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SECRET von Adeline, L. Marie (eBook)

  • Erschienen: 14.04.2015
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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SECRET

Das Finale der sinnlichen Trilogie
Cassie Robichaud spielt eine ganz besondere Rolle in der Geheimgesellschaft S.E.C.R.E.T., die Frauen zur sexuellen Erfüllung verhilft. Darüber verlor sie ihre große Liebe Will. Nun will Cassie sich ganz auf den neuen Schützling von S.E.C.R.E.T. konzentrieren, Solange Faraday. Die schöne und intelligente Journalistin kann eine erfolgreiche Karriere vorweisen, aber nur ein kümmerliches Liebesleben. Als beide Frauen allmählich wieder aufblühen, stellen sie fest, dass die wahre Liebe ganz nah ist. Näher, als sie je vermutet hätten.

L. Marie Adeline ist das Pseudonym einer erfolgreichen kanadischen Autorin und TV-Produzentin.

Produktinformationen

    Größe: 383kBytes
    Reihe (Teil): S.E.C.R.E.T Bd.3
    Herausgeber: Heyne
    Untertitel: Enthülltes Geheimnis - Roman
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 368
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783641157333
    Erschienen: 14.04.2015
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SECRET

KAPITEL 1

Solange

Ich war in diesem Haus aufgewachsen, kannte jede Fläche und jede Ecke, jede Nische und jeden Winkel: die Risse im Ziegeldach von den Hurrikans, die ansonsten nicht mehr Schaden angerichtet hatten, als die Hausverkleidung zu beschädigen. Oder den Betonboden auf der einzigen Steinterrasse der State Street, um den man sich dringend hätte kümmern müssen. Diese kleinen Makel fielen mir jedes Mal ins Auge, wenn ich meinen Volkswagen auf die kopfsteinbepflasterte Auffahrt lenkte. Mein Dad hatte dieses Haus im Craftsman-Style seinen ursprünglichen Besitzern abgekauft. Eine Zeit lang waren wir im Umkreis von zwei Blocks die einzige schwarze Familie in Uptown New Orleans. Deshalb legte ich immer noch Wert darauf, dass es so hübsch und makellos aussah wie zur Zeit meines Vaters. Aber in der letzten Zeit hatte ich die Dinge schleifen lassen. Was soll ich sagen? Ich hatte eben viel zu tun. Und ich war noch nie der gehorsame Typ gewesen.

Doch als ich an diesem warmen Herbsttag in die Auffahrt einbog, wusste ich, dass etwas nicht stimmte. Oder dass etwas zu sehr stimmte, je nach Blickwinkel. Die kaputten Dachziegel waren ersetzt worden. Die neuen strahlten zwischen den alten heraus. Und der Beton war dort, wo er um die Verandasteine neu verfüllt worden war, ganz dunkel. Mein zehnjähriger Sohn, Gus, war übers Wochenende bei meinem Exmann Julius. Er hatte mir bei diesen Reparaturarbeiten eigentlich helfen wollen. Aber als er Zeit dazu hatte, hatte ich ihm geantwortet: "Nein, ich mache es allein. Ich kann selbst für mich sorgen, danke schön."

Aber zwischen Zehnstunden-Schichten mit griesgrämigen Nachrichtencrews, die irgendwelchen Eilmeldungen hinterherjagten, und meinem Job als Moderatorin am Wochenende hatte ich keine Zeit, eine vernünftige Instandhaltungsfirma ausfindig zu machen oder mich bei der Arbeit umzuhören, ob jemand ein gutes Bauunternehmen kannte. In New Orleans waren Letztere ziemlich schwer zu finden, denn viele waren in das riesige Bauprojekt mit Eigentumswohnungen im Warehouse District eingebunden oder arbeiteten bei staatlichen Wiederaufbaumaßnahmen mit. Und Julius war nie ein guter Handwerker gewesen. Mein Exmann war Unternehmer, der kreative Typ - zumindest sah er sich selbst so. Wer also hatte diese Reparaturen ausgeführt? Wenn Julius sich darum gekümmert oder jemanden damit beauftragt hätte, wüsste ich es sicher.

Erst als ich parkte, entdeckte ich den weißen Lieferwagen vor meinem Haus, aus dem eine lange Leiter hervorragte. Jemand war hier. Leise stieg ich aus, schloss meine Autotür nicht ganz. In diesem Augenblick hörte ich das klingende Geräusch von Metall auf Metall aus dem Garten. Meine journalistischen Instinkte waren in höchster Alarmbereitschaft. Lass deine Tasche im Auto. Nimm nur die Schlüssel mit. Bereite dich darauf vor, sie dem Überraschungsgast entgegenzuschleudern. Geh nicht ins Haus. Beobachte es von außen. Ich trug Absätze, also ging ich auf Zehenspitzen über den Seitenweg. Ich bemerkte, dass der undichte Gartenschlauch ebenfalls repariert worden war. Wow. Schön. Aber dennoch. Wie? Und wer?

Ich sah zur anderen Straßenseite hinüber. Dr. Franz in dem Backstein-Kolonialbau gegenüber wusch gerade sein Auto. Okay, gut. Es würde also einen Zeugen geben, der mich schreien hörte, falls derjenige, der in meinem Garten bastelte und hämmerte, eigentlich in mein Haus einbrach.

Bing, bing, plink, plink . Die Geräusche hörten nicht auf. Entschlossen ging ich auf das Tor zu, um es aufzuschließen - doch das Schloss war verschwunden, einfach herausgeschraubt! Mein Herz machte einen Satz. War es vielleicht besser, nicht weiterzugehen, sondern gleich die Polizei zu rufen? Ich tastete nach meinem Handy, aber dann fiel mir ein, dass es in meiner Handtasche im Auto war. Verdammt . Ich betrat den Rasen. Meine Absätze versanken in feuchtem Boden. Wer hatte hier gesprengt?

Vorsichtig späh

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