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Sommer der Träume Roman von Baumann, Charlotte (eBook)

  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)
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Sommer der Träume

Sie liebte die Landschaft bereits. Ihr ging das Herz auf, wenn sie über die grünen Hügel spazierte, aufs Meer blickte und tief den Geruch einatmete, der sie umgab. Sie hatte das Gefühl, endlich wieder zu sich zu kommen, als ob die Landschaft, das milde Klima und die Symphonie von Farben und Gerüchen sie gesund machten. Michaela und ihr Mann Rolf sind glücklich verheiratet und betreiben gemeinsam erfolgreich eine kleine Gärtnerei - bis ein Unfall, bei dem Rolf ums Leben kommt, alles für immer verändert. Michaela steht vor einem Scherbenhaufen: Rolf hat ihr einen Schuldenberg hinterlassen und zu allem Übel auch noch eine Affäre gehabt. Doch als sie glaubt, alles verloren zu haben, wendet sich das Blatt: Von einer Tante erbt sie ein Haus auf Elba. Nach kurzem Zögern stürzt sich Michaela in ein neues Leben - doch bald ahnt sie, dass sie sich nicht nur in die Schönheit der Insel verlieben wird ... Die Geschichte eines Neuanfangs; denn für alles im Leben gibt es eine Zeit - eine Zeit zum Trauern, eine Zeit zum Lieben ... Jetzt als eBook: 'Sommer der Träume' von Charlotte Baumann. dotbooks - der eBook-Verlag. Charlotte Baumann ist das Pseudonym der Autorin und Übersetzerin Maria Linke. Die Mutter von zwei Kindern und stolze Großmutter eines Enkels lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Köln. Bei dotbooks veröffentlicht Charlotte Baumann: 'Sommer der Träume''Am Ende jenes Sommers''Im Herzen bei dir'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 258
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955205423
    Verlag: dotbooks
    Größe: 344 kBytes
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Sommer der Träume

Zwei

Willi, kannst du mir bitte mal helfen?" Michaela wischte sich mit dem Unterarm den Schweiß von der Stirn. Die Luft flirrte vor Hitze, und gerade heute musste sie die Lieferung für das Burgfest allein fertig machen. Die zehn Buchsbaumhochstämme waren zwar in Plastikkübel gepflanzt, aber alleine konnte sie die auf keinen Fall auf die Ladefläche des Kleintransporters hieven. Dazu waren sie viel zu schwer.

Es war eigentlich egoistisch von Rolf gewesen, dass er sich gerade dieses Wochenende frei genommen hatte, um mit seinen Kumpels vom Motorradverein eine Tour durch die Eifel zu machen. Seit Jahren schon fand traditionell am letzten Augustwochenende das Burgfest statt, und es war zwar erfreulich, dass die Gärtnerei Bartels stets den Auftrag für den Blumenschmuck bekam, aber es war natürlich auch mit viel Arbeit verbunden. Seufzend zog Michaela ihr Handy aus der Tasche ihrer Jeans. Laura hatte doch versprochen zu helfen. Wo blieb sie denn nur? Rasch tippte sie die Nummer ihrer Jüngsten ein.

"Mama!" Laura war sofort am Apparat. "Ich bin schon von der Autobahn runter. In fünf Minuten bin ich da. Ich habe im Stau gestanden. Du weißt doch, was freitagabends auf dem Kölner Ring los ist." Sie legte auf, bevor Michaela noch etwas sagen konnte. Nun, wenigstens war sie bereits unterwegs.

Laura war mit ihren vierundzwanzig Jahren das Nesthäkchen, und Michaela ertappte sich immer wieder dabei, dass sie in ihr noch das kleine Mädchen von früher sah. Dabei war sie eine schöne junge Frau, die ihre Mutter um zehn Zentimeter überragte und selbstsicher auf ihren langen Beinen durch die Weltgeschichte stolzierte. Sie studierte Betriebswirtschaftslehre und wohnte seit einem Jahr mit ihrem Freund Michael, einem jungen Anwalt, in Köln in einer gemeinsamen Wohnung.

"Lass dir doch noch ein bisschen Zeit", hätte Michaela am liebsten gesagt, als Laura letztes Jahr verkündet hatte, dass sie und Michael zusammenziehen würden, aber sie hatte sich im letzten Moment gerade noch zurückgehalten. Rolf hatte Recht: Sie war manchmal eine unmögliche Glucke. Warum sollte das Kind nicht mit seinem Freund zusammenziehen? Michaela war in ihrem Alter schon verheiratet gewesen und mit dem ersten Kind in Hoffnung. Ja, aber damals waren andere Zeiten, meldete sich eine hartnäckige kleine Stimme in ihrem Kopf. Ach, Quatsch, andere Zeiten. Ihre Mutter hatte ihr damals auch geraten, doch erst einmal ihr Leben zu genießen. Und sie hatte doch auch nicht auf sie gehört. Im Gegenteil, sie hatte es eilig gehabt, endlich mit Rolf eine eigene kleine Familie zu gründen.

Vermutlich tat sie sich nur deshalb so schwer, weil Laura ihr jüngstes und letztes Kind war. Leeres-Nest-Syndrom. Lächelnd schüttelte Michaela den Kopf. Dazu fehlte ihr doch eigentlich die Zeit.

Der gute, alte Willi, der schon bei ihrem Vater gearbeitet hatte, hatte mittlerweile wortlos die schweren Töpfe auf die Ladefläche gewuchtet.

"Willi, wirklich", schimpfte Michaela, "du sollst doch nicht alleine so schwer heben. Wenn du wieder einen Bandscheibenvorfall bekommst, ist auch keinem gedient."

"Ach was, Chefin", brummte der alte Mann. "Das ist doch nichts, so ein paar Kübel. Das mach ich doch mit links. Ich hol schon mal die Paletten mit den kleinen Sonnenblumen." Damit drehte er sich um und ging zu den Gewächshäusern. Kopfschüttelnd blickte Michaela ihm hinterher. "Mit links", wiederholte sie. Es war nicht in Ordnung, dass sie Willi außerhalb der Arbeitszeit so sehr beanspruchte. Sie würde mit Rolf ein ernstes Wort reden müssen, wenn er am Sonntagabend zurückkam. Natürlich gönnte sie ihm sein Hobby, zumal er erst letztes Jahr

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