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SECRET 1 Roman von Adeline, L. Marie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.01.2014
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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SECRET 1

Entdecke die Welt von S.E.C.R.E.T.
Matilda spürte meine Panik wohl. Sie goss mir ein Glas Wasser aus dem Krug auf ihrem Schreibtisch ein.
"Hier, Cassie, trinken Sie einen Schluck, und versuchen Sie bitte, sich zu entspannen. Das hier ist eine gute Sache. Eine ganz fantastische Sache, vertrauen Sie mir. Das Komitee ist einfach nur eine Gruppe von Frauen, von denen es vielen früher genauso ging wie Ihnen. Das Komitee sorgt dafür, dass Ihre Fantasien Wirklichkeit werden."
"Meine Fantasien? Was, wenn ich gar keine habe?"
"Oh, Sie haben welche. Sie wissen es nur noch nicht. Und machen Sie sich keine Sorgen. Sie werden nie etwas tun müssen, was Sie nicht tun wollen. Und Sie müssen auch nie mit jemandem zusammen sein, mit dem Sie nicht zusammen sein wollen. Das Motto von S.E.C.R.E.T. lautet: Kein Urteil. Keine Grenzen. Keine Scham."

L. Marie Adeline ist das Pseudonym einer erfolgreichen kanadischen Autorin und TV-Produzentin.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 13.01.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641119591
    Verlag: Heyne
    Serie: S.E.C.R.E.T Bd.1
    Originaltitel: S.E.C.R.E.T.
    Größe: 381kBytes
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SECRET 1

ZWEI

Kann man sich gleichzeitig jung und alt fühlen? Ich war bis ins Mark erschöpft, als ich mich die vier Straßen nach Hause geschleppt hatte.

Wie gerne betrachtete ich die winzigen Häuser in meiner Gegend, von denen manche sich förmlich aneinanderschmiegten. Andere wiederum waren mit so vielen Farbschichten bedeckt, von so vielen schmiedeeisernen Zäunen bewehrt und mit so vielfältig verzierten Fensterläden geschmückt, dass sie wie alternde Revuegirls in Kostümen und Theaterschminke wirkten.

Meine Wohnung befand sich in einem dreigeschossigen, mit Stuck verziertem Haus Ecke Chartres & Mandeville Street. Es war blassgrün gestrichen, verfügte über runde Torbögen und dunkelgrüne Fensterläden. Ich wohnte ganz oben und hauste mit meinen fünfunddreißig Jahren immer noch wie eine Studentin. In meiner Anderthalb-Zimmer-Mietwohnung standen eine Futon-Couch und selbst gebastelte Bücherregale aus billiger Spanplatte, die mir gleichzeitig als Couchtisch dienten und in denen ich eine immer größer werdende Sammlung von Salz- und Pfeffer-Streuern aufbewahrte. Das Schlafzimmer war in dem halben Raum, der von einem breiten, stuckverzierten Bogengang begrenzt wurde und von dem aus drei Dachfenster den Blick nach Süden freigaben. Zur Abtrennung vom Rest der Wohnung hatte ich einen Vorhang gezogen. Die Treppe in meine Wohnung hinauf war so schmal, dass man große, schwere Möbel gar nicht hätte hinaufschaffen können. Alles musste tragbar, biegsam und zusammenklappbar sein. Als ich mich meinem Wohnhaus näherte und den Blick nach oben schweifen ließ, wurde mir klar, dass ich eines Tages zu alt sein würde, um in der obersten Etage zu leben. Insbesondere wenn ich weiterhin einen Job ausübte, bei dem ich den lieben langen Tag auf den Beinen war. An manchen Abenden war ich so müde, dass ich mich nur noch mit letzter Kraft die Treppe hinaufschleppen konnte und zu nichts anderem mehr fähig war.

Mir war aufgefallen, dass Nachbarn, die älter wurden, nicht auszogen, sondern einfach nur in ein niedrigeres Stockwerk übersiedelten. Die Delmonte-Schwestern hatten das vor ein paar Monaten getan, nachdem Sally und Janette, zwei andere Schwestern, endlich in ein betreutes Altenwohnheim gezogen waren. Obwohl Anna, die zehn Jahre jünger war als ihre Schwester, die Treppen sicherlich noch ein paar Jahre gut hätte schaffen können, setzte Bettina sich durch, als sie siebzig wurde.

Als die gemütliche Zweizimmerwohnung von Sally und Janette leer war, half ich Anna und Bettina, ihre Bücher und Kleider aus dem zweiten in den ersten Stock zu schaffen. Anna berichtete mir, dass unsere Familienvilla, nachdem sie in den Sechzigerjahren in ein Wohnhaus mit fünf Parteien umgewandelt worden war, als Hotel der Alten Jungfern bezeichnet wird. "Hier haben bisher immer nur Frauen gewohnt", sagte sie. "Nicht, dass Sie eine alte Jungfer wären, meine Liebe. Ich weiß, dass alleinstehende Frauen einer gewissen Altersgruppe heutzutage sehr empfindlich auf dieses Wort reagieren. Na ja, an dem Status der alten Jungfer gäbe es ehrlich gesagt gar nichts auszusetzen, selbst wenn Sie eine wären . Was Sie aber ganz bestimmt nicht sind ."

"Ich bin Witwe."

"Ja, aber eine sehr junge Witwe. Sie haben noch viel Zeit, um noch mal zu heiraten und Kinder zu bekommen. Oder auch nur zu heiraten", sagte Anna und zog eine Augenbraue in die Höhe. Dann steckte sie mir einen Dollar-Schein für meine Mühe zu &nd

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