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Sophie, Bella Dea Liebe Lust und Leid einer Hofdame von Brand, Heinz-Ewo von (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.06.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Sophie, Bella Dea

Sophie von Brandt lebte nahe dem preußischen Königshof in Berlin. Ihr Vater genoss beim König ein hohes Ansehen. Als er starb, verfügte der König, Friedrich II., dass die erst 12jährige Sophie bei Ihrer Patenmuhme, der Oberhofmeisterin Gräfin Camas, zukünftig leben und erzogen wird. Dies war für Sophie, der späteren "Bella Dea", eine ideale Voraussetzung für deren gute Erziehung. Hierzu gehörten sämtliche Benimmregeln einer wohlerzogenen jungen Dame am Königshof. Dennoch genoss Sophie bei ihren Reisen zum Stammsitz der Familie in der brandenburgischen Neumark immer wieder das ungezwungene Leben auf dem Gutshof. Überdies hatte sie das Vergnügen am königlichen Leben, wie Konzerten, Theater oder Bällen teilzunehmen. Hierbei lernte sie einen jungen Schotten kennen. Beide verliebten sich und beschlossen zu heiraten, wozu der König seine Zustimmung geben musste. Er stimmte der Eheschließung unter einer Bedingung zu, die der junge Schotte jedoch glaubte, nicht erfüllen zu können.

Heinz-Ewo von Brand wurde in der Neumark geboren. Nach seinem abgeschlossenen Studium als Diplom-Ingenieur arbeitete er in der Industrie. Er lebte in Altmorschen, Frankfurt, Bad Kreuznach und heute in Marnheim bei Kirchheim Bolanden. Aus seiner Ehe gingen zwei Kinder hervor, ein Sohn und eine Tochter. Nach seiner Verrentung begann er sowohl zu malen, als auch zu schreiben. Neben dem biografischen Roman "Ein begehrenswerter Mann? " folgt jetzt die überarbeitete Neuauflage des Romans "Sophie, Bella Dea". Ein weiterer Roman ist in Arbeit.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 344
    Erscheinungsdatum: 13.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741218514
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 4293kBytes
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Sophie, Bella Dea

Auf der Hochzeit meines Lieblingsvetters Christian Ludwig von Brandt

Mein Cousin Christian aus Wutzig hatte mir eine Einladung zu seiner bevorstehenden Hochzeit geschickt. Ebenfalls erhielten meine Patenmuhme und meine Cousine Friederike, die Schwester von Christian, eine solche Einladung. Es musste daraufhin mit dem König und der Königin beraten und entschieden werden, wer an der Hochzeit teilnehmen durfte, denn es konnten verständlicherweise nicht zu viele Personen am Hof gleichzeitig fehlen. Meine Patenmuhme verzichtete gerne. Sie meinte, dass sie für eine solch anstrengende weite Reise zu alt sei. Das wäre eher etwas für junge Leute.

Glücklicherweise hatte unser König Friedrich II 2 . der Bitte meiner lieben Patenmuhme nachgegeben, mir jedoch die Erlaubnis dieser Reise erteilt, sofern die Königin ebenfalls damit einverstanden wäre.

Die Königin hatte sich zuvor gerade erst wieder von einer bösen fiebrigen Krankheit, verbunden mit Ausschlägen, einigermaßen erholt, dennoch gab sie meiner Cousine und mir ihre Erlaubnis zu unserer Reise.

Selbst am Hof war bekannt, dass ich die herzlichste Verbindung zu dem Bräutigam - meinem Cousin -, dessen Geschwistern und der Familie hatte, weshalb mir diese Reise auch genehmigt wurde. Dass Friederike - eine Schwester des Bräutigams - und ich bedauerlicherweise doch nicht gemeinsam hinreisen konnten, hatte sich leider so ergeben. Sie musste für die Königin noch etwas Unaufschiebbares erledigen und würde einen Tag später anreisen. Auf der Rückfahrt würden wir jedoch auf jeden Fall gemeinsam reisen.

Also fuhr ich mit Emma und Kutscher Mönke, sowie einem Offizier und sechs Musketieren, früh morgens, noch bei Dämmerung vom Schloss Schönhausen aus los.

Die schneidende Luft mit einem leichten Ostwind empfand ich als schrecklich kalt. Sehr weit von der Frostgrenze konnte es jetzt, Ende November, nicht mehr sein. Noch fester drückte ich mich deshalb in die ledergepolsterten Sitze des Kutschwagens und versuchte, mit dem wärmenden Pelzmuff kämpfend, in dem meine Hände steckten, die Felldecke fester um mich zu schlingen, damit möglichst keine Kälte an mich herankam. Glücklicherweise hatte mich Kutscher Mönke vor der Abfahrt in Berlin daran erinnert, einen ebensolchen Muff für die Füße mitzunehmen, den mir meine Zofe Emma noch schnell geholt hatte.

Froh war ich, dass mir die Königin meine Reise genehmigt hatte, andererseits wusste ich, dass sie es genoss, wenn sie nach einer solchen Reise, wie ich sie jetzt antrat, anschließend berichtet bekam, was sich alles unterwegs ereignet hatte. Sie selber konnte nur sehr selten reisen, der Aufwand war für sie sehr groß, und sie wollte ungern ohne den König wegfahren.

Darüber hinaus hatte der Preußische Hof gerade Besuch vom türkischen Gesandten Ahmed brahim Resmi Effendi, der kurz zuvor eingetroffen war. Angeblich standen schwierige politische Verhandlungen des Königs mit dem Gesandten bevor. Allerdings verspürte der König zu diesen Verhandlungen überhaupt keine Lust, zumal er gerade von einem Feldzug zurückgekehrt war. Er brauchte dringend Erholung und wollte sich endlich wieder ein wenig der Muße hingeben. Bereits seit sieben Jahren hatte sich der König zwischen den verschiedenen militärischen Stellungen der Preußen gegen die feindlichen Truppen, sowie zwischen den diversen Festungen und Schlachtorten bewegen müssen und sich dabei mehr als verausgabt 3 . Sein Leben aus Gründen des Krieges ständig im Sattel zu führen, war ihm zunehmend zuwider erschienen, insbesondere, da kein Ende abzusehen war. Dies alles erzählte mir meine Patenmuhme.

Die Königin hatte allerdings etwas Sorge, dass ich womöglich nicht rechtzeitig von der Reise zurückkehren würde. Ebenso sorgte sie sich um mein Wohlergehen, obwohl ich in der Kutsche durch die berittenen Musketiere mit ihrem Offizier begleitet wurde.

Unsere Fahrt führte uns vom Schloss Schönhausen in Richtung Osten du

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