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Spätsommerliebe Roman von Durst-Benning, Petra (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.07.2018
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Spätsommerliebe

Wer im Spätsommer die Liebe sät, erntet das Glück.
Im Genießerdorf blühte im letzten Sommer nicht nur das Geschäft, sondern auch die Liebe. Magdalena und Christine sind glücklich, doch der Alltag holt sie schnell ein. Der Gastwirt Apostoles bringt Feuer in Magdalenas Leben, aber sie ist von den neuen chaotischen griechischen Verhältnissen überfordert. Auch Christine kann sich nur schwer auf Reinhards Fürsorge einlassen und ihre alten Muster aufgeben. Als sich dann eine Autorin von Liebesromanen in ihre Pension einmietet, knistert regelrecht die Luft in Maierhofen. Sich zu verlieben ist einfach - aber wird es den Maierhofen-Frauen gelingen, ihre Gefühle in den Spätsommer hinüberzuretten?

Petra Durst-Benning wurde 1965 in Baden-Württemberg geboren. Seit über zwanzig Jahren schreibt sie historische und zeitgenössische Romane. Fast all ihre Bücher sind SPIEGEL-Bestseller und wurden in verschiedene Sprachen übersetzt. In Amerika ist Petra Durst-Benning ebenfalls eine gefeierte Bestsellerautorin. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden südlich von Stuttgart auf dem Land.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 16.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641226350
    Verlag: Blanvalet
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Spätsommerliebe

1. Kapitel

Maierhofen, Anfang Juni

Zärtlich strich Apostoles Magdalena eine Haarsträhne aus dem Gesicht. "Magdalena, Geliebte ...", flüsterte er. Wie immer, wenn ihre Körper zueinanderfanden, kam es Apostoles vor wie ein Bad im Meer an einem warmen Spätsommertag. Weiche Bewegungen in einem Meer aus Liebe und Geliebtwerden. Sanfte Wellen, auf und ab. Salz auf der Haut, und auf den Lippen der Name des anderen ...

Er spürte, wie sich Magdalenas Beine fester um ihn schlangen, er hörte, wie sie leise aufseufzte. Küsse landeten auf seinen Wangen, hektisch, unkoordiniert. Seine Aphrodite. Keine lauten Schreie der Lust. Kein zerkratzter Rücken. Kein schneller Höhepunkt und eine Zigarette danach. Magdalenas Hingabe war so viel mehr! Jedes Mal, wenn sie ihn in sich aufnahm, hatte er das Gefühl, wiedergeboren zu werden. Er, der schon abgeschlossen hatte mit dem Leben und der Liebe. Nie hätte er gedacht, dass er nochmals solche Wonnen erleben würde! Mit einem seligen Lächeln drang er noch tiefer in sie ein. Gleich, gleich würden sie gemeinsam den Gipfel der Lust erreichen ...

"Dann wollen wir mal." Ächzend wälzte sich Magdalena eine halbe Stunde später aus dem Bett. Es war halb zwei Uhr in der Nacht. Magdalena dehnte sich, streckte die Arme nach oben und stöhnte. "O mein Gott, ich bin völlig zerschlagen."

Wie eine schöne, träge Katze, dachte Apostoles liebevoll. Dabei war Magdalena alles andere als träge!

Seinen Blick auf sich spürend, wandte sie sich ihm zu. "Kommst du?"

Er nickte lächelnd.

Pünktlich um zwei standen sie in der hell erleuchteten Backstube. Wie jeden Tag zu Beginn des Backens holte Magdalena die schweren Brotteige hervor, die seit dem späten Nachmittag hatten ruhen dürfen. Apostoles machte als Erstes das Radio an, dann suchte er die Zutaten für den Brezelteig zusammen.

Sie beide - ein eingespieltes Team. Apostoles lächelte.

In seinem früheren Leben als Gastwirt hatte er um diese Zeit das "Akropolis" abgeschlossen. Normalerweise hätte immer um Mitternacht Schluss sein sollen, doch seine Stammgäste hatten geduldiges Sitzfleisch, und zu Hause wartete niemand auf sie. Wenn die übrigen Gäste gegangen waren, hatte sich Apostoles, auf den ebenfalls niemand wartete, dazugesetzt. Bei einer Flasche Ouzo hatten sie dann bis ein oder zwei Uhr schwadroniert. Dann erst war wirklich Feierabend gewesen. Apostoles hatte diesen Moment gehasst, in dem er sich seiner Einsamkeit stellen musste.

Heute, mit Magdalena an seiner Seite und dem Duft von Brotteig in der Nase, liebte er die frühen Morgenstunden. Wenn er beim Brezelnmachen aus dem Fenster schaute, kam es ihm vor, als wären sie die beiden einzigen Menschen auf der Welt. Rund um den Maierhofener Marktplatz war alles noch dunkel, nur in der Wohnung über der Wäscherei Mölling brannte Licht. Kurt Mölling war eine ausgesprochene Nachteule und schaute nächtelang alte amerikanische Serien. Am Morgen schlief er dann wohl gern aus, sehr zum Ärger seiner Frau Sabrina, die seine Hilfe in der Wäscherei gut hätte gebrauchen können.

Apostoles liebte es, mit Magdalena zusammenzuarbeiten! Er mochte den Umgang mit dem pudrig-feinen Mehl, das der Müller aus dem Nachbarsort zweimal wöchentlich lieferte. Er liebte es zu sehen, wie aus ein paar einfachen Zutaten ein geschmeidiger Teig entstand. Und noch mehr liebte er es, aus dem Teig Brötchen zu formen oder Seelen oder andere Gebäckstücke. Die Arbeit hatte etwas Geerdetes, fast Biblisches an sich. Und sie erinnerte ihn an sein Dorf auf Kreta, wo er als kleiner Junge jede Woche die Frauen ins Backhaus begleitet hatte. Dasselbe Wohlgefühl, das ihn inmitten des Dufts von Holzkohle, reifer Hefe und Zuckerkaramell überkommen hatte, überfiel ihn auch heute noch.

Leicht war die Arbeit in der Backstube jedoch nicht, das hatte er in den letzten Monaten gelernt. Manchen Arbeitsgang hätten die Maschinen noch übernehmen können, aber Magdalena legte großen Wert auf

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