lauf der Jahre waren ihre Finger etwas zittrig und ungeschickt geworden, weshalb sie inzwischen große Kreuzstiche auf grobem Aidagewebe bevorzugten. Tilda und Elida empfanden einen gewissen Stolz angesichts des ganzen Geldes, mit dem sie durch ihre Handarbeiten die Kirchenkasse aufgestockt hatten.

Sie nähten nie etwas für sich selbst, denn sie hatten alles, was sie benötigten. Im alten Elternschlafzimmer gab es die Tagesdecke, da brauchten sie keine weiteren Textilien. In der Küche lag eine handgewebte karierte Tischdecke, die praktisch war, weil sie sich gut waschen ließ. Bisweilen ließen sie die Zwiebacke zu lange im Kaffee einweichen, so daß sie brachen und wie schwere, nasse Schwämme auf die Decke fielen. Deshalb war es unnötig, ein feineres Tischtuch aufzulegen.

Die Schwestern Svensson hatten auch ein Wohnzimmer, aber sie saßen meistens in der Küche. Natürlich gab es in der guten Stube jede Menge kleine Deckchen, unter fast jedem Schmuckgegenstand lag eines. Die meisten hatte ihre Mutter Elna hergestellt, aber die eine oder andere hatten Tilda und Elida in ihren jungen Jahren bestickt. Erst hatten sie in einem Karton bei der übrigen Mitgift gelegen, aber als ihnen aufgegangen war, daß ihre Chancen auf eine Heirat auf eine mikroskopisch kleine Größe geschrumpft waren, hatten sie einen Teil der Dinge ausgepackt und in die übrige Einrichtung integriert.

In der guten Stube stand ein schönes Sofa, das mit einem weichen, gestreiften Stoff bezogen war, und davor ein alter Tisch aus dunkler Eiche mit Löwenfüßen. Auf dem kleinen Beistelltisch drängten sich eine antike Tischlampe, zwei Messingkerzenhalter und zwei kleine Glasschwäne, die die Schwestern beim Gemeindeausflug in einer Glasbläserei gekauft hatten.

Die Ecke, wo der Schreibtisch von Schmiedemeister Svensson gestanden hatte, war leer. Der Kugelblitz hatte ziemlich gewütet, und es hätte sich nicht gelohnt, das Möbelstück zu reparieren. Auf dem Linoleum waren noch immer schwarze Spuren von dem Blitz und dem nachfolgenden Brand zu sehen, aber die waren schon so lange dort, daß die Schwestern sie nicht mehr bemerkten. Außerdem hatte ihr Sehvermögen etwas nachgelassen, doch solange sie Stachelbeeren von Himbeeren unterscheiden konnten, würde es keine neue Brille geben, wie sie scherzhaft zu sagen pflegten.

Im Grunde ihres Herzens hatten sie Humor und waren zu Scherzen aufgelegt, doch in den letzten Jahren hatten sie immer seltener gelacht. Immerhin hatte die Angst, die in Borrby Wurzeln geschlagen hatte, als die Schwestern vom Verkauf des Nachbarhauses erfuhren, allmählich nachgelassen. Ihre Lebensfreude war zurückgekehrt, aber auch eine Art Spannung, die schwer zu beschreiben war. Die beiden Schwestern hatten begonnen, einander schief anzusehen. Alles, was in der Küche zu tun war, wurde vor dem Küchenfenster erledigt, mit Aussicht auf Alvar.

Die Zeitschriften, die sie von ihm bekommen hatten, ließen sich nicht nur zum Feuermachen verwenden, sondern ersetzten bisweilen auch das teure Toilettenpapier. Tilda, die sich sehr für Königshäuser interessierte, und zwar nicht nur für das schwedische, versank in einer Art königlicher Trance, wenn sie auf dem Klo in den Illustrierten blätterte. Daher wurden ihre Toilettenbesuche immer ausgedehnter, was Elidas Mißtrauen weckte.

"Hast du etwa mit Alvar gesprochen?" erkundigte sie sich, als Tilda ins Haus kam, und obwohl diese beteuerte, nur einen Toilettenbesuch gemacht zu haben, wirkte Elida nicht ganz davon überzeugt.

Auch Tilda war klar, daß sie die Dauer ihrer Toilettenbes

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen