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Sharpes Degen von Cornwell, Bernard (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.12.2014
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Sharpes Degen

Spanien, 1812. Captain Richard Sharpe marschiert mit Lord Wellingtons Armee in Salamanca ein. Doch diesmal ist nicht die fliehende französische Armee sein Feind, sondern ein einzelner Franzose: der sadistische Oberst Leroux. Denn dieser hat die wahre Identität von El Mirador herausgefunden, Englands wichtigstem Spion, und muss so schnell wie möglich gefasst werden. Zusammen mit seinen Männern macht Sharpe sich auf die Suche - ohne zu ahnen, dass ihr Weg in eine tödliche Falle führt ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 398
    Erscheinungsdatum: 18.12.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838758992
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Richard Sharpe Bd.14
    Originaltitel: Sharpe's Sword
    Größe: 1606 kBytes
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Sharpes Degen

PROLOG

Der Reiter war ein Mörder.

Er war groß, kraftstrotzend und unbarmherzig. Einige fanden, dass er zu jung für einen Colonel in Napoleons Kaiserlicher Garde war, aber niemand unterschätzte ihn deswegen. Ein Blick aus seinen sonderbar blassgrauen Augen mit den hellen Wimpern, Augen, die seinem markanten Gesicht etwas Eisiges, Tödliches verliehen, reichte aus, um Colonel Leroux zu respektieren.

Leroux war der Mann des Kaisers. Er wurde von Napoleon ausgesandt und erfüllte die Aufträge seines Herrn erfolgreich und gnadenlos.

Jetzt war er in Spanien, wohin ihn der Kaiser persönlich geschickt hatte, und Colonel Leroux hatte soeben einen Fehler begangen. Er wusste es, er verwünschte sich deswegen, aber er war entschlossen, sich aus der selbst verschuldeten Zwangslage wieder zu befreien.

Er saß in der Falle.

Leroux war mit einer Kavallerie-Eskorte in ein elendes Dorf am Rand der großen Ebene von Leon geritten und hatte dort den gesuchten Mann, einen Priester, gefunden. Er hatte den Geistlichen gefoltert, ihm bei lebendigem Leib die Haut Zoll um Zoll abgezogen, und am Ende hatte der Priester natürlich geredet. Alle erzählten Colonel Leroux letzten Endes, was er wissen wollte.

Doch diesmal hatte er sich zu viel Zeit genommen. Im Augenblick seines Sieges, als der Priester die Schmerzen nicht mehr ertragen konnte und den Namen hinausschrie, den Leroux wissen wollte, sprengte die deutsche Kavallerie in das Dorf. Männer der Deutschen Legion des Königs, die in diesem Krieg für Britannien kämpften, machten die französischen Dragoner mit ihren Säbeln nieder, und der Hufschlag trommelte den Takt zu den Todesschreien. Colonel Leroux blieb nur die Flucht.

Zusammen mit einem Capitaine der Kavallerie-Eskorte ritt er verzweifelt nach Norden, kämpfte sich den Weg durch eine Gruppe Deutscher frei, und nun, eine Stunde später, hielt er mit dem Capitaine am Rande eines Wäldchens, durch das ein reißender Bach floss, der in den Rio Tormes mündete.

Der Dragoner-Capitaine spähte zurück. "Wir haben sie abgehängt."

"Das haben wir nicht", widersprach Leroux. Sein Pferd war mit weißen Schaumflocken bedeckt, die Flanken des Tiers zitterten, und der Colonel spürte die schreckliche Hitze der Sonne durch seine prächtige Uniform hindurch; durch den roten, mit goldenen Schleifen verzierten Uniformrock und die grüne Hose, die mit Leder verstärkt und an den Beinen mit silbernen Knöpfen verziert war. Seine schwarze Feldmütze aus Pelz, dick genug, um einen Säbelhieb an den Kopf abzufangen, hing an seinem Sattelhorn. Sein schweißnasses blondes Haar klebte am Kopf und bewegte sich nicht in der leichten Brise. Plötzlich lächelte er seinen Gefährten an. "Wie heißen Sie?"

Der Capitaine war erleichtert, als er das Lächeln sah. Er fürchtete sich vor Leroux, und diese plötzliche, unerwartete Freundlichkeit war ein willkommener Wechsel. "Mein Name ist Delmas, Colonel. Paul Delmas."

Leroux lächelte voller Charme. "Nun, Paul Delmas, wir haben bis jetzt Großes geleistet! Sehen wir zu, dass wir sie endgültig abschütteln können, ja?"

Delmas war geschmeichelt bei diesen vertraulichen Worten, und er erwiderte das Lächeln. "Jawohl, Colonel." Er schaute wieder zurück, und abermals konnte er keine Verfolger auf der Ebene entdecken, die in der Hitze lag. Nichts bewegte sich außer dem Gras, das im Wind wogte, und einem einsamen Falken am wolkenlosen Himmel.

Colonel Leroux ließ sich von der Leere nicht täuschen. Er hatte dieses verlassene Terrain auf dem Herritt entdeckt, und er wusste, dass die Deutschen, die ihr Handwerk verstanden, draußen in der Ebene waren und den Kordon enger zogen, um die Flüchtenden in Richtung Fluss zu treiben. Er wusste ebenfalls, dass die Briten ostwärts marschierten und einige ihrer Männer dem Fluss folgen würden, und er rechnete damit, dass er und sein Gefährte in einen Hinterhalt getrieben wurden. Nun denn. Er saß in der Falle, stand gegen eine Ü

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