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Schwestern der Hoffnung: Die Saga in einem Band 'Eine Handvoll Glück' und 'Ein Stück vom Leben' von Noack, Barbara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.05.2020
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Schwestern der Hoffnung: Die Saga in einem Band

Eine Freundschaft im Sturm der Zeit: Die bewegende Frauensaga "Schwestern der Hoffnung" von Bestseller-Autorin Barbara Noack als eBook bei dotbooks. Ist das Band ihrer Freundschaft stärker als die Schrecken des Krieges? Im Berlin der 30er Jahre wachsen die Freundinnen Jola und Luise Seite an Seite wie Schwestern auf. Während Jola bodenständig und vernünftig ist, geht Luise traumtänzergleich durchs Leben. Doch nichts kann sie trennen - bis die Dunkelheit des Kriegs heraufzieht und sie vor Entscheidungen stellt, die alles verändern könnten. Welchen Preis wird Luise für ihren Drang nach Freiheit zahlen müssen? Und wird Jolas Sehnen nach Geborgenheit und Sicherheit sie davon abhalten, das größte Glück ihres Lebens zu finden? Einfühlsam und berührend erzählt Barbara Noack von einer außergewöhnlichen Freundschaft - und setzt den Zeiten des Kriegs und Niedergangs damit ein strahlendes Leuchten der Hoffnung entgegen. Jetzt als eBook kaufen und genießen: Die Familiensaga "Schwestern der Hoffnung" von Bestseller-Autorin Barbara Noack mit den Romanen "Eine Handvoll Glück" und "Ein Stück vom Leben". Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Barbara Noack, geboren 1924, hat mit ihren fröhlichen und humorvollen Bestsellern deutsche Unterhaltungsgeschichte geschrieben. In einer Zeit, in der die Männer meist die Alleinverdiener waren, beschritt sie bereits ihren eigenen Weg als berufstätige und alleinerziehende Mutter. Diese Erfahrungen wie auch die Erlebnisse mit ihrem Sohn und dessen Freunden inspirierten sie zu vieler ihrer Geschichten. Ihr erster Roman "Fräulein Julies Traum vom Glück", auch bekannt unter dem Titel "Die Zürcher Verlobung", wurde zweimal verfilmt und besitzt noch heute Kultstatus. Auch die TV-Serien "Der Bastian" und "Drei sind einer zu viel", deren Drehbücher die Autorin verfasste, brachen in Deutschland alle Rekorde und verhalfen Horst Janson und Jutta Speidel zu großer Popularität. Barbara Noack veröffentlichte bei dotbooks ihre Romane "Brombeerzeit", "Danziger Liebesgeschichte", "Das kommt davon, wenn man verreist", "Das Leuchten heller Sommernächte", "Der Bastian", "Der Duft von Sommer und Oliven", "Der Traum eines Sommers", "Der Zwillingsbruder", "Die Melodie des Glücks", "Drei sind einer zuviel", "So muss es wohl im Paradies gewesen sein", "Valentine heißt man nicht", "Was halten Sie vom Mondschein?", "Die Lichter von Berlin" und "Fräulein Julies Traum vom Glück". Ebenfalls bei dotbooks veröffentlichte Barbara Noack ihre Romane "Eine Handvoll Glück" und "Ein Stück vom Leben", die auch im Sammelband "Schwestern der Hoffnung" erhältlich sind. Im Sammelband erschienen sind auch "Valentine heißt man nicht & Der Duft von Sommer und Oliven". Die heiteren Kindheitserinnerungen "Flöhe hüten ist leichter", "Eines Knaben Phantasie hat meistens schwarze Knie", "Ferien sind schöner" und "Auf einmal sind sie keine Kinder mehr" sind außerdem im Sammelband "Als wir kleine Helden waren" erhältlich.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 718
    Erscheinungsdatum: 01.05.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961489725
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 2276 kBytes
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Schwestern der Hoffnung: Die Saga in einem Band

Erstes Kapitel

Jeden Morgen, wenn ich darauf warte, daß der Toast nach Toast zu riechen beginnt und das Wasser für den Tee kocht, schaue ich aus dem Küchenfenster auf die Endvierziger in leuchtend bunten Trimmdichanzügen, die am Haus vorüberjoggen. Sie stoßen keuchend Dampf in die Morgenluft wie eine alte Lok aus meiner Kinderzeit; ihre Füße platschen bleiern über das Pflaster, sie können schon nicht mehr, aber sie geben nicht auf. Und wenn sie tot umfallen, sind sie wenigstens gesund gestorben.

Mein Vater, mit Ende vierzig, hielt nicht auf Figur, sondern auf Würde. Jede Art von unnatürlicher Beschleunigung war ihm verhaßt. Er trug Bauch, das stand ihm zu, und einen Gehpelz - das Wort besagt es schon -, dazu Melone, Spazierstock und graue Gamaschen über den Schuhen. Wofür, habe ich nie begriffen, denn oben auf dem Fuß friert man am wenigsten. Mir jedenfalls wurden immer zuerst die Zehen klamm, und bis zu denen reichten die Gamaschen nicht. Vor allem habe ich nie begriffen, wie eine um zwanzig Jahre jüngere, hübsche Frau wie meine Mutter sich in so einen würdigen Herrn verlieben konnte. Aber sie sah in einem Mann wohl etwas anderes als ich, darum ist ihre Ehe auch so gutgegangen.

Sie heirateten in Berlin, kurz nach Beendigung der Inflation. Auf die Hochzeitsreise wurde sie allein geschickt; mein Vater wollte nachkommen, sobald er ein geeignetes Zuhause für sie gefunden hatte - ein schwieriges Unternehmen in Anbetracht der großen Wohnungsnot. Bisher hatten beide möbliert gelebt, meine Mutter bei einer Gesangslehrerin im Hinterstübchen, mein Vater bedeutend komfortabler bei einer Dame, die sich Hoffnungen auf ihn gemacht hatte und nun Gift und Galle spuckte wegen meiner Mutter, dem jungen Ding.

Ziel der einteiligen Hochzeitsreise war das Rittergut Mayden bei Ludwigslust. "Gediegenes Herrenhaus. Ende 17. Jahrhundert. Schöne Pappelallee. Guck mal nach, Charlotte, ob das Taubenhaus noch steht." Mein Vater hatte auf Mayden glückliche Ferien verbracht bei seinem Onkel Wilhelm, inzwischen zweiundneunzig, aber noch immer gut beisammen, zumindest seine Schrift in dem Brief zu ihrer Hochzeit, wie gestochen.

Onkel Wilhelm hatte versprochen, meine Mutter persönlich am Bahnhof in Empfang zu nehmen. Damit sie ihn auch gleich erkennen konnte, zeigte ihr mein Vater eine kartonierte Fotografie, auf genommen anläßlich einer Familienfeier im Jahre zwölf. Vorn sitzen die Tanten, unmenschlich ernst vor lauter Würde und Rechtschaffenheit und wohl auch wegen der angereisten Fotografen, nicht nur wegen der Zahnlücken. Auch Kinder lachten nicht, sondern guckten wie hypnotisierte Kaninchen in die Kamera.

Hinter den Tanten standen stocksteif die männlichen Anverwandten. Zwischen all den hellen Dickschädeln mein damals noch zierlicher, schwarzlockiger, schnauzbärtiger Vater. Onkel Wilhelm mit seinen Einsneunzig überragte sie alle. Sein rundes Gesicht unter dem viel zu kleinen Hut sah aus wie das Zifferblatt einer Kirchturmuhr.

"Du wirst ihn mögen, Lotte", sagte mein Vater zu meiner Mutter. "Kavalier der alten Schule. Unverheiratet. Ist ihm gelungen, sich erfolgreich gegen das Verkuppeltwerden mit überzähligen Gutstöchtern aus der Nachbarschaft zu wehren. Überhaupt ein Einzelgänger. Hat sich nie in die Karten schauen lassen, auch nicht von der Familie. Von der schon gar nicht. Und bitte, sag nichts gegen Bismarck, Lotte. Onkel Wilhelm war ein großer Verehrer von ihm. Hat ihm zu Lebzeiten immer Kiebitzeier zum Geburtstag geschickt."

"Warum?" fragte ich später meine Mutter, von der ich die Geschichte ihrer seltsamen Hochzeitsreise erfahren habe. "Warum Kiebitzeier?"

Das wußte sie auch nicht genau. "Vielleicht, weil sie ihm besser schmeckten als Hühnereier."

Sie sah Onkel Wilhelm sofort auf dem Perron stehen, als der Zug in Ludwigslust einfuhr. Er ragte noch immer über seine Mitmenschen hinaus, nur sein dicker Bauch war fort, als ob man die Luft aus ihm g

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