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Sommerträume auf Cape Cod Roman von Thompson, Ella (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.04.2019
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Sommerträume auf Cape Cod

Wenn die Begegnung mit deiner ehemals großen Liebe dein Herz zum Überlaufen bringt, dann bist du zu Hause Elf Jahre ist es her, dass ein verhängnisvolles Ereignis auf Cape Cod Andrew Hunters Familie entzweite. Damals kehrte er dem Familiensitz Sunset Cove den Rücken, doch nun zwingen berufliche Probleme und der Gesundheitszustand seines Vaters ihn heimzukehren. Auf der Halbinsel erwarten ihn nicht nur die Erinnerungen an Sommer voller Lebensfreude, abenteuerliche Segeltörns und Freundschaft. Hier lauern auch die Schatten seiner ersten Liebe, Holly Clark. Sie lebt noch immer auf Cape Cod. Als Andrew ihr zufällig begegnet, ist die alte Vertrautheit sofort wieder da. Ihre Blicke brennen wie Feuer auf seiner Haut. Doch Andrew ist vorsichtig, schließlich hat Holly ihm schon einmal das Herz gebrochen ... Ella Thompson, geboren 1976, verbringt nach Möglichkeit jeden Sommer an der Ostküste der USA. Ihre persönlichen Lieblingsorte sind die malerischen New England-Küstenstädtchen. An den endlosen Stränden von Cape Cod genießt sie die Sonnenuntergänge über dem Atlantik - am liebsten mit einer Hundenase an ihrer Seite, die sich in den Wind reckt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 08.04.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641234089
    Verlag: Heyne
    Serie: Heyne Bücher 42295
    Größe: 2157 kBytes
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Sommerträume auf Cape Cod

1

Solange Andrew ein Kind gewesen war, hatte das Überqueren der Sagamore Bridge etwas Magisches an sich gehabt. Es war der Auftakt der Ferien gewesen. Der Beginn der Freiheit, die aus Strand, Sonne und Meer bestand. Wenn er auf den Cape-Cod-Canal hinunterblickte, hatte er sich bereits den Wind vorstellen können, der an seinen Haaren riss. Er hatte die Augen geschlossen und den Geruch nach Kiefernwäldern, Seegras und gegrillten Hotdogs heraufbeschworen. Schmeckte die Mischung aus Vanille- und Erdbeereis auf der Zunge, die den Sommer ausmachte.

In dem Jahr, in dem er siebzehn wurde, verlor die Halbinsel ihren Zauber, weil ihm das Mädchen, das so lange Zeit seine Gedanken beherrscht hatte, das Herz brach. Ein paar Jahre später beschloss Andrews Mutter Georgina ausgerechnet in ihrem Strandhaus Sunset Cove, den Demütigungen seines Vaters zu entkommen, indem sie versuchte, sich das Leben zu nehmen. Sie wurde im letzten Augenblick gerettet, aber Cape Cod hatte in diesem Moment jede gute Erinnerung, mochte sie auch noch so flüchtig sein, eingebüßt und sich in einen Albtraum verwandelt. Andrew hatte nie wieder einen Fuß auf die Halbinsel gesetzt.

Im vergangenen Dezember war er zum ersten Mal zurückgekehrt. Wenn auch nur für wenige Stunden, in denen er das Leben seines jüngeren Bruders Niclas in den Händen gehalten hatte. Die Zeit hatte gereicht, zu dem Schluss zu kommen, dass auf den Hunters und ihrem Sommerhaus ganz offensichtlich noch immer ein Fluch lag. Auch wenn Niclas ihm vehement widersprach, schließlich hatte er in Sunset Cove seine große Liebe, Marie, gefunden.

Beim letzten Mal war Andrew im gleichen Tempo auf die Halbinsel gerast wie jetzt. Er nahm den Fuß nicht vom Gas, als er das Ortsschild von Eastham erreichte. Er wurde nicht langsamer, als er die Interstate 6 verließ, um hinter dem Städtchen in die von Pinien gesäumte Schotterstraße einzubiegen, die zum National Seashore führte. Bei Tageslicht hätte er im Rückspiegel die Staubwolke sehen können, die er aufwirbelte. Bis zum Sonnenaufgang war es nicht mehr lange. Aber wie sagte man so schön? Die Stunde vor Tagesanbruch war die dunkelste. So schwarz wie die Nacht fühlte sich Andrew im Inneren. Sein Wagen kam schlitternd neben der Garage zum Stehen. Er schnappte seine Arzttasche vom Beifahrersitz, sprang aus dem Auto und eilte auf die Haustür zu, die ihm von einer sehr attraktiven, fast etwas unschuldig wirkenden, jungen Frau geöffnet wurde. Andrew wusste, dass sie nicht so unverdorben war, wie sie schien. Sie war opportunistisch und geldgierig genug, sich an Theodor Hunter zu binden. Immerhin dürfte ihr diese Nacht die Augen geöffnet haben, dass sie sich auf einen verdammt alten, verdammt kranken Mann eingelassen hatte. Diese Beziehung würde sicher nicht mehr lange halten. "Sind Sie Alessia?", fragte er.

"Ja. Danke, dass Sie gekommen sind, Dr. Hunter." Sie rang nervös die Hände.

"Andrew", bat er sie automatisch, ihn beim Vornamen zu nennen. "Wie ist sein Zustand?"

"Etwas besser. Er hat Tabletten genommen. Ich weiß nicht, was es war. Aber jetzt ist es nicht mehr ganz so schlimm."

"Gut." Andrew nickte. "Wo ist er?"

"In dem schönen Zimmer." Alessia wies zum Turm, der die linke Seite des Hauses begrenzte.

Andrew stoppte abrupt. Er spürte, wie seine Gesichtszüge zu Stein wurden. Dieser verdammte Mistkerl. Im Turm befanden sich nur eine kleine Bibliothek und das Atelier seiner Mutter. Darüber lag das Schlafzimmer, das tatsächlich das schönste des Hauses war. Und in dem Georgina versucht hatte zu sterben. Wie brachte sein Vater es fertig, seine Flittchen ausgerechnet in diesem Bett ...? Er schüttelte den Kopf. Diese Gedanken musste er auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Zweimal innerhalb von vierundzwanzig Stunden auszurasten war keine Option. Theodor zu treffen würde auch so schon zu einer Herausforderung werden. Er blendete die Vergangenheit aus und stürmte die Treppe zum Turmzim

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