text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Sommerzauber in Paris von Morgan, Sarah (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.03.2020
  • Verlag: HarperCollins
eBook (ePUB)

11,99 €1

8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Sommerzauber in Paris

Eine Reise in den schönsten Buchladen von Paris
Grace kann es nicht fassen, als ihr Ehemann ihren gemeinsamen Jahrestag nicht in Paris feiern, sondern sich stattdessen scheiden lassen will. Doch weil Grace gern alle Fäden in der Hand hält, macht sie den Urlaub prompt alleine. Auch Audrey reist mit einem gebrochenen Herzen in die Stadt der Liebe. Ein Job als Buchhändlerin könnte ihre Rettung sein. Aber ohne Französischkenntnisse? Keine Chance! Bis sie ihre Nachbarin Grace kennenlernt. Zwischen den beiden entsteht eine ungewöhnliche Schicksalsgemeinschaft. Im Lauf eines magischen Sommers lernen sie, die Welt aus den Augen der anderen zu sehen. Nur welche Wendung nimmt ihr Leben, wenn sie einen Blick auf sich selbst wagen?
Ein Roman über eine ungewöhnliche Freundschaft und die Kunst der Empathie, die manchmal mühsam gelernt werden muss.

"Sarah Morgans brillantes Talent überrascht immer wieder." Romantic Times
"Ein fröhlicher und herzerwärmender Blick auf Freundschaft, Familie, Liebe und Neuanfänge." Kirkus
"Morgan ist eine meisterhafte Geschichtenerzählerin, und die Leser werden in diesen magischen Sommer in Paris eintauchen. Vollgepackt mit Liebe, Verlust, Herzschmerz und Hoffnung, ist dies möglicherweise Morgans bisher bestes Buch." Booklist

Sarah Morgan ist eine gefeierte Bestsellerautorin mit mehr als 18 Millionen verkauften Büchern weltweit. Ihre humorvollen, warmherzigen Liebes- und Frauenromane haben Fans auf der ganzen Welt. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von London, wo der Regen sie regelmäßig davon abhält, ihren Schreibplatz zu verlassen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 24.03.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959674591
    Verlag: HarperCollins
    Originaltitel: One Summer in Paris
    Größe: 1222 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Sommerzauber in Paris

AUDREY

Tausende Kilometer entfernt in London saß Audrey gerade auf ihrem Bett, um für eine Chemie-Klausur zu lernen, als die Tür aufgerissen wurde.

»Welches Kleid? Das grüne oder das pinkfarbene?« Panik schwang in der Stimme ihrer Mutter mit. »Das grüne hat einen größeren Ausschnitt.«

Audrey hob den Kopf nicht von ihrem Laptop. Warum klopfte ihre Mutter nie an? »Ich arbeite.« Und jedes Wort kam mühsam. Wer auch immer ihr Gehirn zusammengebaut hatte, hatte einen miesen Job gemacht.

Es gab Tage, an denen sie ihr Leben einfach hasste, und dieser war einer davon.

»Es ist Valentinstag. Du solltest bei einem Date sein. In deinem Alter war ich schon ein Partygirl.«

Audrey wusste nur allzu gut, was für ein Partygirl ihre Mutter gewesen war. »Mein Examen beginnt im Mai.«

»Du meinst Juli.«

»Ich bin Mitte Juni fertig.« Warum machte es ihr etwas aus, dass ihre Mutter das nicht wusste? Sie sollte eigentlich daran gewöhnt sein. »Die Klausuren sind wichtig.«

Audrey machte sich Sorgen deswegen. Sie war entsetzlich schlecht in Prüfungen. Dass die Lehrer ständig betonten, die Ergebnisse würden ihre ganze Zukunft beeinflussen, machte die Sache nicht besser. Wenn das tatsächlich stimmte, war ihre Zukunft bereits vorbei.

Alle in ihrer Klasse hatten Eltern, die sie nervten.

Lernst du auch genug?

Solltest du ausgehen, wenn am nächsten Tag Schule ist?

Nein, du brauchst keine Softdrinks und Pizza.

Audrey sehnte sich nach jemandem, der ihr so viel Aufmerksamkeit und Sorge schenkte. Überhaupt irgendeine Aufmerksamkeit und Sorge. Sie sehnte sich danach, dass ihre Mutter ihr übers Haar strich, ihr einen Becher Tee brachte und ein paar ermutigende Worte sagte. Doch ihre Mutter tat nichts dergleichen, und sie hatte es aufgegeben, darauf zu hoffen.

Sie war sechs Jahre alt gewesen, als sie begriffen hatte, dass ihre Mutter anders war als andere Mütter.

Während die Eltern ihrer Freundinnen schon vor dem Schultor warteten, stand Audrey allein da und wartete auf eine Mutter, die regelmäßig gar nicht auftauchte.

Sie hasste es, anders zu sein, sodass sie sich angewöhnte, allein nach Haus zu gehen. Die Schule hatte strenge Regeln, nach denen ein Kind nur in die Obhut eines Erwachsenen übergeben werden durfte, doch Audrey fand einen Weg, das zu umgehen. Wenn sie in die Richtung einer Müttergruppe lächelte und winkte, gingen die Lehrer davon aus, dass eine der Frauen ihre Mutter war. Sie verschwand dann in der Menge, und wenn sie außer Sichtweite war, trat sie den Heimweg an. Es war nicht weit, und sie kannte die Strecke. Beim roten Briefkasten abbiegen. Beim großen Baum wieder abbiegen.

Tag für Tag betrat Audrey das leere Haus, öffnete ihren Schulranzen und kämpfte mit den Hausarbeiten. Immer wenn sie ein Buch aus dem Ranzen zog, hatte sie ein schlechtes Gefühl. Ihre Handschrift sah aus, als wäre eine Spinne übers Papier gekrabbelt, und sie konnte ihre Gedanken nie so ordnen, dass sie aufgeschrieben einen Sinn ergaben. Die Lehrer verzweifelten. Sie verzweifelte. Sie bemühte sich, erreichte nichts und hörte auf, sich zu bemühen. Was machte es für einen Sinn?

Als sie versuchte ihrer Mutter zu sagen, dass sie Lesen schwierig fand, hatte diese vorgeschlagen, stattdessen fernzusehen.

Nach vielen Jahren fehlerhafter Hausaufgaben und verstrichener Abgabetermine hatte ein neuer Lehrer an der Schule darauf bestanden, dass Audrey getestet wurde.

Diese Tests zeigten, dass sie eine ausgeprägte Lese-Rechtschreib-Schwäche hatte. Auf eine gewisse Weise war die Diagnose eine Erleichterung. Sie bedeutete, dass sie nicht dumm war. Auf der anderen Seite fühlte sie sich noch immer dumm, und nun hatte sie auch noch einen Stempel.

Sie gaben ihr bei Klausuren mehr Zeit, doch alles war immer noch ein Kampf. Sie brauchte Hilfe, doch wenn ihre Mutter von der Arbeit nach Haus kam, schlief sie

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen