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Sharpes Geheimnis von Cornwell, Bernard (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.05.2016
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Sharpes Geheimnis

Major Richard Sharpes Regiment befindet sich in tödlicher Gefahr. Sie geht jedoch nicht vom französischen Feind aus, sondern von den Bürokraten in Whitehall. Vergebens wartet Sharpe in Spanien auf Verstärkung für sein Regiment. Fest entschlossen, seine Männer vor dem sicheren Untergang zu bewahren, kehrt er nach England zurück, um Hilfe zu holen. Doch dort stößt er auf ein Nest hochrangiger Verräter - und sieht sich einem Kampf gegenüber, der härter sein wird als alle Schlachten, die er jemals geschlagen hat. Bernard Cornwell wurde 1944 in London geboren. Er arbeitete lange für die BBC, unter anderem in Nordirland, wo er seine Frau kennenlernte. Heute lebt er die meiste Zeit in den USA. Er ist Autor zahlreicher international erfolgreicher historischer Romane und Thriller. Die Sharpe-Serie, die er in den 80er Jahren zu schreiben begann, hat Kultstatus erreicht und wurde von der BBC mit Sean Bean in der Hauptrolle verfilmt. Weitere Informationen finden Sie auf www.bernardcornwell.net

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 431
    Erscheinungsdatum: 13.05.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732522842
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Richard Sharpe .17
    Originaltitel: Sharpe's Regiment
    Größe: 1153 kBytes
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Sharpes Geheimnis

PROLOG

S PANIEN , J UNI 1813

MacLaird, der Sergeant Major des Regiments, war ein kräftiger Mann, und der Druck seiner Finger, die Major Richard Sharpes linke Hand umklammerten, war schmerzhaft. Der sterbende Sergeant Major öffnete langsam die Augen. "Ich will nicht weinen, Sir."

"Ja."

"Niemand soll sagen, er hätte mich weinen gesehen, Sir."

Sharpe nickte.

Eine Träne rann dem Sergeant Major übers Gesicht. Sein Tschako war heruntergefallen und lag einen halben Yard von seinem Kopf entfernt.

Sharpe überließ dem Sergeant Major seine linke Hand und zog mit der Rechten behutsam den roten Uniformrock des Verwundeten auseinander.

"Vater unser, der Du bist im Himmel." Dann versagte MacLaird die Stimme. Er lag auf dem harten Kopfsteinpflaster. Einige der dunklen Pflastersteine waren mit seinem Blut befleckt. "O Jesus!"

Sharpe starrte auf den aufgerissenen Bauch des Sergeant Major. MacLairds schmutziges Hemd war in die Wunde hineingepresst worden, aus der glänzend rotes Blut quoll. Sharpe bedeckte sanft den grauenvollen Anblick mit dem Rock. Da war nichts mehr zu machen.

"Sir", die Stimme des Sergeant Major klang schwach.

"Bitte, Sir?" Sharpe war verlegen. Er wusste, was dieser harte Mann wollte, der einst gerauft und gehurt und seine Pflicht getan hatte. Sharpe sah die Entschlossenheit des starken Mannes, angesichts des Todes keine Schwäche zu zeigen, und er packte MacLairds Hand, als könne er dieser letzten Äußerung von Soldatenstolz förderlich sein.

MacLaird blickte zu dem Offizier auf. "Sir?"

"Vater unser, der Du bist im Himmel, geheiligt werde Dein Name", die Worte gingen Sharpe stockend von den Lippen. Er wusste nicht, ob er sich an das ganze Gebet würde erinnern können. "Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel also auch auf Erden." Sharpe hing keiner Glaubensrichtung an, konnte sich jedoch vorstellen, dass er im Sterben ebenfalls den Trost altbekannter Worte suchen würde. "Unser täglich Brot gib uns heute, und vergib uns unsere Schuld, wie wir vergeben unsern Schuldigern." Es waren die verfluchten Franzosen gewesen, die sich versündigt hatten. Wie lauteten die nächsten Worte? "Führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Übel, denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit, amen."

Sharpe nahm an, dass ihm alles eingefallen war, aber das war jetzt unerheblich. MacLaird war tot, gestorben an einem bajonettgroßen Steinsplitter, der sich beim Einschlag einer französischen Kanonenkugel von einem Felsbrocken gelöst hatte. Das Blut hatte aufgehört zu fließen, und an MacLairds Hals war kein Pulsschlag zu ertasten.

Sharpe bog ihm langsam die Finger auf. Er legte die Hand auf die Brust des Toten, wischte ihm die Tränen vom Gesicht und stand auf. "Captain Thomas?"

"Sir?"

"Der Sergeant Major ist tot. Lassen Sie ihn begraben. Captain d'Alembord!"

"Sir?"

"Die Feldposten sollen fünfzig Yards weiter hügelaufwärts vorrücken. Wir halten hier, verdammt noch mal, kein Manöver ab! Bewegung!" Die Posten waren genau richtig platziert, das wusste jeder, aber Sharpe machte seinem Ärger Luft.

Der Boden war durchnässt vom nächtlichen Regen. Auf dem Pfad hatten sich Pfützen gebildet. Einige waren mit Blut verfärbt. Links von Sharpe, hügelabwärts, hackte ein Arbeitstrupp den dürren Boden auf, um dort Gräber auszuheben. Zehn Leichen, ohne Röcke und Stiefel, die zu wertvoll waren, um mit begraben zu werden, warteten neben der flachen Grube.

"Lieutenant Andrews!"

"Sir?"

"Zwei Sergeants! Zwanzig Mann! Steine sammeln!"

"Steine, Sir?"

"Keine Fragen!" Sharpe wirbelte herum und wiederholte barsch den Befehl. In dieser Stimmung wäre es töricht gewesen, den großen dunkelhaarigen Offizier zu erzürnen, der aus den Mannschaften aufgestiegen war.

Sharpe ging zu der Stelle zwischen den großen Felsen, wo die Verwundeten g

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