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Selbst Amor schießt mal daneben Romantische Komödie von Winter, Amelie (eBook)

  • Verlag: Elaria
eBook (ePUB)
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Selbst Amor schießt mal daneben

Pfiffige Lovestory mit Witz und Charme! Matilda zieht nach London, um im verträumten Notting Hill ein Café zu eröffnen. Alles verliefe nach Plan, wäre da nicht der unliebsame Nachbar, der es auf ihr Grundstück abgesehen hat: Nicholas Bennett, millionenschwerer Hotelerbe, will sich ihren Besitz mit allen Mitteln unter den Nagel reißen. Ein Kampf David gegen Goliath entbrennt. Einzig Matildas neu gewonnener Freund Josh, ein brotloser Schauspieler mit einem Herzen aus Gold, steht ihr unterstützend zur Seite. Sie ahnt nicht, dass ihr Retter und ihr Erzfeind ein und dieselbe Person sind ... Weitere Bücher der Autorin: Projekt Cinderella - Bloß nicht verlieben! Verlobt, verliebt, verpeilt

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 245
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783964651235
    Verlag: Elaria
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Selbst Amor schießt mal daneben

1

Nicholas Bennett nippte an einem Starbucks -Kaffee. Ab und an sah er hoch in den wolkenlosen Himmel. Sonne statt Nieselregen - in London kam das nicht oft vor.

"Willst du mir helfen oder nur Löcher in die Luft starren?", fragte sein bester Freund Tom, der im Gegensatz zu ihm im Moment alle Hände voll zu tun hatte.

"Dir helfen? Ich bin nur hier, um zuzusehen. Passiert mir nicht alle Tage, dass ich bei einem Filmdreh dabei sein kann."

Tom war zugleich Regisseur und Produzent dieses kitschigen Streifens.

"Ich brauche niemanden, der untätig herumsteht", meckerte er.

Nick verzog das Gesicht zu einem schiefen Grinsen, während sein Blick zu den Schauspielern schweifte, die von einer Oscar-Nominierung noch Lichtjahre entfernt waren.

"Die Kleine ist süß", sagte er.

Die Filmheldin war vermutlich kaum älter als zwanzig, hatte langes blondes Haar, blaue Augen und einen üppigen Busen, den ihr Gott höchstpersönlich mit auf den Weg gegeben hatte - im besten Fall. Vielleicht hatte aber auch ein geschickter Chirurg nachhelfen müssen.

"Leider ist sie nicht Julia Roberts", murrte Tom. Er gab dem Kameramann Anweisungen. Nick war bewusst, dass er im Weg stand. Es kümmerte ihn nicht. Seinen besten Freund bekam er nicht oft zu Gesicht. Wenn sie sich dann endlich mal trafen - so wie heute -, wollte er auch Zeit mit ihm verbringen. Selbst wenn das bedeutete, ihn bei seiner Arbeit zu behindern.

"Der da sieht auch nicht aus wie Hugh Grant", meinte Nick.

"Und er kann sich nicht mal seinen dämlichen Text merken!", jammerte Tom.

Er ließ kein gutes Haar an seinen Filmen, seinen Schauspielern, der Produktion. Er war ein Perfektionist und nie zufrieden, wenn es um die Kunst ging.

"Was machst du eigentlich hier? Ich meine, außer mir im Weg zu stehen?", wollte er wissen.

"Ich bin wegen des Hauses hier." Nick deutete zu dem Townhouse, das seiner Familie gehörte. Sein Onkel hatte dort bis vor Kurzem gelebt.

"Willst du etwa hierherziehen? Nach Notting Hill?"

"Warum nicht?" Nick zuckte mit den Schultern.

"Ich dachte, dir hätte es die arabische Wüstensonne angetan. Warst du nicht in Dubai?"

"Ich bin immer woanders." Seine Familie besaß Hotels überall auf der Welt. "In Dubai war ich Ski fahren, mehr nicht. Auch ich hab mal Urlaub nötig."

Die Araber hatten sich was Schräges einfallen lassen. Ein Indoor-Skiressort mit allem, was dazugehörte: kalte Temperaturen, mehr Schnee als in der Wüste erlaubt war, und natürlich Luxusunterkünfte.

"Gut! Es kann losgehen!", rief Tom seinem Team zu.

Nick beugte sich nach vorne, um auf den kleinen Bildschirm an der Filmkamera lugen zu können. Tom sah hoch konzentriert aus, während die Schauspieler ihren Text sprachen.

"Ich will aus dem Reihenhaus ein Hotel machen", erzählte Nick beiläufig.

"Cut!", rief Tom aufgebracht. Irgendetwas hatte ihm an der Szene missfallen. "Dreht euch beide näher in diese Richtung!", wies er die Schauspieler an. Er rannte herum wie ein aufgescheuchtes Huhn. Nick hingegen hatte sich schon lange nicht mehr so entspannt gefühlt. Der Kameramann beäugte ihn misstrauisch, da er ihn geradezu belagerte.

"Okay, noch mal von vorne!", schrie Tom. Seine Stimme erhob er nur, wenn's um den Job ging. Ansonsten neigte er zum Flüstern und Nuscheln. Er war keine Führungspersönlichkeit, umso amüsanter fand Nick es, ihn auf einem Filmset beobachten zu können. Mit wildem Gebaren rauschte er umher und wirkte dabei, als hätte er vergessen, seine tägliche Ration Beruhigungstabletten einzunehmen.

"Du willst ein Hotel aus dem Haus deines Onkels machen?", fragte er, als er sich wieder zu Nick gesellte. Der Schweiß perlte auf seiner Stirn.

"Ist doch eine tolle Idee, findest du nicht? Wenn dein Film so berühmt wird wie damals Notting Hill , dann wird dieser Stadtteil ein wahrer Touristenmagnet."

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