text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Sklavenherz von Cosette (eBook)

  • Verlag: SALAX
eBook (ePUB)
3,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Sklavenherz

Cosette selbst bezeichnet ihr achtes SM-Buch als ihr bisher bes-tes, denn die Geschichten sind noch kraftvoller, ausgefallener, abwechslungsreicher und geiler als bisher. Die Erfolgsautorin beschreibt mit geschickten Worten kleine und große Ungeheuerlichkeiten und macht sie dadurch zu einem intensiven lustvollen Erlebnis für ihre Figuren ... und für ihre Leser.

Cosette schreibt über Sex, direkt und unverblümt. Sie bringt es auf den Punkt, mag es auch gerne ein wenig obszön und regt das Kopfkino ihrer Leser gewaltig an. Mit einer Ausnahme, nämlich 'Lust', schreibt sie über BDSM.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 160
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783866086265
    Verlag: SALAX
    Serie: Anti-Pop
    Größe: 803 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Sklavenherz

Ficky

Das Hotelzimmer war klein und spartanisch eingerichtet - ein Doppelbett, weiße Bettwäsche, an der gegenüberliegenden Seite ein einfacher Holztisch mit zwei Stühlen -, doch die Atmosphäre war behaglich. Und erregend. Der schwere braune Vorhang war vorgezogen. Nur an den Seiten fielen einige Sonnenstrahlen in den Raum hinein. Staubkörner schwebten in diesen Strahlen, wie früher in Omas Wohnzimmer, als ich an sonnigen Wintertagen vor der Heizung kauerte und ihr beim Stricken zusah, bis mir die Augen zufielen. Weil das jedes Mal geschah, hatte sie vorsorglich eine Wolldecke auf den Boden gelegt.

Damals war ich sieben Jahre alt gewesen. Heute, vierzehn Jahre später, beruhigte mich das milde Licht, weil es heimelige Erinnerungen weckte, aber noch immer waren meine Hände schweißnass. Mein Höschen war es ebenfalls.

Ich hätte heute Vormittag in der Boutique stehen und alten Damen hässliche Blusen aufschwatzen sollen. Stattdessen hatte ich mich krank gemeldet, einfach so, spontan, heute Morgen. Wie hätte ich auch arbeiten gehen können? Ich hatte in der Mittagspause eine Verabredung, die mein Leben verändern würde. Das klingt klischeehaft, aufgesetzt, dramatisch. Meinen Sie? Nun, das trifft es genau!

Mit meinen einundzwanzig Jahren war ich keine Jungfrau mehr. Ich hatte Liebe gemacht, mehr als einmal. Aber es hatte mich nie wirklich befriedigt. Doch, doch, ich hatte Orgasmen gehabt, allerdings waren sie nicht bis in meine Seele gedrungen.

Ich sehnte mich mit jeder Faser meines Körpers danach, an den Abgrund gedrängt, gequält und gedemütigt zu werden, so sehr, dass ich innerlich brannte. In den letzten drei Jahren hatte ich meinen Geburtstag nicht mehr feiern wollen, weil er mich nur traurig stimmte. Wieder ein Jahr ohne mich einem dominanten Mann unterworfen zu haben. In drei Wochen würde ich zweiundzwanzig werden. Und ich wusste, dass die Sehnsucht mich dann endgültig verbrennen würde, wenn ich es wieder nicht getan hätte.

Unsicher drehte ich mich um. Er stand lauernd neben der Tür und gab mir Zeit, mich an die Situation zu gewöhnen. Milan nannte er sich. Es war genauso wenig sein realer Name, wie meiner Vicky war. Bei unserer ersten Begegnung im Internet war es, als wären zwei Welten aufeinander gestoßen und explodiert. Es war so viel Energie freigesetzt worden, dass wir seitdem nicht mehr voneinander ablassen konnten.

Leider traf das mit den zwei Welten zu. Milan war ein erfahrener Dominus, zwanzig Jahre älter als ich, aber viel attraktiver als ein Mann meines Alters, denn er besaß alles, was ich begehrte: natürliche Autorität, selbstbewusstes Auftreten und die Geduld, sich mit einer Anfängerin wie mir abzumühen.

Er musste seine Mittagspause für dieses Treffen geopfert haben, denn er trug einen grauen Anzug. Seine Krawatte hatte er sofort ausgezogen, als er hinter mir das Zimmer betreten hatte. Nun entledigte er sich seines Jacketts und hängte es über den Stuhl.

Stimmen von außerhalb drangen in den Raum. Das Hotel befand sich mitten in der Einkaufspassage. Ein Stockwerk tiefer liefen unzählige Menschen herum, die keine Ahnung davon hatten, dass in diesem Zimmer Perversionen ausgelebt werden würden.

Das da draußen waren Menschen, die Liebe machten - ich jedoch wollte schonungslos gevögelt werden.

Mein nervöser Blick fiel auf die Sporttasche, die neben dem Eingang stand. Sie gehörte auf keinen Fall zu Milans Bürooutfit. Er hatte sie für mich mitgebracht. Geschenke, die mich zum Schreien bringen würden, zum Jammern, zum Weinen. Ich gierte nach meinen eigenen, heißen Tränen.

"Zieh dich aus!", befahl er mit ruhigem Ton und verschränkte die Arme vor der Brust.

Ich hatte nicht viel an, denn draußen flirrte die Hitze auf dem Asphalt. Im Hotelzimmer war es angenehm warm, weil der Vorhang die Sonne abhielt. Genauso wie die neugierigen Blicke, den Alltag und sogar die junge Frau, die ich in Wirklichkeit war. Ich hatte sie

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen