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Sitz, Platz, Plätzchen Liebesroman von Noblin, Annie England (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.10.2018
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
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Sitz, Platz, Plätzchen

Übergewichtig, niedergeschlagen und nicht mehr der Jüngste - Brydies neuer Mitbewohner, der Mops Teddy Roosevelt, bringt ihr Leben ganz schön durcheinander. Als würden eine anstrengende Scheidung und ein plötzlicher Umzug nicht schon genügen. Doch dann hat Brydie eine Idee: Warum nicht ihre Backkünste mit ihrem neu erworbenen Wissen über Hunde kombinieren und ein Café für Hund und Herrchen eröffnen? Sie will ganz neu anfangen und sich vielleicht sogar irgendwann noch einmal verlieben ...

Annie England Noblins Geschichte über Neuanfang ist voller farbenfroher Helden und dabei gleichzeitig unbeschwert und lebensbejahend. Die Leser erwartet ein absolut süßer Genuss! - USA Today

Wer dieses Buch verschlungen hat, wird unbedingt noch mehr von Annie lesen wollen. - Library Journal

Annie England Noblin lebt mit ihrem Sohn, ihrem Ehemann und drei Hunden in Missouri. Sie hat ihren Master in kreativem Schreiben an der Missouri State University gemacht und unterrichtet inzwischen Englisch und Kommunikationswissenschaften. In ihrer Freizeit spielt sie gern Rollenspiele, kümmert sich um streunende Katzen und unterstützt ehrenamtlich Tierheime, die Straßenhunden ein neues Zuhause geben.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 01.10.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955768539
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Originaltitel: Pupcakes
    Größe: 2684 kBytes
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Sitz, Platz, Plätzchen

5. KAPITEL

B RYDIE STAND VOR der Seniorenresidenz von Germantown. Das große schöne Gebäude mit den weißen Säulen und den gepflegten Backsteinmauern wirkte überhaupt nicht wie ein Altenheim. Es sah auch völlig anders aus als das Heim in Piggott in Arkansas, in das ihre Großeltern damals gekommen waren. Diese Einrichtung hier wirkte eher wie eine hochherrschaftliche Villa, und auch mit der Grünanlage, die sich um den Gebäudekomplex zog, hatte man sich offenbar größte Mühe gegeben. Überall auf dem Gelände lachten und plauderten Pfleger in blütenweißen Kitteln mit älteren Menschen, als seien sie auf einer Party.

Brydie war mehr als erstaunt. Sie hatte ein düsteres, miefiges Altenheim erwartet. Doch als sie jetzt mit Teddy den Eingangssaal betrat, stieg ihr der Duft von süßlich-sattem Mahagoni und einem unbekannten Gewürz in die Nase. Das ist das echte Germantown, sagte sie sich, während sie den Hund auf den Marmorfliesen absetzte, Reiche lebten nun mal nicht in den hintersten Löchern.

Die Frau hinter dem Empfangstresen lächelte sie an. "Guten Tag. Wie kann ich Ihnen helfen?"

"Ich möchte ..." Brydie stockte. "Ich möchte zu Mrs. Pauline Neumann."

Die Frau runzelte die Stirn. "Sind Sie eine Verwandte?"

"Nein", sagte Brydie. "Ich wohne in ihrem Haus und habe ihren Mops."

Die Frau sah sie immer noch fragend an.

"Ich meine ...", beeilte sich Brydie zu sagen, "ich passe auf ihr Haus auf, und ich soll ihren Hund einmal die Woche zu Besuch bringen. So ist das vereinbart."

"Einen Moment, bitte. Ich muss erst in meiner Liste nachsehen." Die Frau schien noch nicht überzeugt. "Und ich bräuchte Ihren Ausweis, bitte."

Brydie kramte den Führerschein aus ihrer Handtasche hervor. Die Frau sah ihr ins Gesicht, dann verschwand sie in dem Büro hinter dem Empfangstresen. Brydie umklammerte Teddys Leine. Ob die Frau dachte, sie würde etwas im Schilde führen? Oder dass sie Lügen erzählte? Schließlich war ihr selbst nicht ganz klar, warum man ein Seniorenheim besuchen sollte, wenn man nicht unbedingt hinmusste. Allerdings war dies das schönste Heim, das sie je zu Gesicht bekommen hatte. Vielleicht versuchten die Leute ja andauernd, sich hier reinzumogeln und Bewohner zu besuchen, die sie gar nicht kannten.

Während Brydie den Hund ansah, der sich auf dem Boden lang ausgestreckt hatte, beschlich sie das Gefühl, beobachtet zu werden. Wahrscheinlich die Empfangsdame, die ihr gleich den Zutritt verweigern würde. Sie wandte sich um und wollte gerade etwas sagen, als sie in ein bekanntes Gesicht sah und verstummte.

Nathan.

Der Mann aus dem Hundepark.

Er stand vor ihr, und auf seinem Gesicht spiegelten sich zugleich Erstaunen und Freude über das Wiedersehen. Er verschränkte die Arme vor dem Karo-Hemd. Nach einer kleinen Ewigkeit sagte er: "Hier hätte ich Sie beide nun wirklich nicht vermutet."

Brydies Wangen wurden heiß. "Ich will nur jemanden besuchen", sagte sie rasch, weil das das Einzige war, was ihr einfiel. Herrje, es gab doch gar keinen Grund, peinlich berührt zu sein! Er war hier fehl am Platz!

Nathan sah sie über den Rand seiner Drahtgestellbrille hinweg an. Er wirkte elegant und gepflegt, abgesehen von den ungebändigten Locken, die ihm offen in die Stirn fielen, fast bis zu den Augenlidern. Einen Moment lang schien er verwirrt, dann erhellte sich sein Gesicht. "Ich weiß, wen Sie besuchen wollen!" Und mehr zu sich selbst sagte er: "Dass ich da nicht früher drauf gekommen bin!"

"Worauf?", fragte Brydie. "Besuchen Sie auch jemanden?"

Mittlerweile war die Empfangsdame zurückgekehrt. Sie beobachtete die beiden eine Weile und unterbrach sie dann. "Ms. Benson", sagte sie mit einem Blick auf Brydies Führerschein, "ich würde Sie jetzt zu Mrs. Neumann bringen."

"Sparen Sie sich die Mühe, Sylvia", sagte Nathan und winkte ab. "Ich werd' sie auf der Visite dort hinbringen."

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