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Skandal um Lady Amelie von Landon, Juliet (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.04.2015
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Skandal um Lady Amelie

Um einem Skandal zu entkommen, flieht die schöne junge Lady Amelie aus London und zieht nach Richmond. Hier, in dem hübschen Städtchen an der Themse, begegnet sie dem Mann wieder, den sie für einen arroganten Aristokraten hält: Nicholas Elyot. Doch der elegante Lord ist gar nicht so, wie sie dachte! Das wird ihr klar, als er sie spontan beschützt, um einen weiteren Skandal zu vermeiden. Er verlobt sich sogar mit ihr, und in Amelie erwachen zärtliche Gefühle. Aber was empfindet er für sie? Nichts, muss sie leider vermuten. Denn er verlässt Richmond ohne ein einziges Wort des Abschieds...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 01.04.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733764746
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 682 kBytes
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Skandal um Lady Amelie

2. KAPITEL

Bis zum Frühstück hatte Lord Elyots Überraschung sich ein wenig gelegt, und in seinem Kopf begann sich ein Plan zu formen, wie nun am besten vorzugehen wäre, da, wie er fand, die Instruktionen seines Vaters einer kleinen Korrektur bedurften. Eine Weile hörte man nur das leise Rascheln der Zeitungsblätter und gedämpftes Besteckklappern. Schließlich schob Lord Elyot seinen Teller fort, lehnte sich zurück und legte seinem Bruder dar, wie er sich den Verlauf des heutigen Tages dachte, wobei seine Vorschläge nicht die erwartete Billigung fanden.

"Nick", sagte Lord Seton vorwurfsvoll, "wenn ich gewusst hätte, dass du mich heim nach Richmond schleppst, damit ich Kinderfrau für ein grünes Dingelchen spiele, hätte ich dir was gehustet. Du weißt, ich tue alles für dich, aber das ist doch wirklich Blödsinn!" Mit unnötigem Nachdruck legte er seine weiße Damastserviette nieder und lehnte sich, immer noch kauend, zurück. "Verdammt! Das Mädchen ist gerade aus dem Schulzimmer entlassen."

"Das ist kein Blödsinn", erwiderte Lord Elyot, "ich meine es ernst. Schließlich sollst du die junge Miss ja nicht heiraten! Du sollst sie ein wenig amüsieren, während ich ..."

"Während du dich mit Lady Chester amüsierst. Vielen Dank, aber ich habe eine bessere Idee. Du nimmst die Kleine mit dem Rüschenkleidchen und ich den strahlenden Diamanten. Wie klingt das?"

"Zwei Gründe sprechen für meine Version. Erstens bist du nicht ihr Typ, und zweitens reicht deine Zeit nicht dafür.

Vergiss nicht, in Kürze wirst du dich den Truppen Seiner

Majestät anschließen."

"Ich bin nicht ihr Typ? Aber du schon, was?"

"Ja!", war die entschiedene Antwort.

Zögerlich gestand Lord Seton sich ein, dass, wenn überhaupt ein Mann bei Lady Chester Erfolg hätte, dieser Mann sein älterer Bruder war, denn von dessen dunklem, grüblerischem Typ würde sich höchstens ein Eisblock unbeeindruckt zeigen; nicht zu vergessen, dass Nick jeder Frau das Gefühl vermittelte, sie sei die Einzige, der sein Interesse galt. Und was die Zeit anging, hatte Nick auch damit recht. Die Dame war ihm höflich begegnet, doch gewiss nicht überschwänglich. Von heute auf morgen wäre sie nicht zu erobern. "Und was bekomme ich dafür?"

Lord Elyot hatte sein Frühstück wiederaufgenommen, und seine gequälte Miene bezog sich nicht nur auf die Geschäftstüchtigkeit seines Bruders, sondern auch auf die klebrige Beschaffenheit des Marmeladentoasts, den er eben verzehrte. "Hör mal, ich tue dir einen Gefallen, Schwachkopf", erklärte er. "Das Mädchen ist ein keckes Ding, kein Dummchen. Hat hübsche Augen; noch ist sie ein Rohdiamant, aber es müsste dir ein Vergnügen sein, ihr ein wenig Schliff zu verpassen. Bestimmt hätte sie nichts dagegen. Glaub mir, bis die Saison vorbei ist, ist sie ein Knaller, dann kannst du sie einem anderen überlassen. Du siehst, keine Verpflichtungen! Was willst du mehr, Junge?"

"Ein paar Gäule! Als Offizier brauche ich zwei oder drei ordentliche Pferdchen."

"Was ist mit deinem Monatswechsel?"

"Das weißt du doch. Hätte ich mich sonst von dir überreden lassen, mich zur Erholung aufs Land zurückzuziehen?"

"Gut denn. Vier Pferde für deine Hilfe."

"Für meine ungeteilte, großzügige, umfassende Hilfe. Sehen wir sie uns gleich an."

"Die Damen werden wir uns ansehen. Heute Vormittag noch. Wir nehmen meinen neuen Phaeton, und du darfst ihn lenken." Zufrieden lehnte Lord Elyot sich zurück.

"Nur eins noch, Nick." Rayne grinste. "Woher weißt du, dass da nicht irgendwo ein Ehemann lauert?"

"Hab mich erkundigt."

"Du verschwendest wirklich keine Zeit, was? Und was ist mit Vaters dringlicher Angelegenheit? Was hat die damit zu tun?"

"Ist in Arbeit, doch ich muss dich bitten, das absolut für dich zu behalten. Ein Wort ins falsche Ohr, und das Täubchen fliegt uns davon."

Das Täubchen, auf das sich Lord Elyot bezog, flog gerade mit forscher Geschwindigkei

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