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Science-Fiction-Romane (33 Titel in einem Buch) Das Geheimnis des Meeres + Das Kreuz der Wüste + Das Herz der Welt + Die Herrin der Unterwelt + Malmotta, das Unbekannte + Die Fackel des Südpols + Im Niemandsland + Der Goldschatz der Azoren und mehr von Kabel, Walther (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.06.2016
  • Verlag: e-artnow
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Science-Fiction-Romane (33 Titel in einem Buch)

Dieses eBook: 'Science-Fiction-Romane (33 Titel in einem Buch)' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Walther Kabel (1878-1935) gilt als einer der meistgelesenen deutschen Schriftsteller der 1920er Jahre. Inhalt: Das tote Hirn Das Geheimnis des Meeres Mein Freund Coy Das Paradies der Enterbten Das Kreuz der Wüste Die Geisterburg Das Herz der Welt Mein Feind Cordy Die Oase der Toten Die Herrin der Unterwelt Malmotta, das Unbekannte Mein Bruder Simisatto Die Fackel des Südpols Das Bergwerk der Abgeschiedenen Der Reiter am Himmel Im Niemandsland Der Erbe von Monte-Christo Das Grab der Namenlosen Die Stadt der Verbannten Die Spur ins Jenseits Die Frau vom Leuchtturm Die Wunderinsel im Tsad-See Erstarrte Tränen Das Schlangenhaupt der Medusa Der Mäusebussard von Norwood Ein gefährliches Preisrätsel Das Tagebuch des Steuermanns Das Gold der Najade Peter Strupp, der Sträfling Die Meuterer der Frigga Das Land Gigantea Auf dunklem Pfade Der Goldschatz der Azoren

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 5572
    Erscheinungsdatum: 17.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026854173
    Verlag: e-artnow
    Größe: 5817 kBytes
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Science-Fiction-Romane (33 Titel in einem Buch)

2. Kapitel
Doch entwischt
Inhaltsverzeichnis
Chaussee nordöstlich von Trelleborg. Es regnet noch immer. In der Strohhütte einiger Steinschläger, die ihre Arbeit noch nicht begonnen hatten, schaute ich in den Spiegel hinein, den ich aus der Chauffeurstube gleichfalls entliehen hatte. Ein Rasierspiegel zeigte mir so ein kittgraues mageres Gesicht mit hoher eckiger Stirn, dünnem Blondhaar, einer schmalen, ganz leicht gekrümmten Nase und einer Mund- und Kinnpartie, die der Herr Staatsanwalt vor acht Monaten zum Gegenstand besonderer Bemerkungen gemacht hatte: brutal, selbstbewußt, fast roh in der Linienführung, auf Jähzorn hindeutend - und so weiter! Der Mann hatte nicht so ganz unrecht gehabt. Nur eins stimmte nicht. Von Jähzorn hatte ich bei mir nie etwas gespürt. Lächerlich - ich, der schon als Schüler die Kunst der Selbstbeherrschung mit allen Kniffen modernster Seelenforschung geübt hatte!

Wie unheimlich ich jetzt doch mit diesen eingefallenen Wangen und mit diesem ungesund bleichen Gesicht meiner Mutter glich! Eine frohe, lebensprühende Berlinerin war's gewesen, die den Oberlehrer Doktor Abelsen heiratete, einen schwerblütigen, stumpfen echten Schweden von der Art, wie dieses Land sie nur zu oft hervorbringt, - Männer, zu tief veranlagt, um dem schnellen Rhythmus der modernen Zeit folgen zu können, - so tief veranlagt, daß das Einerlei des Alltags sie vorzeitig zu melancholischem Vegetieren verdammt. Daß zwei so grundverschiedene Naturen wie meine sonnige Mutter und mein niemals lächelnder Vater sich gegenseitig das Leben zur Hölle machen mußten, daß meine Mutter dahinwelkte und früh starb und mein Vater ihr aus Gram sehr bald folgte, denn auf seine Art hatte er sie ja geliebt, - war das ein Wunder?! Und das einzige Kind dieser unseligen Daseins-Nichtverwandtschaft war ich. Ich, in meinem Fühlen, Denken, Handeln weit mehr Deutscher als Schwede, ich, der die tote Mutter in seinem Herzen als Heilige verehrte und nie von ihr sprach - nie!

Die Schminkstifte unauffällig zu benutzen, war nicht ganz so einfach für einen Laien auf dem Gebiete der Gesichtsveränderung. Nach mehreren mißglückten Versuchen war ich mit dem rotwangigen Gesicht Olaf Karl Abelsens - nein doch, des Chauffeurs Gunnar Aalfström zufrieden. Ich hatte ja auch Aalfströms Paß an mich genommen, ohne den ich niemals das Fährschiff nach Saßnitz hätte betreten können, da jetzt so kurz nach dem Ende des großen Völkermordens die Grenzkontrolle noch sehr scharf gehandhabt wurde.

Ich wanderte dem Hafen zu. Trelleborg ist ein elendes, reizloses Nest, und wer von den eindrucksvollen Gestaden Rügens zum ersten Male nach Trelleborg kommt, muß unsagbar enttäuscht sein.

Ich wußte, daß der Trajekt um sieben Uhr Trelleborg verläßt. Ich hatte gerade noch Zeit, mir eine Fahrkarte zu lösen. Gerda hatte mir in das Päckchen auch fünfhundert Kronen hineingelegt, dazu noch, mir sehr wertvoll, eine jener Damen-Miniaturpistolen, wie die Stockholmer Waffenfabrik sie neuerdings mit Patronenrahmen zu sieben Stück auf den Markt gebracht hat.

Die Paßkontrolle ging ohne Weiterungen vonstatten, desgleichen die Zollkontrolle. Mein kleiner Koffer enthielt ja nur die allerbescheidensten und allernotwendigsten Reiseutensilien. Die Schminkstifte hatte ich weggeworfen.

So betrat ich denn den Rauchsalon der eleganten "Drottning Viktoria", setzte mich in einen Klubsessel und bestellte beim Steward Frühstück.

Die Schiffsglocke am Kai begann zu läuten. Ich atmete doch ein wenig erleichtert auf. Gleich mußte der große Dampfer, den D-Zug unten in seinem weiten Bauche, die Liegestelle verlassen.

Die Schiffsglocke hörte jäh mit ihrem Gebimmel auf.

Die Maschinen, die bereits in Gang gewesen, stoppten wieder, und das dumpfe Dröhnen, das sie hier zum Oberdeck emporgeschickt hatten, verstummte.

Ich nahm den ersten Schluck Kaffee und den ersten Happen des noch bäckerwarmen Brötchens, dann schob

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