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Sie dürfen die Braut jetzt verlassen Roman von Madsen, Cindi (eBook)

  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Sie dürfen die Braut jetzt verlassen

Eine charmante Anti-Liebeskummergeschichte mit Happy End-Garantie! Dakota Hallifax, 30, führt in Las Vegas ein erfolgreiches Wedding-Planner-Unternehmen. Da ist es natürlich mehr als blöd, dass ihre eigene Traumhochzeit platzt, weil ihr Bräutigam kalte Füße bekommt und in der Versenkung verschwindet. Dakota ist am Boden zerstört - wie soll sie sich fortan über die Liebesschwüre anderer freuen, wo sie sich mit Herzschmerz herumplagen muss? Unerwartet taucht ihr Kindheitsfreund Brendan West in ihrem Leben auf. Ist er vielleicht der Schlüssel zu Dakotas Glück? Cindi Madsen sitzt, wann immer es geht, vor ihrem Computer, brütet über ihren Geschichten, und erweckt ihre Figuren zum Leben. Sie hat viel zu viele Schuhe, findet aber immer wieder einen trifftigen Grund, sich ein neues Paar zuzulegen - vor allem, wenn es glitzernd, bunt oder richtig hoch ist. Mit ihrem Mann und ihren drei Kindern lebt die Autorin in Colorado.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 368
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641161781
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Ready To Wed
    Größe: 722 kBytes
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Sie dürfen die Braut jetzt verlassen

1

Die geschwungenen roten Buchstaben an meiner Bürotür schienen mich an diesem Morgen zu verspotten. "Ja, ich will!" verkündeten sie - und auf beiden Seiten klebten passende Vinylherzen. Am liebsten hätte ich die Scheibe eingeschlagen und zugesehen, wie die Wörter und Herzen auf dem Boden zersplitterten. Vielleicht wäre ich sogar froh, wenn mir die Glasscherben in die Knöchel stachen, einfach nur, damit mich etwas von dem hohlen Schmerz in meinem Herzen ablenkte.

Aber das war vermutlich eine blöde Idee.

Irgendwann musste ich wieder in mein Büro, und da sich für den nächsten Tag schon früh eine Kundin angekündigt hatte, blieb mir nur heute, um das ohne Publikum zu tun. Schließlich wollte ich nicht während des Beratungsgesprächs beim Anblick von Hochzeitsutensilien losheulen. Bräuten stand es zu, in diesem Büro zusammenzubrechen, aber mir war während der vergangenen zwei Wochen jeden Tag aufs Neue bewusst geworden, dass ich nicht zu diesem Kreis zählte.

Ich ging hinein und ließ den großen Stapel Post auf den Schreibtisch fallen. Jede Menge Briefumschläge in allen Schattierungen von Weiß, Beige und Rosa, die zweifellos Glückwünsche zur Hochzeit enthielten.

Ich riss einen der Umschläge auf und zog die Karte heraus. Ein Gutschein von Bed, Bath & Beyond für Bettwäsche, Handtücher oder Ähnliches. Der nächste Umschlag enthielt eine Hundert-Dollar-Note und der dritte die Urkunde für eine Spende in Grants und meinem Namen zur Rettung der Robben. Ich musste mir etwas einfallen lassen, um alles zurückzuschicken - na ja, bis auf das Geschenk zur Rettung der Robben. In den sauren Apfel würden die edlen Spender beißen müssen, denn ich hatte nicht vor, die Robben mein Problem ausbaden zu lassen. Aber der Rest musste zurück an die Absender. Gab es eigentlich Karten mit dem Aufdruck "Danke für die guten Wünsche - aber ich bin immer noch Single"?

Und das hier war nur die Spitze des Gratulanten-Eisbergs. Die meisten aus Grants und meiner Familie sowie die Freunde würden ihre Karten und Geschenke zu uns nach Hause geschickt haben. Auch um die musste ich mich kümmern. Meine Lunge fühlte sich an, als würde sie jeden Moment kollabieren. Ich schob den Kartenstapel weg, war zu deprimiert, um mich jetzt damit zu beschäftigen. Die Ausgabe vom Las Vegas Beacon lag ganz unten im Stapel. Und weil ich offensichtlich ein Masochist bin, schlug ich meine Kolumne auf.

Meine Kolumne mit Hochzeitstipps Der perfekte Start ins Eheglück , gab mir das Gefühl, eine schlimmere Schwindlerin zu sein als die knapp zwei Meter große Drag Queen, die als Mariah Carey auftrat. Verstehen Sie mich nicht falsch, der Kerl kann singen - er trifft sogar diese hohen Töne, die Scheiben zerspringen lassen - aber er war einfach nicht so gut wie Mariah.

Ich war die Hochzeitsplanerin, die alles möglich machte, welche Hindernisse auch immer der perfekten Hochzeit im Weg standen. Wenn die Leute mich früher fragten, wie ich das hinbekam, warf ich mit hübsch klingenden Phrasen um mich wie: Aufmerksamkeit fürs Detail oder perfekte Organisation . Aber mittlerweile habe ich keine Angst mehr, es zuzugeben. Der wahre Grund ist, dass ich ein Kontrollfreak bin. Ich liebe es, Tabellen und Listen zu erstellen und einen Punkt nach dem anderen abzuhaken. Wenn der große Moment dann gekommen ist und sich alles so zusammenfügt, wie ich es geplant habe, jagt eine Welle der Befriedigung durch meine Adern. Ich mag sogar die Herausforderung, wenn im letzten Moment Probleme auftauchen. Außerdem fühle ich mich wie die gute Fee, die die Hochzeitsträume von Paaren wahr werden lässt - abgesehen davon, dass ich sehr viel jünger und besser angezogen bin als die typische Fee.

Las Vegas steht fürs Heiraten, aber einige Leute, die hier leben, wollen nicht kurz entschlossen in einer der kleinen Hochzeitskapellen getraut werd

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