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Sharpes Gold von Cornwell, Bernard (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.07.2012
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Sharpes Gold

Spanien, August 1810. Sharpe erhält den Auftrag, einen Schatz aufzuspüren, der hinter den feindlichen Linien verborgen liegt. Das Gold soll den britischen Truppen in Portugal zugutekommen, die kurz vor der Niederlage stehen. Doch ein gefürchteter Partisanenführer stellt sich ihm in den Weg. Damit hat Sharpe einen neuen Todfeind, nicht nur auf dem Schlachtfeld, sondern auch im Kampf um die Gunst einer schönen Frau.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 20.07.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838715490
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Richard Sharpe Bd.9
    Originaltitel: Sharpe's Gold
    Größe: 1797 kBytes
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Sharpes Gold

KAPITEL 1

Der Krieg war verloren – noch nicht zu Ende, aber verloren. Alle wussten es, von den Divisionsgenerälen bis zu den Dirnen Lissabons: dass die Briten in die Falle gegangen und eingemacht worden waren, bereit für den Kochtopf. Ganz Europa wartete darauf, dass der Meisterkoch Bonaparte die Berge überqueren und persönlich letzte Hand an den Braten legen würde.

Dann fügte sich Schimpf zur bevorstehenden Schande. Wie es schien, war das kleine britische Heer der Aufmerksamkeit des großen Bonaparte nicht wert. Der Krieg war verloren.

Spanien war besiegt. Die letzten spanischen Armeen waren aufgerieben, auf dem Scheiterhaufen der Geschichte gelandet. Übrig blieben nur der befestigte Hafen von Cádiz und die Bauern, die die "Guerilla" ausfochten, den "kleinen Krieg". Sie kämpften mit spanischen Messern und britischen Gewehren, mit Hinterhalten und Terroranschlägen, bis die französischen Truppen das spanische Volk hassen und fürchten lernten. Aber der kleine Krieg war nicht der wahre Krieg, und der, darin war man sich einig, war verloren.

Captain Richard Sharpe, vormals Angehöriger der 95th Rifles Seiner Majestät, nun Offizier der Leichten Kompanie des South Essex Regiments, hielt den Krieg nicht für verloren, war jedoch trotzdem übel gelaunt, verdrießlich und reizbar. Der Regen, der seit Tagesanbruch gefallen war, hatte die staubige Straßendecke in glitschigen Schlamm verwandelt und seine Schützenuniform unangenehm klamm werden lassen. Er hatte sich abgesondert und marschierte schweigend dahin, dem Geschwätz seiner Männer lauschend. Lieutenant Robert Knowles und Sergeant Patrick Harper, die sich normalerweise zu ihm gesellt hätten, ließen ihn in Ruhe. Lieutenant Knowles hatte sich zu einer Bemerkung über Sharpes Laune hinreißen lassen, doch der hünenhafte irische Sergeant hatte den Kopf geschüttelt.

"Keine Chance, ihn aufzumuntern, Sir. Es gefällt ihm, mieser Laune zu sein, wahrhaftig. Wie ich den Bastard kenne, wird er von allein darüber hinwegkommen."

Knowles zuckte mit den Schultern. Er fand es ganz und gar unpassend, dass ein Sergeant einen Captain mit "Bastard" betitelte, aber es hatte keinen Sinn, sich dagegen zu verwahren. Der Sergeant würde nur unschuldig dreinblicken und Knowles wahrheitsgemäß versichern, dass die Eltern des Captains nicht verheiratet gewesen seien. Obendrein hatte Patrick Harper jahrelang an Sharpes Seite gekämpft und eine Freundschaft zu dem Captain aufgebaut, um die Knowles ihn richtiggehend beneidete. Knowles hatte Monate gebraucht, diese Freundschaft zu verstehen. Sie gründete sich nicht, wie viele Offiziere annahmen, auf die Tatsache, dass Sharpe früher einmal als einfacher Soldat in Reih und Glied marschiert war und gekämpft hatte und deshalb nun, nachdem ihm die Ehre zuteil geworden war, der Offiziersmesse angehören zu dürfen, weiterhin die Gesellschaft der Mannschaften suchte.

"Einmal ein Bauer, immer ein Bauer", hatte ein Offizier gespöttelt. Sharpe hatte es gehört und den Mann angesehen, und Knowles hatte erlebt, wie unter diesem frostigen, herausfordernden Blick dem anderen die Angst kam. Außerdem verbrachten Sharpe und Harper nicht etwa ihre Freizeit miteinander. Ihr Rangunterschied machte es unmöglich. Dennoch erkannte Knowles hinter aller Förmlichkeit die Freundschaft. Beide waren sie hochgewachsene Männer, der Ire noch dazu bärenstark, und beide vertrauten sie auf ihre Fähigkeiten.

Knowles konnte sich keinen von ihnen ohne Uniform vorstellen. Sie waren für ihr Gewerbe wie geschaffen, und ausgerechnet in der Schlacht, wenn die meisten Männer ängstlich auf ihr eigenes Überleben bedacht waren, he

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