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Sehnsucht nach Cane Valley von Wilding, Lynne (eBook)

  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)

7,99 €1

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Sehnsucht nach Cane Valley

Nach dem Tod ihrer Mutter ist die junge Rani gezwungen ihre Heimat in Bombay zu verlassen und zu ihrem Vater nach Südafrika ziehen. Als sie dort den attraktiven Holländer Willem Dewar trifft, verliebt sie sich Hals über Kopf in ihn. Doch Willem ist verheiratet und wird seine Familie niemals für Rani verlassen. In ihrer Not verschweigt Rani Willem ihre Schwangerschaft und nimmt den Heiratsantrag des liebenswerten Graeme Carruthers an, der sie in seine Heimat Australien mitnimmt und dort ein neues Leben mit ihr beginnen will. Doch am Horizont der wilden australischen Landschaft ziehen bald dunkle Wolken auf. Werden Rani und ihr Sohn in Australien glücklich werden oder holen sie die Schatten ihrer Vergangenheit unerbittlich ein? Lynne Wilding ist in Australien längst als die Königin der großen Australien-Sagas bekannt und erhielt viele Preise für ihre Romane. Lynne Wilding lebt mit ihrer Familie in Arncliff bei Sydney.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 576
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783967970333
    Verlag: Aufbau Verlag
    Größe: 2901 kBytes
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Sehnsucht nach Cane Valley

K APITEL 2

W ILLEM WICH DEM A NGRIFF in letzter Sekunde aus und die Klinge schlitzte nur sein Hemd auf. Sie schien höllisch scharf zu sein. Der Mulatte schlug mit seiner freien Hand nach Willems Kopf. Der Schlag streifte nur seinen Backenknochen, aber er war so stark, dass Willem aufstöhnte. Die Bewegung brachte den Mulatten allerdings aus dem Gleichgewicht, und bevor er sich wieder fangen konnte, holte Willem mit seiner mit dem Gürtel umwickelten Faust aus und traf ihn am Kiefer. Sein Gegner reagierte mit einem ungezielten Schwinger, der glücklicherweise nur in Willems kräftige Schulter krachte.

Bevor der Mulatte noch einmal mit dem Messer ausholen konnte, rammte ihm Willem die Linke in den Bauch. Der Schlag zeigte jedoch kaum Wirkung, der Mann war wirklich durchtrainiert. Willem war klar, dass er in einem fairen Kampf gegen diesen Mann kaum eine Chance hatte, aber ... wer hatte gesagt, dass dieser Kampf fair sein musste? Er ging in die Hocke und tastete nach dem Holzkloben, den er vorher gesehen hatte. Seine Finger fanden ihn. Er hob ihn auf, packte ihn so fest mit beiden Händen, wie das seine Rechte, die immer noch von dem Gürtel umwickelt war, zuließ, und schlug zu.

Das Holz traf den Mulatten an der Schläfe. Er taumelte, und Willem schlug noch einmal zu. Der Mulatte ging in die Knie und Willem setzte ihn mit einem kräftigen Schlag auf den Hinterkopf vollends außer Gefecht. Der Mann sackte mit dem Gesicht voran auf die Pflastersteine. Sofort kauerte sich Willem neben ihn und rollte ihn auf den Rücken. Erleichtert stellte er fest, dass der Mann noch atmete.

Im gleichen Augenblick hallte ein seltsames Geräusch in der dunklen Gasse wider: jemand applaudierte langsam. Willem drehte sich um und begutachtete den verletzten Mann. Sein Gesicht war übel zugerichtet, ein Auge war bereits zugeschwollen und seine Wangen, seine Stirn und sein Hals waren von Blutergüssen und Schrammen bedeckt. Seine Kleider waren an mehreren Stellen zerrissen. Er saß mit überkreuzten Beinen auf dem Kopfsteinpflaster und applaudierte weiter.

"Vielen Dank, junger Mann. Gut gemacht."

Willem massierte die aufgeschürften Knöchel seiner rechten Hand. Er erkannte den Akzent des Mannes, ein Bure. Er ging auf ihn zu und streckte die linke Hand aus, um ihm auf die Beine zu helfen. Der Mann stand mühsam auf und stützte sich an der Wand ab, um nicht wieder hinzufallen.

"Diese Bestien hätten mich wahrscheinlich umgebracht."

Willem nickte. Das hatten die Männer offensichtlich vorgehabt, und ohne sein Eingreifen wäre die Tat längst vollbracht gewesen. Er fuhr herum, als einer der am Boden liegenden Männer stöhnte. "Wir sollten schnell von hier verschwinden. Der wacht bald auf und wird nicht besonders glücklich über diesen Ausgang sein."

"Sie haben Recht."

Der Mann streckte die rechte Hand in einer Geste der Freundschaft aus: "Mein Name ist Louis Van Leyden. Ich bin Ihnen wirklich sehr dankbar. Sie haben mir das Leben gerettet."

Willem zuckte mit den Achseln und stellte sich seinerseits vor. "Willem Dewar. Ich hatte einfach Glück."

Er begutachtete Louis unauffällig, aber gründlich, dann starrte er auf die Männer, die bewegungslos am Boden lagen, und fädelte seinen Gürtel wieder durch die Schlaufen an seiner Hose.

"Wir hatten beide Glück! Bringen wir ein bisschen Abstand zwischen sie und uns."

Louis stützte sich schwer auf Willem, und sie traten aus der engen Gasse hinaus und befanden sich wieder im Hafen, wo das Leben pulsierte, als sei nichts geschehen. Sie hätten beide ermordet werden können, und niemand hätte etwas gemerkt, bis man ihre Leichen entdeckt hätte. So war es eben auf dem Hafengelände, der gefährlichsten Gegend von Durban, i

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