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Sommer im kleinen Blumenladen von Oakes, Colleen (eBook)

  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
4,99 €
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Sommer im kleinen Blumenladen

Hochzeitsfloristin Elly Jordan hat ein turbulentes Jahr hinter sich: Erst durfte sie die Hochzeit ihres Exmannes mit seiner ehemaligen Affäre, wegen der sie sich getrennt hatten, ausstatten. Dann hat sie auch noch mit dem heißesten Musiker von St. Louis Schluss gemacht. Seitdem sind drei Monate vergangen und Elly ist bestens auf die kommende Hochzeitssaison vorbereitet, denn die verspricht die beste in ihrem ganzen Leben zu werden. Beruflich läuft es sogar so gut, dass sie darüber nachdenkt, noch ein edles Blumengeschäft zu eröffnen. Sie steht kurz davor, den Auftrag für die Promihochzeit des Jahres an Land zu ziehen, als ein unerwarteter Besucher in ihr Leben tritt ... eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert. Dieses Buch ist bereits in einer früheren Ausgabe unter dem Titel 'Wer nicht liebt, der nicht gewinnt' erschienen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 482
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732562794
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 1468 kBytes
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Sommer im kleinen Blumenladen

Kapitel Eins

Gegenwart

Elly Jordan war die Besitzerin des Floristikateliers Posies in Clayton, Missouri - einem wohlhabenden Vorort von St. Louis. Und gerade eben überlegte sie, ob sie womöglich ein sehr großes und teuer aussehendes Werk erotischer Kunst zerbrochen hatte. Sie schaute hinunter auf den rostigen Metallbogen, der jetzt vor ihr auf dem Boden lag, und beschrieb mit dem Fuß einen kleinen Kreis auf der dunklen Erde. Tja, so ein Mist aber auch.

Die heiße Sonne brannte Elly auf den Nacken herunter und wärmte ihr die blonden Locken, während ihr kalte Panik durch den Körper raste. Es war März, mitten am Tag, und sie befand sich im Laumeier-Skulpturenpark in St. Louis. An jedem anderen Ort wäre Elly jetzt lieber als hier gewesen. So langsam stellte sich das hier als die schlimmste Hochzeit aller Zeiten heraus. Darüber dachte Elly einen Moment nach. Definitiv nicht. Nicht mal annähernd . Es hatte entschieden schlimmere Hochzeiten gegeben. Zum Beispiel die im vergangenen Oktober, als ihr Exmann Aaron seine rothaarige Geliebte Lucia geheiratet hatte, die Frau, die Ellys Ehe zerstört hatte. Das war entschieden die schlimmste Hochzeit aller Zeiten gewesen. Diese Hochzeit hier ließ sich damit im Grunde nicht vergleichen.

Elly schaute hinunter auf das verdrehte Stück Metall auf dem Boden. Toll ist es trotzdem nicht, so viel ist mal klar . Hinter sich hörte Elly Schritte auf dem Kies und verzog vorsorglich schon einmal den Mund zu einer Grimasse. Schon hörte sie die scharfe Stimme ...

"O. Mein. GOTT. Was hast du gemacht?" Patzella, Ellys jugendliche Assistentin, kam auf sie zugeschlendert. Auf der knochigen Hüfte balancierte sie eine rosafarbene Azalee im Topf. "Wie hast du das denn wieder hingekriegt? Ist es kaputt?" Sie hielt kurz inne. Dann: "Bist du mit dem Hintern dagegen gerempelt?"

Elly ignorierte die Schnellfeuerfragen und holte tief Luft. In Gedanken versetzte sie sich an einen anderen Ort, wo sie nicht mehr mitten in einem Park neben einem zerbrochenen Kunstwerk stehen musste. Statt sich hier zu Tode zu schwitzen, war sie mit ihrem gut aussehenden Freund Keith zusammen. Vielleicht irgendwo an einem Strand. Zum Beispiel in Antigua. In Antigua gibt es doch Strände, oder? Oder ist Antigua ein Binnenstaat? Na egal, nicht so wichtig . Keith kam auf sie zu und musterte eindringlich ihr Gesicht. Seine Augen waren von einem fesselnden, tiefen Blau. Für den Bruchteil einer Sekunde ruhte seine Hand sanft auf ihrer Wange. Dann verpasste er ihr eine schallende Ohrfeige. Was? Moment mal . Wieder und wieder. Miesester Tagtraum aller Zeiten .

Elly schlug die Augen auf und sah Patzella zu sich hinunterstarren, die ihr sacht die Wange tätschelte. "Ähm, hallo? Elly, das ist jetzt wirklich nicht der Zeitpunkt, um über einen Schokoladenbrunnen zu fantasieren. Oder was auch immer du dir da gerade zurechtgesponnen hast. Wir haben hier diesen beschissenen kaputten Bogen, gefühlte Tonnen von Blumen, die noch in ihren Eimern herumhängen, und auf zwölf Uhr eine äußerst angeätzte Brautmutter im Anmarsch."

Ellys leuchtend blaue Augen sahen wieder klar. "Tut mir leid. Ich war am Strand - na schön, ist ja auch egal. Hilf mir, das Ding wieder aufzurichten."

Patzella gab einen übertriebenen Seufzer von sich, und mit vereinten Kräften packten sie den Bogen an beiden Enden. Ellys Kunden bei dieser speziellen Hochzeit waren Künstler, wahnsinnig verliebt und ohne jeden Bezug zur Realität. Sie hatten Elly vom Fleck weg engagiert und nur eine Bedingung gestellt: Sie sollte ein Kunstwerk aufstellen und in die Dekoration einbinden, das Symbol des Lebens der beiden war. Zu dem Zeitpunkt war Elly das irrsinnig romantisch erschienen. Jetzt stand sie da, hatte das Gesicht gegen eine Art Metallfaun gepresst, und ihre Hand lag um ... Ach herrje . Tja, das war

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