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Sommer im kleinen Laden des Glücks Roman von Bostwick, Marie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.07.2019
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
5,99 €
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Sommer im kleinen Laden des Glücks

Verschenkt das Glück auch zweite Chancen? Der gefühlvolle Roman "Sommer im kleinen Laden des Glücks" von Marie Bostwick jetzt als eBook bei dotbooks. Schon immer war Evelyns kleiner Quilt-Laden in New Bern, an der malerischen Ostküste der USA gelegen, ein sicherer Hafen für gebrochene Herzen. Hier will auch die junge Ivy Petermann einen Neuanfang starten: Mit ihren beiden kleinen Kindern und ihren wenigen Habseligkeiten ist sie auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Ehemann. Bei Evelyn und ihrem Quilt-Laden findet sie nicht nur Unterkunft und einen neuen Job, sondern auch Freundinnen fürs Leben - und die Hoffnung, ihre Vergangenheit für immer hinter sich lassen zu können. Doch gerade als Ivy anfängt, dem lang ersehnten Frieden zu trauen, holt ihr früheres Leben sie wieder ein ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der warmherzige Frauenroman "Sommer im kleinen Laden des Glücks" von Marie Bostwick. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Marie Bostwick lebt mit ihrer Familie in Oregon. Die amerikanische Bestseller-Autorin stieß in einem Urlaub mit ihren Freundinnen durch Zufall auf einen Schreibworkshop und entdeckte dabei ihre Liebe zum Schreiben. Wenn sie nicht an ihrem neusten Roman arbeitet, liest, kocht oder quiltet sie. Von Marie Bostwick erscheinen bei dotbooks: "Der kleine Laden des Glücks" "Sommer im kleinen Laden des Glücks"

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 350
    Erscheinungsdatum: 01.07.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961484324
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1977 kBytes
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Sommer im kleinen Laden des Glücks

Prolog

Die Beraterin ist jung, blond, hübsch und ganz offensichtlich nervös. Sie überprüft ihr Bild im Wandspiegel, als sie ins Wartezimmer tritt, rückt ihren Kragen zurecht und räuspert sich, bevor sie mir mit einem breiten, eingeübten Lächeln die Hand entgegenstreckt und mich bittet, ihr ins Büro zu folgen.

Nach einem schnellen Kuss und dem Versprechen, dass wir uns in ein paar Minuten wiedersehen, gehen Bethany und Bobby gehorsam mit einer freiwilligen Helferin ins Spielzimmer, wo sie warten werden, bis ich mit dem Aufnahmegespräch fertig bin. Ich folge der Beraterin durch einen breiten Flur mit Deckenstrahlern und einem dicken, beigen Teppich.

Was für ein eigenartiger Ort. Eher ein gehobenes Hotel als ein Frauenhaus, zumindest anders als die anderen Frauenhäuser, in denen wir bisher waren. Alles ist still, und alle Mitarbeiter sind so freundlich, als wären sie allesamt ehemalige Empfangsdamen oder Kinderbibliothekarinnen, freundlich und bewusst ruhig. Na ja, fast alle.

Als wir eine Biegung im Flur erreichen, höre ich zwei Frauen streiten, gesittet, aber hitzig. Eine der Stimmen ist angespannt und kontrolliert, sie versucht die andere, ein wenig lautere Stimme zu beruhigen, die jemandem gehört, der geübt ist darin, in einem gebieterischen Tonfall präzise formulierte Sätze hervorzubringen, die jeden Widerspruch unterbinden. Es ist die Stimme einer Frau, die es gewohnt ist, sich durchzusetzen.

"Abigail, ich bin auf Ihrer Seite. Das wissen Sie doch", sagt die erste Stimme. "Aber dies ist eine Notunterkunft, kein Einkaufsnetz. Sie können nicht einfach immer mehr Frauen wie Äpfel hineinstopfen, eine nach der anderen, und hoffen, dass alle Platz finden. Ich wünschte, wir könnten jede unterbringen, die zur Tür hereinkommt, aber das geht einfach nicht. Wir haben nur eine begrenzte Anzahl Betten."

"Aber das ist ja genau mein Anliegen. Jeden Monat kommen mehr Menschen durch diese Tür als im Monat zuvor. Es ist doch lächerlich zu glauben, dass dieser Trend sich plötzlich umkehren würde. Warum also ziert der Vorstand sich so? Nein! Unterbrechen Sie mich nicht. Sie müssen nichts sagen. Ich habe das alles schon zigmal gehört: 'Diese Dinge brauchen Zeit. Wir sollten eine Auslastungsstudie anfertigen lassen. Oder eine Umfrage durchführen. Oder einen Berater engagieren.' Blödsinn! Wir müssen nichts davon tun. Wir müssen einen Architekten anheuern und einen Bagger mieten. Am besten heute! Ich habe es satt, in diesen Versammlungen zu sitzen und mir anzuhören, wie Ted Carney davon erzählt, dass wir die Aufnahmebedingungen erschweren sollten, während der Rest des Vorstandes dasitzt, in die Luft glotzt und nichts tut! Wenn es am Geld liegt, schreibe ich noch morgen einen Scheck. Ich ..."

"Abigail", entgegnet die erste Stimme müde, "es geht nicht ums Geld. Das wissen Sie. Es ist eine Platzfrage. Wir haben einfach nicht genug ..."

Der Mut verlässt mich. Es ist immer dieselbe alte Geschichte; keiner hat Platz für uns. Damit hätte ich rechnen sollen. Jedes Frauenhaus hat mehr Anfragen als Plätze, aber alle sind so freundlich gewesen, seit wir zur Tür hereingekommen waren, dass ich tatsächlich zu hoffen gewagt hatte, dass sie vielleicht Betten für uns finden würden. Vielleicht müssten wir nur noch ein paar Tage warten. Ich fürchte mich davor, wieder im Auto zu schlafen, aber was soll ich sonst machen? Außerdem sah es so nett aus, so ruhig und sauber.

Wenn wir bleiben könnten, wenigstens ein oder zwei Wochen, dann würde ich vielleicht wieder zu Verstand kommen, um mir einen Plan zu überlegen. Damit ich nicht mehr von einer Notunterkunft zur nächsten taumeln müsste und den Kindern ein echtes Zuhause schaffen könnte - zumindest für eine Weile. Ich habe es so satt, jede Nacht woanders zu schlafen. Ich bin es leid, so verdammt müde zu sein. Aber so wie es klingt, würden sie eben doch keinen Platz für uns haben. Ich hätte es besser wissen und mir keine Hoffnung mache

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