text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Sharpes Feind Sharpe Band 15 von Cornwell, Bernard (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.09.2015
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
7,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Sharpes Feind

Winter, 1812. Wellingtons Armee hat sich nach Portugal zurückgezogen, um das Frühjahr abzuwarten. Doch Ruhe ist nicht in Sicht, denn eine Bande von Deserteuren hat im Namen der britischen Armee fürchterliche Gräueltaten auf spanischem Boden begangen. Wellington gibt den Befehl, die Schurken aufzuspüren und zu bestrafen - eine Aufgabe für Richard Sharpe und seine Rifles. Als sie sich auf den Weg machen, ahnt Sharpe nicht, dass unter den Deserteuren auch sein erbittertster Feind ist: Sergeant Hakeswill.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 431
    Erscheinungsdatum: 10.09.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732506972
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Richard Sharpe Bd.15
    Originaltitel: Sharpe's Enemy
    Größe: 1544 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Sharpes Feind

PROLOG

Am 8. Dezember 1812 kamen die englischen Soldaten zum ersten Mal nach Adrados.

Das spanische Dorf war vom Krieg verschont geblieben. Obwohl es so nahe der nördlichen Grenze zu Portugal lag, waren nur wenige Soldaten über die einzige Straße gezogen.

Die Franzosen waren vor drei Jahren durch Adrados gekommen, aber sie waren auf der Flucht vor dem englischen Lord Wellington gewesen und hatten es so eilig gehabt, dass sie sich kaum Zeit zu einem Aufenthalt und zum Plündern hatten nehmen können.

Dann waren am 8. Mai 1812 die spanischen Soldaten gekommen, die Garnison von Adrados, doch es hatte die Dorfbewohner nicht besonders gestört. Es waren nur fünfzig Soldaten mit vier Kanonen, und als die Geschütze im alten Castillo de la Virgen und im Wachtturm außerhalb der Stadt in Position gebracht worden waren, hatten die Soldaten den Krieg anscheinend als erledigt betrachtet. Sie tranken in der Dorfschänke und flirteten mit den Frauen, die am Bach auf flachen Steinen die Wäsche wuschen. Zwei Dorfschöne heirateten im Sommer Kanoniere.

Wegen eines Versehens in der spanischen Armee schickte man der "Garnison" einen Pulver-Konvoi, der für Ciudad Rodrigo bestimmt war, und die Soldaten prahlten damit, mehr Pulver und weniger Waffen zu haben als irgendeine andere Artillerietruppe in Europa. Sie arrangierten primitive Feuerwerke für die Hochzeiten, und die Dorfbewohner bewunderten die Explosionen, die in ihrem abgelegenen Tal blitzten und widerhallten.

Im Herbst desertierten einige der spanischen Soldaten, weil sie es leid waren, in einem Tal Wache zu schieben, in das keine Soldaten kamen, und weil sie in ihre Heimatorte und zu ihren Frauen zurückkehren wollten.

Dann kamen die englischen Soldaten.

Adrados war kein besonders wichtiger Ort. Dort gab es Schafe und Dornbüsche, und der Priester sagte den Dorfbewohnern, dies mache das Dorf zu einer heiligen Stätte, denn Christi Leben habe mit dem Besuch der Schäfer begonnen und mit einer Dornenkrone geendet. Der Priester brauchte den Dorfbewohnern jedoch nicht zu sagen, dass Adrados heilig war, denn nur eine einzige Attraktion brachte Besucher in das Dorf, und das war der Feiertag am 8. Dezember.

Vor vielen Jahren - keiner wusste, vor wie vielen, nicht einmal der Priester, aber in jenen Tagen, als die Christen gegen die Mauren in Spanien kämpften - war die Heilige Mutter nach Adrados gekommen. Jeder kannte die Geschichte. Kreuzritter waren durch das Tal zurückgewichen, hart verfolgt, und ihr Führer hatte bei einem Granitfelsen am Rande des Passes gebetet, der westwärts nach Portugal führte, und dann war es geschehen. Sie war erschienen! Sie stand auf dem Granitfelsen und sagte dem Kreuzritter, dass die Mauren, die ihn und seine Mannen verfolgten, bald hier halten würden, um ebenfalls zu beten und ostwärts zu ihrer heidnischen Heimat zu blicken. Wenn er und seine erschöpften Männer die Schwerter zogen und kämpften, dann würden sie dem Kreuz Ehre erweisen.

Zweitausend maurische Köpfe rollten an diesem Tag. Noch mehr! Keiner wusste genau, wie viele, und jedes Jahr wuchs die Zahl beim Erzählen der Geschichte. Geschnitzte maurische Köpfe zierten den Kreuzgang des Frauenklosters, das um die Stelle herum erbaut worden war, an der Sie erschienen war. In der Kapelle des Klosters, oberhalb der Treppe zum Altar, befand sich ein kleiner Fleck von poliertem Granit, dort hatte die Heilige Mutter den Fuß auf den Felsen gesetzt.

Jedes Jahr am 8. Dezember, dem Tag des Wunders, kamen Frauen nach Adrados. Es war ein Tag der Frauen, keiner der Männer, und die Männer trugen die Statue der Jungfrau, deren Juwelen unter dem vergoldeten Baldachin schwangen, durch das Dorf und wieder zurück zum Kloster. Anschließend gingen die Männer ins Gasthaus.

Die Nonnen hatten das Kloster vor zweihundert Jahren verlassen und Häuser in den Ebenen vorgezogen. Sie hatten nicht mit den Städten konkurrieren können, wo sich di

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen