text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Seine wichtigsten Werke Ruf der Wildnis - Der Seewolf - Wolfsblut 3 Romane in einem Band von London, Jack (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.07.2020
  • Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
eBook (ePUB)
12,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Seine wichtigsten Werke Ruf der Wildnis - Der Seewolf - Wolfsblut

Drei große Romane von Jack London - jetzt als eBundle. Jack Londons spannendste Romane: drei Klassiker der Abenteuerliteratur im eBundle. Ruf der Wildnis: Buck wird von brutalen Hundefängern aus Kalifornien in den kanadischen Norden verschleppt und zum Schlittenhund abgerichtet. In seiner Lehrzeit lernt er die Grausamkeit der Menschen kennen. Dann findet er mit John Thornton einen Herrn, der sich seiner annimmt, und dem Buck fortan die Treue hält. Der Seewolf: Nur wenige Figuren der Weltliteratur bleiben einem so im Gedächtnis wie Kapitän Wolf Larsen, Jack Londons dämonischer Seewolf. Rücksichts- und skrupellos jagt er mit seinem Robbenfänger 'Ghost' über den Ozean und führt ein grausames Regiment. Ausgerechnet von diesem Schiff wird der feinsinnige Humphrey van Weyden nach einem Fährunglück gerettet. Nun bricht ein neues Leben für den Literaturkritiker an, denn auch mit ihm treibt der Kapitän, für den nur das Recht des Stärkeren gilt, sein schreckliches Spiel um Herrschaft und Macht. Van Weyden verachtet Larsens kapitalistisches Weltbild - und kann sich trotzdem der Faszination dieses Mannes nicht entziehen. Wolfsblut: Wolfsblut, eine Mischung aus Wolf und Hund, muss in der Wildnis einen unerbittlichen Kampf gegen Hunger und Gefahr führen. Als er von Menschen gefangen wird, droht ihm ein grausames Schicksal. Erst durch einen jungen Goldgräber erfährt er Freundlichkeit und Güte. Jack Londons 1906 erschienener Abenteuerroman gilt als eines seiner besten Werke. Die wilde Natur und das Schicksal von Wolfsblut werden ebenso beschrieben wie eine gelungene Beziehung zwischen Mensch und Tier, die stärker ist als jeder Instinkt. Jack London (eigentlich John Griffith Chaney) wurde am 12. Januar 1876 als uneheliches Kind in San Francisco geboren. Er wuchs in Armut auf und musste bereits früh zum Einkommen der Familie beitragen. Nach einer Zeit, in der er sich als Fabrikarbeiter, Robbenjäger und Landstreicher durchschlug, holte er das Abitur nach und begann 1896 ein Studium, das er jedoch schon nach einem Semester abbrach. Er ließ sich vom Goldrausch anstecken und schürfte in Alaska selbst nach dem Edelmetall. Zurück in Kalifornien stellten sich mit seinen Tiergeschichten und Erzählungen über das harte Leben einfacher Menschen der Arbeiterklasse erste literarische Erfolge ein. In kurzer Zeit wurde London sehr wohlhabend. Seine plötzliche Popularität überforderte ihn jedoch. Alkohol und ein extravaganter Lebensstil führten den Schriftsteller in den Ruin. Jack London starb am 22. November 1916 im Alter von nur 40 Jahren auf seiner Farm in Glen Ellen an Nierenversagen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 1104
    Erscheinungsdatum: 01.07.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783423438223
    Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
    Größe: 2112 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Seine wichtigsten Werke Ruf der Wildnis - Der Seewolf - Wolfsblut

2 Das Gesetz von Knüppel und Reißzahn

Bucks erster Tag am Strand von Dyea war ein Albtraum. Jede Stunde war erfüllt von Schrecken und Überraschungen. Aus dem Herzen der Zivilisation war er ins Herz des Chaos gestürzt worden. Hier gab es kein faules, sonnengeküsstes Leben, wo man nur herumlungern und sich langweilen musste. Hier gab es weder Frieden noch Ruhe, und keinen Augenblick Sicherheit. Es war alles Betrieb und Verwirrung, und Gesundheit und Leben waren jeden Augenblick in Gefahr. Es bestand die absolute Notwendigkeit, ständig auf der Hut zu sein; denn die Hunde und Männer hier waren keine Stadthunde und Stadtmenschen. Sie waren allesamt Wilde, die kein Gesetz kannten, außer dem Gesetz von Knüppel und Reißzahn.

Er hatte Hunde noch nie so kämpfen sehen wie diese wölfischen Kreaturen, und gleich seine erste Erfahrung damit erteilte ihm eine unvergessliche Lehre. Genau genommen war es eine Erfahrung, die nicht er selbst machte, sonst hätte er sie nicht überlebt und davon profitieren können. Das Opfer war Curly. Sie waren in der Nähe des Holzlagers untergebracht, und Curly näherte sich auf ihre freundliche Art einem Husky, der ungefähr so groß wie ein ausgewachsener Wolf war, wenn auch nicht halb so massig wie sie. Es gab keine Vorwarnung, nur einen blitzschnellen Sprung, ein metallisches Klicken der Zähne und einen ebenso schnellen Rückzug, aber Curlys Gesicht war vom Auge bis zum Unterkiefer aufgerissen.

Zuzuschlagen und gleich wieder zurückzuspringen - das war die Kampfesweise der Wölfe; aber das war noch nicht alles. Dreißig oder vierzig Huskys kamen angerannt und umringten die Kämpfer in einem aufmerksamen, schweigenden Zuschauerkreis. Buck hatte keine Ahnung, was diese stumme Aufmerksamkeit zu bedeuten hatte und warum sich die Huskys so gierig die Lefzen leckten. Curly stürzte sich auf ihren Widersacher, der wieder zuschlug und wegsprang. Ihren nächsten Ansturm wehrte er so geschickt mit der Brust ab, dass sie von den Beinen gestoßen wurde. Sie kam nie wieder hoch. Denn das war genau, worauf die anderen Huskys gewartet hatten. Knurrend und jaulend fielen sie über Curly her und begruben sie unter sich. Aus einer Masse von Hundeleibern mit gesträubten Fellen kam nur noch ihr Todesschrei.

Das geschah so plötzlich und unerwartet, dass Buck völlig verblüfft war. Er sah, wie Spitz seine rote Zunge heraushängen ließ, was seine Art des Lachens war; und er sah François, der sich mit einer Axt mitten unter die Hunde stürzte. Drei Männer mit Knüppeln halfen ihm, sie zu zerstreuen. Es dauerte auch nicht lange. Zwei Minuten, nachdem Curly zu Boden gegangen war, waren die letzten Angreifer weggeprügelt. Aber Curly lag schlaff und leblos im blutigen, niedergetrampelten Schnee, buchstäblich in Stücke gerissen, und das dunkle Halbblut stand über ihr und fluchte entsetzlich. Die Szene blieb in Bucks Erinnerung haften und quälte ihn bis in den Schlaf. So war das also. Kein fair play . Wenn du am Boden lagst, warst du erledigt. Nun, er würde dafür sorgen, dass er selbst nie zu Boden ging. Spitz ließ wieder seine Zunge raushängen und lachte, und von diesem Augenblick an hasste ihn Buck mit einem bitteren, unversöhnlichen Hass.

Noch ehe er sich von dem Schock erholt hatte, den Curlys tragischer Tod bei ihm ausgelöst hatte, traf ihn der nächste Schlag: François befestigte ein kompliziertes Arrangement von Riemen und Schnallen an ihm. Es war ein Geschirr, wie es die Kutscher bei ihm zu Hause den Pferden angelegt hatten. Und so wie er die Pferde hatte arbeiten sehen, so wurde er jetzt zur Arbeit gezwungen: Erst musste er François auf einem Schlitten in den Wald ziehen, der das Tal umgab, dann musste er eine Ladung Feuerholz zurückbringen. Obwohl er sich erheblich in seiner Würde gekränkt fühlte, weil er auf diese Weise zum Zugtier gemacht wurde, war er zu klug, um sich dagegen aufzulehnen. Er legte sich mächtig ins Zeug und tat sein Bestes, obwohl alles ganz neu und frem

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen