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Solange es Schmetterlinge gibt Roman von Münzer, Hanni (eBook)

  • Verlag: Eisele eBooks
eBook (ePUB)

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Solange es Schmetterlinge gibt

Es ist leicht, in der Sonne zu tanzen. Es im Regen zu tun – das ist die Kunst.

Nach einem Schicksalsschlag hat sich Penelope weitgehend von der Außenwelt zurückgezogen. Dass Glück und Liebe noch einmal in ihr Leben zurückkehren, wagt sie nicht mehr für möglich zu halten. Doch dann lernt sie die über achtzigjährige Trudi Siebenbürgen kennen – eine faszinierende Frau mit einer geheimnisvollen Vergangenheit. Auch ihr neuer Nachbar Jason spielt seine ganz eigene Rolle auf Penelopes neuem Weg. Und langsam lernt Penelope, dass die Welt voller Wunder ist, für den, der sie sieht.

"Herzschmerz pur!" GONG

"Ein wortwörtlich "liebevoller" Roman, der uns Gänsehaut beschert und Herzen heilt, eine starke Geschichte samt zauberhafter Charaktere, die wir auch nach dem Ende kaum gehen lassen wollen!" Karla Paul, ARD Büffet

"Ein Buch wie eine beste Freundin. Wunderbar geschrieben, kraftvoll und mit viel Seele und Herz." Für Sie

Hanni Münzer ist eine der erfolgreichsten Autorinnen Deutschlands. Mit ihrer 'Seelenfischer'-Reihe und der 'Honigtot'-Saga erreichte sie ein Millionenpublikum. Auslandsrechte von 'Honigtot' sind in zahlreiche Länder verkauft, eine Verfilmung als Mehrteiler ist in Planung. Auch ihr neuester Roman 'Solange es Schmetterlinge gibt' eroberte die Bestsellerlisten. Nach Stationen in Seattle, Stuttgart und Rom lebt Hanni Münzer heute mit ihrem Mann in Oberbayern.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961615049
    Verlag: Eisele eBooks
    Größe: 1701kBytes
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Solange es Schmetterlinge gibt

KAPITEL 1

MÜNCHEN/IM MAI 2012

P enelope fuhr im Bett auf. Sieben Tage die Woche geschah dies mit der Präzision einer Atomuhr, und zwar exakt wenige Sekunden bevor ihr Wecker auf sechs Uhr sprang. Es verschaffte ihr immer wieder eine kuriose Genugtuung, dem Klingeln zuvorzukommen. Sie brauchte diese kleinen Siege des Alltags. Doch nur an sechs Tagen, von Montag bis Samstag, musste sie um diese Zeit auch aufstehen.

Der Augenblick, wenn sie begriff, dass Sonntag war und sie zurücksinken und sich noch einmal in ihre weiche Decke kuscheln konnte, hatte nichts von seinem Reiz verloren.

Sonntag war für sie der angenehmste Tag der Woche, der Morgen gehörte nur ihr.

Und dies seit mittlerweile fünf Jahren, sieben Monaten und elf Tagen. So lange war es her, dass sie ihren Mann David verlassen hatte und allein lebte.

Jedenfalls so gut wie allein. Penelope teilte ihre kleine Wohnung mit einem Kater, der die Faulheit zur Kunstform erhoben, sie quasi zu seinem einzigen Lebenszweck erkoren hatte.

Wie jeden Morgen lag er zu ihren Füßen und schnarchte selig vor sich hin. Für Giacomo war die ganze Woche über Wochenende. Und obgleich er das faulste und eigensinnigste Tier unter der Sonne war, sich viel lieber in Penelopes Pflanzen erleichterte, als das Katzenklo zu benutzen, ihr die Haare vom Kopf fraß und die Tapete von der Wand kratzte - der Sisalbaum in ihrem Wohnzimmer erstrahlte so jungfräulich wie am Tag des Erwerbs -, hing Penelope mit ihrem ganzen Herzen an ihm.

Nach einigen Anlaufschwierigkeiten hatte sie das Geheimnis eines erstklassigen Zusammenlebens von Katzenhalter und Katze herausgefunden: Sie hatte sich Giacomos Bedürfnissen angepasst.

Darüber hinaus war Giacomo das Sinnbild ihrer Emanzipation: Sie hatte ihn aus dem letzten gemeinsamen Urlaub mit ihrem Mann aus Italien mitgebracht. David hatte das flohverseuchte und überdies an schlechten Zähnen leidende Tier damals zurücklassen wollen, das sich vom ersten Tag an hartnäckig an Penelopes Fersen geheftet hatte, als wisse es genau, dass Penelope es war, die das Tier brauchte, und nicht umgekehrt.

Eine Woche nach der Rückkehr aus Positano hatte Penelope ihren Mann verlassen. Sie hatte es endgültig sattgehabt, von ihm bevormundet zu werden, sich von ihm vorschreiben zu lassen, wie sie ihr Leben zu leben hatte.

Das war nicht immer so gewesen. Es hatte einmal eine Zeit gegeben, da sie und David sehr glücklich zusammen gewesen waren. Sie kannten sich seit der Schulzeit, David war ihre erste große Liebe, er wurde ihr erster Mann, und sie hatten sehr jung geheiratet.

Sie hatten beide Lehramt studiert: Penelope Deutsch und Geschichte, David Mathematik und Physik.

Doch anders als sie ging David nicht im Unterricht auf, es fehlte ihm etwas, etwas, das er 'Herausforderung' nannte. Nach einem Jahr hatte er seine Lehrtätigkeit gekündigt und bei einer Großbank angeheuert. Dort hatte er mit seiner Begabung für Zahlen und Analytik eine Blitzkarriere hingelegt und war innerhalb weniger Jahre zu einem international gefragten Anlageberater aufgestiegen und verdiente nicht selten sechsstellige Provisionen.

Während David Erfolg und Karriere genoss und das Geld in Luxusgüter und Immobilien investierte, ein Haus mit Pool in Bogenhausen und ein Anwesen in St. Tropez, fand Penelope keinen Gefallen an ihrem neuen Reichtum. Sie hatte eine andere Vorstellung vom Glück, und ihre und Davids Lebenspläne drifteten unmerklich in einer kaum wahrnehmbaren Thermik auseinander.

Davids Ablehnung gegenüber Giacomo war der berühmte Tropfen gewesen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hatte. Penelope hatte erkannt, dass David nicht mehr der war, den sie einmal in ihm gesehen hatte, und auch nie wieder sein würde.

Zwei Wochen nach ihrer Rückkehr aus Positano hatte sie ihn verlassen.

Sie hatte sich seither in ihrem neuen Leben gut eingerichtet, sie vermisst

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