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Sommerduft und Rosenknospen Roman von Gregorio, Roberta (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.07.2018
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)

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Sommerduft und Rosenknospen

Drei kleine Dörfer in Italien - und jede Menge Turbulenzen: 'Sommerduft und Rosenknospen' von Roberta Gregorio jetzt als eBook bei dotbooks. Im ländlichen Italien, nicht weit von Venedig entfernt, geht es traditionell zu - es gibt noch Bauernmärkte, selbst gemacht Pasta, und die Nachbarn gehen zusammen durch dick und dünn. Doch das Chaos, das man Leben nennt, schlägt auch hier zu: Paola will die alte Klosterruine von Pietragrigia in ein Jugendzentrum umbauen. Doch dann droht der Stadtschnösel Fortunato, sie zu überbieten und ein Luxushotel daraus zu machen. Das wird sie nicht zulassen! Doch ein Blick in Fortunatos blaue Augen und schon vergisst Paola alles um sich herum - fast ... Ähnliches Pech mit den Männern haben auch ihre Freundinnen Gloria und Giusy. Während die eine von einem treuen Ehemann träumt, schlägt sich die andere als Single-Mama durch und hat eigentlich keine Zeit für die Liebe ... doch sie hat einen Verehrer, der nicht so schnell aufgibt! Viel Romantik und italienisches Flair - Roberta Gregorio lässt ihre Leserinnen vom sonnigen Süden und den ganz großen Gefühlen träumen. Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Sommerduft und Rosenknospen' von Roberta Gregorio. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Roberta Gregorio, geboren 1976 in Bayern, ist staatlich geprüfte Fremdsprachenkorrespondentin. Heute lebt sie als Autorin mit ihrer Familie im tiefsten Süden Italiens, wo sie am kleinen, grünen Schreibtisch mit Blick aufs Meer ihrer Fantasie freien Lauf lässt. Bei dotbooks veröffentlicht Roberta Gregorio ihre Romane: "Italienische Küsse" "Der Sommer der Zitronenblüten" "Das kleine Restaurant des Glücks" "Im Schatten der Zitronenbäume" "Stille Nacht, Herz erwacht. Eine weihnachtliche Liebesgeschichte" Ebenso bei dotbooks erschien ihre Heiligen-Trilogie, die auch im Sammelband "Sommerduft und Rosenknospen" erhältlich ist: "Mit Liebe, Herz und Gloria" "Ein Halleluja für die Liebe" "Wie im Himmel so im Herzen"

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 16.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961482481
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1627 kBytes
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Sommerduft und Rosenknospen

Kapitel 1

Santa Rosalia blickte auf Don Giacomo herunter, der nun schon seit gefühlten Stunden vor ihr kniete und ihr im stummen Monolog die Sünden der letzten Tage aufzählte. Sie mochte den Neuen. Don Giacomo war erst seit etwas mehr als einem Jahr Priester der Gemeinde Tettirossi. Und als Rosalia den hübschen jungen Mann zum ersten Mal gesehen hatte, hatte sie innerlich gejauchzt vor Freude. Denn Don Giacomo hatte den alten Don Carmelo abgelöst. Und Don Carmelo war wirklich, wirklich langweilig gewesen. Manchmal war sogar er selbst während seiner Messen eingeschlafen. Schade nur, dass der Neue dann auch nicht für frischen Wind gesorgt hatte.

"Giacomo, mein Guter, ich finde es nicht weiter schlimm, dass du vorgestern vergessen hast, abends dein Ave Maria aufzusagen!", versuchte Rosalia ihn irgendwie telepathisch zu erreichen. Hören konnte sie ja kein Mensch. Auch Don Giacomo nicht, der unbeirrt fortfuhr.

"Warum erzählst du das eigentlich nicht mal Jesus?", fragte sie, obwohl sie wusste, dass von Don Giacomo keine Antwort zu erwarten war. Von Jesus allerdings auch nicht. Der kam nur manchmal sonntags vorbei, wenn sein voller Terminkalender das zuließ.

Also seufzte Rosalia ergeben und ließ Don Giacomos Litanei weiter über sich ergehen, bis, ja, bis sie heitere Stimmen von draußen hörte. Kinder. Sie spielten jeden Tag auf der piazzetta , die gleich an die Kirche grenzte, und brachten damit erfreuliche Abwechslung für Rosalia, die nur zu besonderen Anlässen tagsüber und sonst immer nur nachts hinausdurfte.

Aber innerhalb der Kirche durfte sie sich bewegen. Sie sprang also vom Sockel, schaute zurück auf ihre Holzstatue, die, wie sie zugeben musste, bis auf die Haare wirklich gut getroffen war, und schwebte hinauf zum Fenster. Hinausschauen war ein bisschen so wie fernsehen, nahm Rosalia an. Nur schöner. Denn was sie sah, waren Szenen aus dem wahren Leben und keine Fiktion.

Die Kinder kannte sie. Von der Taufe an. Und getauft waren sie alle. Dafür hatte Don Carmelo gesorgt. Ein paar von ihnen kamen zum Kommunionsunterricht. Brave Jungs, die es mit Gottes Hilfe sicherlich weit bringen würden im Leben. Rosalia mochte den elfjährigen Angelo besonders gern, der gerade zum dritten Mal quer über die piazza gejagt wurde. Er war ein bisschen ihr Sorgenkind. Weil Scheidungskind. Problematiken, mit denen auch Rosalia erst lernen musste umzugehen. Sie kannte sich aus mit Naturkatastrophen, Epidemien und Kriegen. Aber wie man mit den Folgen einer Scheidung umzugehen hatte, musste Rosalia noch üben. In Tettirossi hielten die Ehen genauso lang wie hartnäckiger Fußpilz. Ehemann und Ehefrau konnten sich noch sosehr hassen. Geschieden wollte in Tettirossi niemand sein. Giusy, Angelos Mutter, jedenfalls ganz bestimmt nicht. Das hatte sie Rosalia mal im Gebet erzählt. Ein tapferes Geschöpf! Oft beklagte sich Giusy nicht bei Rosalia, obwohl sie allen Grund dazu gehabt hätte. Und sie bat auch nie um etwas. Wenn, dann überhaupt nur um Gesundheit. Vor allem für Angelo.

"Du halt s Maul, Angelo!", hörte Rosalia es plötzlich draußen rufen. Sie sah genauer hin, spitzte die Ohren. Hatte Angelo Streit?

"Sagt wer?"

"Ich!" Der viel größere Klassenkamerad baute sich vor Angelo auf. Rosalia war in Alarmbereitschaft versetzt.

"Du hast mir gar nichts zu sagen!", behauptete Angelo mutig.

"Ach nein? Irgendwer muss dich doch erziehen, wenn dein Vater es schon nicht macht!"

Oh. Rosalia hielt sich erschrocken eine Hand vor den Mund. Das war aber gemein!

Ein paar Sekunden lang standen sich die beiden Jungen gegenüber, und Rosalia befürchtete schon, eingreifen zu müssen. Irgendwie.

Angelo aber überraschte sowohl Rosalia als auch den Klassenkameraden. Er ließ ihn nämlich einfach stehen und ging weg. Sie konnte noch einen kurzen Blick auf sein Gesicht erhaschen und war sich ziemlich sicher, dass sie den Ausdruck nie wieder vergessen würde.

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