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Sehnsucht unter weitem Himmel Töchter des Horizonts von Jacobs, Anna (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.06.2016
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Sehnsucht unter weitem Himmel

Bram Deagan leitet ein erfolgreiches Handelsunternehmen in Australien und träumt davon, seine Familie aus Irland zu sich zu holen. Doch eine Typhusepidemie wütet in Brams Heimatland, und viele Familienmitglieder werden von der Krankheit dahingerafft.
Maura Deagan ist die einzige, die sich nun noch um ihre kleinen Nichten und den Neffen kümmern kann und dafür muss sie all ihre eigenen Ziele und Wünsche aufgeben.
Ihre letzte Hoffnung auf ein neues Leben ist die Überfahrt nach Australien und gemeinsam mit den Kindern tritt sie die Reise über den Suez Kanal an.

Auf dem Schiff trifft sie den jungen Hugh Beaufort und verliebt sich in ihn. Doch als unerwartet jemand aus Hughs Vergangenheit auftaucht, ist Mauras Traum von der gemeinsamen Zukunft in Gefahr...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 474
    Erscheinungsdatum: 30.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732525577
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 1653 kBytes
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Sehnsucht unter weitem Himmel

KAPITEL 2

Adam Tregear schickte sein Gepäck voraus zu dem Haus in Liverpool, das er inzwischen als sein Heim betrachtete, dann machte er sich zu Fuß auf den Weg zur Kanzlei des Anwalts der Familie. Er kam gerade aus New York, überglücklich, sich nach den Tagen auf dem Schiff die Beine vertreten zu können, und als er bei der Kanzlei ankam, fühlte er sich kampfbereit.

Der Sekretär des Rechtsanwalts starrte ihn mit offenem Mund an. "Oh. Wir haben nicht damit gerechnet ... Ich werde Mr Saxby sagen, dass Sie hier sind, Mr Adam."

"Bemühen Sie sich nicht. Das sage ich ihm selbst."

Er ging den Korridor hinunter, bevor der ältere Sekretär noch ein Wort sagen konnte. Er wollte die Sache hinter sich bringen - was immer es war. Man hatte ihn schon viele Male herbestellt, und nie aus irgendeinem guten Grund - obwohl das normalerweise nicht Mr Saxbys Schuld war. Der Anwalt war nur das Sprachrohr für Adams Vater.

Er hämmerte an die Tür, öffnete sie und schritt in den Raum. "Also? Was hat der alte Teufel sich dieses Mal ausgedacht, um mich zu quälen? Es muss etwas ganz besonders Gemeines sein, wenn es die Ausgabe eines teuren Telegramms über den Atlantik rechtfertigt, um mich zurückzubeordern." Erst jetzt sah er, dass der Anwalt nicht allein war. "Oh ... tut mir leid."

Quentin Saxby bedachte ihn mit einem strengen Blick und wandte sich dann der alten Dame zu, die bei ihm im Zimmer saß und den Eindringling ängstlich anblickte. "Ich glaube, für heute wäre alles erledigt, Miss Carter. Wie Sie sehen, muss ich mich mit einer dringlichen Angelegenheit befassen, die meinen ungestümen jungen Freund hier betrifft. Wenn Sie mich jetzt also entschuldigen würden? Mein Sekretär wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen, sobald Sie das neue Testament unterschreiben können."

Adam hielt ihr die Tür auf. "Tut mir leid, Ma'am."

Erst nachdem sie sich an ihm vorbeigeschoben hatte und am Ende des Korridors verschwunden war, drehte er sich wieder um und lächelte den Anwalt reumütig an.

"Ich möchte Sie bitten, Adam, dass Sie sich beim nächsten Mal vorher vergewissern, ob ich beschäftigt bin."

Er nickte und fragte sich, warum ihn der bloße Anblick von Mr Saxby jedes Mal beruhigte.

"Haben Sie vor, sich hinzusetzen, damit wir uns unterhalten können, oder wollen Sie weiter an der Tür stehen bleiben und mich finster anschauen?"

Adam drückte die Tür mit dem Fuß hinter sich zu und warf sich in den mit rubinrotem Samt bezogenen Sessel. Dann verschränkte er die Arme vor der Brust und wartete, was der Rechtsanwalt ihm zu sagen hatte.

Eine Zeit lang lastete Schweigen zwischen ihnen, dann legte Quentin seufzend die Fingerspitzen aneinander. "Es tut mir leid, Ihnen mitteilen zu müssen, dass Ihr Vater vor zwei Wochen gestorben ist."

"Ach ja? Und soll das den ungewollten unehelichen Sohn etwa kümmern?"

"Nein, ich denke nicht. Aber Sie müssen es trotzdem erfahren. Wir haben ihn letzten Donnerstag beerdigt."

"Was sicherstellte, dass ich nicht bei der Beerdigung dabei sein konnte, oder?"

"Hätten Sie denn dabei sein wollen?"

"Um mich noch mehr brüskieren zu lassen? Wohl kaum. Obwohl ein Mann eigentlich bei der Beerdigung seines Vaters dabei sein sollte, finden Sie nicht?" Es war noch eine dieser ganz normalen Familienangelegenheiten, die ihm seit dem Tod seiner Mutter, als er zehn Jahre alt gewesen war, versagt waren.

"Nach der Beisetzung wurde das Testament verlesen, und man hat Sie nicht vergessen, deshalb habe ich Sie herbestellt."

"Also, das hatte ich nicht erwartet."

"Es hat mich überrascht, als wir das Testament letztes Jahr aufgesetzt haben. Es ist ... äh ... eine ungewöhnliche Hinterlassenschaft."

"Zweifellos abgesichert mit falls und aber und außer wenn . Er hat gern gedroht und die Kontrolle gehabt."

Quentin nickte. Er konnte es Adam nicht verdenken, dass der keine

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