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Schwerter des Nordens Roman von Heimdall, Peter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.09.2017
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Schwerter des Nordens

Harte Männer, epische Schlachten, Freundschaft bis in den Tod - ein grandioses Debüt! Äußerst unzufrieden mit seinem Herrn, dem Jarl Eliwagar, beschließt der Wikingerkrieger Asbjorn, sich mit seinem Langboot dessen Rivalen Grimmson anzuschließen. Eliwagar ist nicht bereit, diesen Affront hinzunehmen. Er zwingt Asbjorns besten Freund, den Abtrünnigen zu jagen. Doch dann begeht Eliwagar einen folgenschweren Fehler, und die beiden Freunde besinnen sich darauf, dass ihr wahrer Feind der gleiche ist. Gemeinsam beschreiten sie den Pfad der Rache - und setzen Skandinavien in Flammen! Peter Heimdall, geboren 1949 in der Oberpfalz, veröffentlichte seinen ersten Roman - einen Western - bereits 1974. Seitdem wurden zahlreiche weitere Geschichten von ihm publiziert. Er hat drei Kinder und lebt mit seiner Frau noch immer in in seiner Heimat, der Oberpfalz.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 04.09.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641204808
    Verlag: Blanvalet
    Größe: 910 kBytes
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Schwerter des Nordens

Prolog

Das große Feuer in der Mitte des Platzes warf zuckende Schatten in die Gesichter der Männer. Sie standen im Kreis und warteten darauf, dass Harald Hårfagre das Wort ergriff. Es waren die Stammesführer, die Harald aufgerufen hatte, um an seiner Seite gegen die Könige von Rogaland, Hordaland und Møre zu kämpfen. Diese wollte er sich unterwerfen und künftig ihre Länder beherrschen.

Es war Nacht, die Finsternis ringsum war mit Blicken kaum zu durchdringen. Der Himmel war bedeckt, und der Mond zeigte sich nur als verschwommener gelber Fleck hinter den Wolken. Lediglich dort, wo die verschiedenen Stämme lagerten, flackerten Feuer und waren verworrene Geräusche zu vernehmen. Die Stimmung war gedrückt, denn keiner der Krieger, die dort saßen, wusste, ob er den morgigen Abend noch erleben würde.

Es war die Nacht vor der großen Schlacht. Die Seher hatten einen grandiosen Sieg prophezeit. Um die Götter gnädig zu stimmen, hatte man ihnen tagsüber Menschen und Tiere geopfert, und die Krieger hofften, dass für sie die Tore von Walhall offen standen, sollten sie im Kampf fallen.

Schließlich kam Harald. Einige bärtige Männer, hochgewachsen und mit Schwertern oder Streitäxten bewaffnet, begleiteten ihn. In ihren Augen spiegelte sich der Feuerschein, und im Wechselspiel von Licht und Schatten sahen ihre Gesichter düster und maskenhaft aus.

Das leise Murmeln und Flüstern versiegte. Die Blicke aller waren auf den großen Mann mit den langen blonden Haaren gerichtet. Er blieb vor dem Stuhl stehen, der für ihn vorgesehen war, und blickte in die Runde. Er war nicht älter als zwanzig Jahre und bekleidet mit langen, gerade geschnittenen Beinlingen aus braunem Leinen, einem Rock aus rotem Stoff und einem Wolfsfell, das auf der rechten Schulter mit einer Fibel geschlossen war.

Im Kreis der Männer herrschte nun vollkommene Stille. Es waren fast zwei Dutzend, und es handelte sich nicht nur um die Stammesführer, die dem Ruf Haralds gefolgt waren, sondern auch um deren Vertraute und Stellvertreter. Sie ernteten von Harald forschende, abschätzende Blicke, erst dann setzte sich der König auf den schweren Stuhl mit den Armlehnen und der hohen Rückenlehne, welche die sitzende Gestalt überragte. Überhaupt erinnerte der Stuhl sehr an einen Thron, wenn er auch absolut schmucklos gestaltet war.

"Ihr kennt den Grund unseres Hierseins, ihr tapferen Krieger aus allen Teilen meines Reichs", begann Harald mit lauter Stimme zu sprechen. "Jeder von euch ist über meine Pläne informiert. Ich werde dem Vorwurf entgegentreten, es würde sich kein Mann finden, der den Willen und die Kraft aufbringt, Norwegen zu einen und es zu einem starken Reich zu machen. Ihr wisst, dass ich geschworen habe, mein Haar so lange nicht zu scheren und nicht zu kämmen, bis mich ganz Norwegen als Herrscher anerkennt."

Zustimmendes Gemurmel und Geraune erhob sich, das aber sofort wieder verstummte, als Harald die rechte Hand hob und so Ruhe gebot. "Die Könige von Rogaland, Hordaland und Møre haben sich geweigert, meine Oberhoheit anzuerkennen", fuhr er fort, "doch ich werde sie mir unterwerfen. Die Runen haben mir einen großen Sieg in Aussicht gestellt. Den kann ich aber nur mit eurer Hilfe erringen. Diejenigen von euch, die in der Schlacht getötet werden, dürfen morgen Abend schon bei Odin in dessen Schloss in Asgard tafeln und feiern, die anderen werde ich fürstlich entlohnen. - Bekan Snorrason, tritt vor!"

Einer der Männer löste sich aus dem Kreis, machte einen Schritt und sank aufs rechte Knie nieder. "Ihr ruft meinen Namen, Herr."

"Du warst der Erste aller Stammesführer, der mir die Treue schwor. Wenn wir morgen siegen, werde ich dir Rogaland als Lehen übertragen. Du wirst als mein Statthalter die Geschicke Rogalands und seiner Bewohner leiten, mit allen Rechten und Pflichten, die auch mir obliegen, und mir alljährlich den Tribut leisten, den ich noch bestimmen werde."

"Danke, vielen Dank, mei

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