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Sommerhaus zum Glück Roman von Sanders, Anne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.05.2018
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Sommerhaus zum Glück

"Anne Sanders macht uns einfach Lust auf Urlaub." Frau von Heute Wer träumt nicht von einem Haus in Cornwall? Elodie hatte bisher eigentlich andere Pläne - bis ihre Beziehung spektakulär scheitert und ihr Exfreund ihr statt ewiger Liebe Geld für einen Neuanfang bietet. Als sie auf das Inserat für ein hübsches kleines Bed & Breakfast in St. Ives stößt, räumt Elodie kurz entschlossen das Konto leer, kauft das Haus und reist nach Südengland. In dem kleinen Fischerdörfchen stürzt sie sich nicht nur in die Renovierung, sondern lernt auch die schüchterne Helen und die lebenslustige alte Dame Brandy kennen, mit denen sie bald eine tiefe Freundschaft verbindet. Gemeinsam erleben die drei Frauen einen unvergesslichen Sommer, nach dem nichts mehr so sein wird, wie es war - vor allem nicht in Elodies Herz ... Anne Sanders lebt in München und arbeitet als Autorin und Journalistin. Zu schreiben begann sie bei der "Süddeutschen Zeitung". Als Schriftstellerin veröffentlichte sie unter anderem Namen bereits erfolgreich Romane für jugendliche Leser. Die Küste Cornwalls begeisterte Anne Sanders auf einer Reise so sehr, dass sie spontan beschloss, ihren Roman "Sommer in St. Ives" dort spielen zu lassen. Dieser eroberte die Herzen der Leserinnen und wurde zum Bestseller. Auch "Mein Herz ist eine Insel" und "Sommerhaus zum Glück" waren große Erfolge.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 14.05.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641214500
    Verlag: Blanvalet
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Sommerhaus zum Glück

3. Elodie

W as soll das heißen, er ist nicht zu erreichen? Als es darum ging, mir eine überteuerte Bruchbude zu verkaufen, war er durchaus zu sprechen. Er ist wo bitte? Auf einem Retreat ? Yoga? In den tasmanischen Bergen?" Göttin der Nachsicht, gib mir Kraft. "Wollen Sie mich auf den Arm nehmen? Er ruft mich umgehend zurück, ist das klar? Sonst hetze ich ihm eine Meute Anwälte auf den Hals."

Ich knalle das Smartphone auf den Tisch, greife mit beiden Händen in meine Haare und ziehe einmal kräftig daran. Mann! Das darf ehrlich nicht wahr sein. Ich weiß, mein Umzug hierher war überstürzt, ich weiß, es war riskant, ein derart altes Cottage zu kaufen. Doch hätte ich auch nur einen Augenblick darüber nachgedacht, ich wäre in Frankfurt geblieben und hätte das getan, was ich immer tue - eine Liste geschrieben, abgewogen, das Für und Wider betrachtet, mich natürlich dagegen entschieden. Und dann was? Was dann? Ich spüre, wie mir Tränen in die Augen steigen, doch nicht aus Verzweiflung, sondern aus Wut. Über mich selbst. Darüber, dass ich mich habe hinreißen oder besser: vertreiben lassen, darüber, dass ich meine Gefühle nicht besser im Griff hatte und am Ende geflohen bin wie ein Kaninchen vorm Fuchs.

Du hast es dir noch nicht einmal vorher angeschaut, raunt eine Stimme in meinem Kopf. Du bist über die Anzeige gestolpert, hast über den günstigen Preis gestaunt, hast dich vor diesem Häuschen stehen sehen und hast auf den Kontakt-Button geklickt. Und dann hast du an Per gedacht und bist noch einen Schritt weiter gegangen.

Gekauft.

Hast du es seinetwegen getan, Elodie? Aus Rache? Um ihn zu strafen?

"Und fängst du jetzt an, mit dir selbst zu sprechen?", murmle ich. Dann blinzle ich die dummen Tränen fort und lasse mich auf einen der zwölf Stühle fallen, die zu diesem riesigen ovalen Tisch gehören.

Der ganz nett ist, wie ich zugeben muss. Eine kleine Ausbesserung hier, ein wenig Politur da, so wird am Ende sicherlich ein schönes Möbelstück daraus. Vom Boden ziehe ich meine Handtasche auf den Sitz neben mir und zerre meinen Planer heraus, um eine neue Liste anzulegen. Einkauf, schreibe ich darauf, darunter: Holzpolitur . Dann stutze ich. Was braucht man noch, um einen alten Tisch auf Vordermann zu bringen? Lappen? Lappen sind gut. Ich setze Lappen auf die Liste und dazu Schmirgelpapier , denn mit irgendwas sollte ich die Macken wohl ausbessern, oder nicht? Ich starre auf die Liste vor mir, bis die Buchstaben vor meinen Augen zu flirren beginnen. Dann lege ich den Kopf auf den Wörtern ab und schlage mit der Stirn ein paarmal dagegen.

Ich habe keine Ahnung, wie man Möbel restauriert.

Geschweige denn, wie man ein altes Bed & Breakfast wieder auf Vordermann bringt.

Ich habe niemals eine Wand gestrichen oder ein Loch gebohrt, noch eine Lampe angeschlossen.

Ich hebe den Kopf und schreibe Do-it-yourself-Ratgeber auf die Liste. Und dann noch Scheuermittel, Putzschwämme, Bodenreiniger. Einmalhandschuhe. Putzen werde ich wohl können, und wenn schon, dann mit Stil.

Das Telefon brummt laut gegen die Tischplatte. Mein Vater. Ich verziehe das Gesicht. Gott, er fehlt mir jetzt schon. Und wenn ich in diesem Augenblick mit ihm spräche, würde er das auch wissen, also ignoriere ich das Geräusch, schiebe das Handy in die Gesäßtasche meiner Jeans und mache mich mit meinem Lebensplaner unter dem Arm auf zur näheren Inspektion meines neuen Eigenheims.

Neben dem Esszimmer, das aus besagtem Riesentisch, den Stühlen und einer dazu passenden Anrichte besteht, befinden sich im Erdgeschoss die Küche und auch der Wohnbereich, in dem einige mit ehemals weißem Leinen verhangene Möbel stehen. Mit den Fingerspitzen hebe ich ein verstaubtes Laken an, unter dem sich womöglich ein

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