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Spellcaster - Schwarze Magie von Gray, Claudia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.08.2016
  • Verlag: HarperCollins
eBook (ePUB)
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Spellcaster - Schwarze Magie

Die Vorgeschichte zu 'Spellcaster' erzählt von Elizabeths tragischer Vergangenheit, die sie zur dunklen Zauberin werden ließ!

Die Ersten Gesetze der Hexenzunft verbieten es, eine Verbindung mit dem Sohn einer anderen Hexe einzugehen. Doch die junge Elizabeth ist unsterblich in Nathaniel Porter verliebt. Obwohl er der Sohn der Anführerin ihres Zirkels ist, will sie einen Weg finden, wie sie trotzdem zusammen sein können. Dafür begibt Elizabeth sich auf den Pfad der dunklen Künste. Nur ein bisschen schwarze Magie, um Nat nicht aufgeben zu müssen - was kann schon passieren?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 50
    Erscheinungsdatum: 15.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959676496
    Verlag: HarperCollins
    Größe: 524 kBytes
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Spellcaster - Schwarze Magie

1. Kapitel

Rhode Island, 1695

Ein Zauberspruch, um Schönheit zu stehlen:

Blumen im Frühling.

Sonnenlicht auf dem Wasser.

Ein Mann, der von der Schönheit einer Frau überwältigt ist.

Diese Zutaten schienen die richtigen zu sein. Die sechzehnjährige Elizabeth Cooper machte es sich auf der Wiese bequem und schnappte sich Tante Ruths Kästchen. Darin befand sich der wertvolle Jadestein, den ihre Urgroßmutter einst entdeckt hatte und mit dem man Zaubersprüche wirken konnte, die die meisten Hexen außerhalb des Orients niemals zustande bringen würden. Auf diese Macht zählte Elizabeth jetzt.

"Hast du schon irgendwas gemacht?", fragte Pru, streckte sich im Gras aus und spielte mit ihrem Zopf. Der Wind verfing sich in ihrem langen schwarzen Rock, entblößte ihre Knöchel und Waden, doch hier machte ihr das nichts aus; sie waren eine halbe Meile von Fortune's Sound entfernt, weit weg von irgendwelchen Männern, die darauf aufmerksam werden könnten.

"Also, bis jetzt hab ich noch keine Veränderung an dir bemerkt."

"Pst", zischte Elizabeth, schloss die Augen und begann mit dem Zauber.

Butterblumen leuchteten inmitten der ersten blassgrünen Grashalme im April wie Goldklumpen.

"Schau mal, mein Mädchen. Schau her", flüsterte Mama auf dem Deck des Schiffes, auf dem sie wochenlang festgesessen hatten.

Elizabeth konnte sich kaum noch an England erinnern, wo sie das Licht der Welt erblickt hatte, und nach den tagelangen Stürmen war ihr ganz flau im Magen. Doch heute lag die See ruhig vor ihnen, und endlich, endlich brachen Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke und ließen helle Lichtflecken über die Wellen tanzen.

Nat Porter sah von seiner Arbeit auf, um der vorbeilaufenden Pru nachzuschauen. Eine dunkle Locke lugte unter ihrem Hut hervor, und ein Lächeln erhellte seine Züge.

Ein Zittern durchfuhr Elizabeth, ein Zittern, das womöglich der Zauber verursacht hatte - oder die Eifersucht. Schnell riss sie die Augen auf und fragte: "Hat es funktioniert?"

Pru rollte sich auf den Bauch, um Elizabeth genauer betrachten zu können, und zuckte mit den Schultern. "Also, ich finde, du hast dich nicht sonderlich verändert."

Ihr neuer Zauber hatte also versagt. Frustriert ließ sich Elizabeth gegen den Stamm des Baumes sinken, unter dem sie saßen. Tante Ruth und alle anderen Hexen hatten behauptet, es sei überaus schwierig, einen neuen Zauber zu schaffen - so schwierig, dass die meisten Hexen es noch nicht einmal versuchten und die wenigen, die es wagten, auch nicht immer Erfolg damit hatten. Aber bekam Elizabeth nicht immer Komplimente wegen ihrer Fähigkeiten, wurde sie nicht ständig bewundert? Wenn irgendjemand es schaffen konnte, dann ja wohl sie.

"Ich verstehe nicht, worüber du dir solche Sorgen machst", meinte Pru. "Du bist doch wirklich hübsch."

Elizabeth nahm an, dass das stimmte. Niemand in ihrer kleinen Gemeinschaft hatte einen Spiegel aus England mitgebracht, und es hatte auch niemand einen bei einem Händler erworben, also hatte sie seit ihrer Kindheit nur dann einen Blick auf sich selbst erhaschen können, wenn sie sich irgendwo im Wasser spiegelte. Mit diesem Spiegelbild war sie bisher ganz zufrieden gewesen; seitdem sie im heiratsfähigen Alter war, hatte sie außerdem bemerkt, dass die Jungen und auch die Männer ihr recht häufig hinterherschauten.

Aber nicht Nathaniel Porter.

"Von wem wolltest du überhaupt Schönheit stehlen? Von mir?" Pru kicherte. "Ich fürchte, da gibt's nicht viel zu stehlen."

"Aber du bist doch hübsch", meinte Elizabeth, denn sie mochte Pru und - nun ja, sie hatte tatsächlich vorgehabt, sich an deren Schönheit zu bedienen. Es wäre ja auch nur für eine kleine Weile und auch eher ein Ausborgen denn ein Diebstahl gewesen, weswegen sie auch kein schlechtes Gewissen hatte. In Wirklichkeit aber wollte sie einfach nur herausfinden,

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