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Sonne, Meer und Wolkenbruch von Loebnau, bibo (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Sonne, Meer und Wolkenbruch

Kann man sich zweimal in denselben Mann verlieben? Diese Frage wirbelt das Leben von Lea gehörig durcheinander. Ihre erste Liebe Robin hat sie nie vergessen - den englischen Musiker, in den sie sich in einem heißen Sommer in Südfrankreich unsterblich verliebte. Damals hatte er sie ohne Erklärung verlassen. 30 Jahre später entdeckt sie ihn zufällig im Internet wieder. Als sie den gefühlvollen Songs auf seiner Website lauscht, überwältigen sie die Erinnerungen. Doch Robin lebt zurückgezogen mit seinen beiden Border Collies in einem Cottage bei Nottingham und Lea als Fotografin in Berlin. Darf sie ihre Ehe für eine ungewisse Zukunft mit ihrer Jugendliebe aufs Spiel setzen? Und wer ist dieser Mann mit den sanften blauen Augen inzwischen? Die Mails, die bald regelmäßig hin- und hergehen, lassen Lea im Ungewissen. Erwidert Robin ihre Gefühle oder wird er sie ein zweites Mal enttäuschen? Ihre wiedererwachte Liebe reißt Lea in einen Strudel aus Sehnsucht, Leidenschaft und Verzweiflung. bibo Loebnau ist gelernte Journalistin, verheiratet und lebt abwechselnd in Berlin und einem kleinen Haus am See in der Mark Brandenburg. Dort, mit Blick in die Natur, entstehen die meisten ihrer Bücher. Vor ihrer schriftstellerischen Karriere arbeitete sie als Journalistin für verschiedene Zeitungen und betreute als PR-Redakteurin die TV-Shows von Hape Kerkeling, Anke Engelke, Kai Pflaume, Christoph Maria Herbst, Harald Schmidt, Thomas Gottschalk u.v.a. bibo Loebnau veröffentlichte 2009 ihren Roman 'Zoe' (Eichborn Verlag), 2010 ihre Erzählung 'Tief-Blau' (Wurdack Verlag, in der Anthologie 'Hinterland'), und ihr Roman 'Schorsch Clooney, die Landluft und ich' (books2read) erschien 2014. Im Sommer 2016 erschien ihr neuer Roman 'Sonne, Meer und Wolkenbruch'. www.facebook.com/autorinbiboloebnau www.bibo-loebnau.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 312
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741259975
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 1064kBytes
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Sonne, Meer und Wolkenbruch

PROLOG

E ine sanfte Brise vom Meer strich über meine nackten Schultern und kühlte angenehm den leichten Sonnenbrand, den ich mir tagsüber am Strand zugezogen hatte. Doch ich war so versessen darauf gewesen, etwas Bräune auf meinen Körper zu bekommen, dass ich das gerne in Kauf nahm. Ich war erst seit ein paar Tagen hier auf dem Campingplatz in der Nähe von Perpignan in Südfrankreich. Und heute Abend wollte ich mir endlich die Open-Air-Disco ansehen - heimlich, was die Sache noch aufregender machte. Ich hatte gewartet, bis meine Eltern in ihrem Hauszelt eingeschlafen waren und mich dann leise aus meinem Einmann-Zelt geschlichen.

Französische Popmusik schallte mir entgegen, als ich mich gegen halb elf vom Strand aus der kleinen Disco näherte. Bunte Lichter zuckten durchs offene Dach in den sternenklaren Nachthimmel. Ich suchte mir einen Platz am Rand der Tanzfläche. Mit dem Glas Pernod und dem blauen Päckchen Gauloise vor mir auf dem Tischchen kam ich mir sehr französisch und sehr erwachsen vor. Die Musik gefiel mir, ich nippte an meinem Glas, paffte ein paar Züge an der viel zu starken Zigarette und fing dann an, alleine zu tanzen.

Als ich gerade ausgelassen zu 'Abracadabra' von der Steve Miller Band rockte, bemerkte ich, dass ich beobachtet wurde. Soweit ich das im zuckenden Discolicht erkennen konnte, war der Typ in Jeans und weißem T-Shirt, der ein Stückchen entfernt ebenfalls alleine tanzte, recht attraktiv - einen Kopf größer als ich, sportliche Figur, leicht gebräunt, mit strahlendblauen Augen. Ein sympathisches Lächeln umspielte seine Lippen, als er meinen Blick erhaschte. Ich lächelte kurz zurück und machte eine halbe Drehung. Er sollte nicht gleich merken, wie sehr er mich interessierte.

Doch als ich mich nach einer Weile wieder umdrehte, war er verschwunden. Enttäuscht suchte ich die Tanzfläche ab. Und endlich entdeckte ich ihn. Er saß mit drei Frauen an einem der Tische - und beobachtete mich noch immer.

Unauffällig tanzte ich mich in seine Nähe, als der DJ plötzlich meinen Lieblingssong auflegte - "Rappers Delight". Irgendwie hatte ich es geschafft, einige Passagen des schwierigen Rap-Textes auswendig zu lernen. Also bewegte ich jetzt die Füße im Rhythmus und rappte begeistert los: "I said a hip hop, hippie to the hippie, the hip, hip a hop, and you don't stop, a rock it, to the bang bang boogie, say, up jump the boogie, to the rhythm of the boogie, the beat ..."

Ich wollte den Typen mit den schönen Augen unbedingt beeindrucken. Bei den Textstellen, die ich nicht beherrschte, drehte ich mich wie zufällig von ihm weg, nur um dann wieder in seine Richtung zu tanzen und lässig mitzusingen. Obwohl er in Gesellschaft war, schien er nur Augen für mich zu haben. Das gefiel mir.

Nach dem Ende des langen Songs ließ ich mich erschöpft auf meinen Stuhl fallen. Ich fummelte eine Zigarette aus dem zerknautschten Päckchen und wollte sie gerade anzünden, als schräg hinter mir ein Feuerzeug aufflammte.

"May I?", fragte jemand höflich auf Englisch. Irritiert sah ich mich um und blickte in die blauen Augen.

"Oh, thank you", antwortete ich überrascht und ließ mir Feuer geben.

"May I?", fragte er wieder und deutete auf den freien Stuhl neben mir.

"Yes, of cause!", stimmte ich etwas zu hastig zu.

Er nahm Platz und lächelte mich freundlich an. "Where are you from?", erkundigte er sich mit britischem Akzent.

"Äh, Oldenburg ...", stammelte ich.

"Where is that?", fragte er irritiert.

"In Germany."

"Oh, so you're not English?" Seine Stimme klang überrascht, und er musterte mich neugierig.

"No, I'm German. Is that a problem for you?", antwortete ich mit hochgezogener Augenbraue.

"No, nein. Überhaupt nicht. Ich dachte nur, weil du die Songs mitsingen konntest ...", erwiderte er in fast akzentfreiem Deutsch.

"Ach, und du sprichst Deutsch?" Nun war ich überrascht.

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