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Schwingen der Hoffnung von Baxter, Lily (eBook)

  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
4,99 €
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Schwingen der Hoffnung

London 1940: Als ihr Haus bei einem Bombenangriff auf London zerstört wird, ist Miranda Beddoes gezwungen, bei ihren Großeltern an der Küste von Dorset Zuflucht zu suchen. Da ihre Eltern beide ihre Pflicht für König und Land erfüllen, sehnt sich Miranda danach, dasselbe zu tun. Sie tritt der Women's Auxiliary Air Force bei und kämpft dafür, den Krieg für Großbritannien zu gewinnen. Trotz ihres Vorsatzes, sich ganz auf ihre Arbeit zu konzentrieren, kann sich Miranda nicht gegen den Charme des Kampffliegers Gil Maddern wehren. Leider ist er jedoch nicht nur äußerst charismatisch, sondern auch für seine Leichtsinnigkeit und Leidenschaft fürs Fliegen bekannt. Als eine Schlacht am Himmel über ihnen tobt erfährt die junge Frau, dass Gils Flugzeug getroffen wurde. Nun ist es der Zusammenhalt der Frauen, der Miranda am Leben hält, während sie gebannt auf Neuigkeiten wartet ... Bewegende Liebesgeschichten bei beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 445
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732519873
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 1218 kBytes
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Schwingen der Hoffnung

East London, Sommer 1940
Erstes Kapitel

D as schrille Heulen des Fliegeralarms zerriss die friedliche Stimmung über East London. Bisher war es ein herrlicher Sommertag in der grünen Vorstadt gewesen. Miranda war auf dem Heimweg von der Sekretärinnenschule und kam gerade an dem einzelnen Baum auf der Gemeindewiese vorbei, der angeblich vor vielen Jahren von einem Blitz getroffen worden war. Er reckte kahle Äste dem wolkenlosen Himmel entgegen. Sie zögerte, blieb stehen und fragte sich, ob es wieder ein Fehlalarm sei. Doch dann hörte sie über sich schon dröhnendes Motorengeräusch. Sie schirmte die Augen vor der Sonne ab und erkannte ein einzelnes Flugzeug, das immer näher kam. Es flog so niedrig, dass es aussah, als streifte es die Hausdächer der Straße, in der Miranda wohnte. Zuerst hielt sie es für ein Flugzeug der Royal Air Force, das zu einem der nahegelegenen Landeplätze zurückkehrte, aber gleich darauf detonierte eine Fliegerbombe. Die Schockwelle erschütterte den Boden unter Mirandas Füßen, und eine riesige Wolke aus Rauch und Staub stieg auf. Jetzt folgte Donnerschlag auf Donnerschlag, der Widerhall schien sich zwischen den massiven Stämmen der Ulmen und Eichen zu fangen, die die Häuserzeile von der Gemeindewiese trennten. Nachdem das feindliche Flugzeug seinen Schaden angerichtet hatte, drehte es ab, schoss hinauf in den unschuldig blauen Himmel und verschwand Richtung Osten.

Mirandas Blick folgte dem Bomber. Alles kam ihr ganz unwirklich vor. Ein Albtraum, gewiss, das musste es sein! Jeden Moment würde sie aufwachen, weil ihre Mutter sie schüttelte und ihr sagte, sie müsse aufstehen, weil sie sich sonst verspäten und den Bus zur Schule verpassen würde. Sie spürte, dass der Boden unter ihren Füßen aufhörte zu beben, und das Geräusch von einstürzendem Mauerwerk verklang. Die Welt ringsherum war auf einmal totenstill. Sogar die Vögel hatten aufgehört zu singen. Dann wurde die Stille, atemlos geworden, erneut zerrissen, Menschen schrien und riefen um Hilfe. So schnell es Mirandas hohe Absätze zuließen, rannte sie über das unebene Gras bis zu dem Trampelpfad, der durch ein Dickicht von Weißdornsträuchern zur Linden Avenue und nach Hause führte.

Nichts hätte sie auf den Anblick vorbereiten können, der sie erwartete, als sie aus dem kühlen Schatten in Hitze und erstickenden Ziegelstaub trat. Mehrere Häuser waren von den deutschen Bomben getroffen und vollkommen zerstört worden, und die, die noch standen, waren schwer beschädigt. Miranda schlug die Hand vor den Mund, um den entsetzten Schrei zu unterdrücken, als sie feststellte, dass auch ihr Elternhaus nicht verschont geblieben war. Wie eine Schlafwandlerin bahnte sie sich ihren Weg zwischen den schockierten Nachbarn hindurch, die aus den Luftschutzräumen herausgekommen waren und die Schäden begutachteten. Die Sirene heulte Entwarnung, aber dieses Mal blieb die Erleichterung, die sonst folgte, aus.

"Gehen Sie nicht da rein, Kindchen." Mr. Walker, einer der örtlichen Luftschutzwarte, hielt sie am Arm fest, als sie die Gartenpforte öffnen wollte. "Das Dach ist weg, und jeden Moment wird, was noch steht, in sich zusammenstürzen."

Miranda blickte ihn verwirrt an. "Aber ich wohne hier."

Er klopfte ihr auf die Schulter. "Jetzt nicht mehr, Kindchen." Er runzelte die Stirn. "War jemand zu Hause?"

"Nein. Mein Vater ist bei der Armee, und Maman arbeitet in London."

"Ach, richtig", antwortete er mit wissendem Lächeln. "Meine bessere Hälfte hat mir von ihr erzählt. Die Französin, stimmt's? Arbeitet als Sekretärin im Kriegsministerium."

"Ja, stimmt. Und ich muss jetzt hineingehen und sie anrufen. Sie muss doch erfahren, was passiert ist. Oje, wie schrecklich, wie soll ich ihr das nur beibringen!"

Er atmete scharf durch die Zähne ein und schüttelte den Kopf. "Ich habe klare Anweisungen, Miss. Ich muss Sie zu einer Notunterkunft bringen, wo sich die Damen vom Women's Voluntar

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