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Spring Girls Roman von Todd, Anna (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.01.2020
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)

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Spring Girls

Vier Schwestern auf der Suche nach ihrem Weg ins Leben. Die Spring-Mädchen Meg, Jo, Beth und Amy leben zusammen mit ihrer Mutter in New Orleans. Ihr Vater ist im Irak stationiert, und jede der Schwestern durchlebt neben der beständigen Sorge um ihn die schwierigen Momente des Erwachsenwerdens. Meg will möglichst bald heiraten und Mutter werden, Jo will als Journalistin die Welt verändern, Beth hilft lieber im Haushalt, und die zwölfjährige Amy schminkt sich zum ersten Mal und ist mit ihrem Smartphone online unterwegs. Und obwohl jede der Schwestern ganz genau weiß, was sie will, kommt es dann doch ganz anders als ursprünglich gedacht ... Anna Todd erzählt Louisa May Alcotts Klassiker BETTY UND IHRE SCHWESTERN/LITTLE WOMEN neu. Anna Todd ist die "New York Times"-Bestsellerautorin der AFTER-Serie, des Romans DIE SPRING GIRLS und der STARS-Serie. AFTER erschien in 35 Sprachen und ist ein internationaler Nummer-1-Bestseller. Seitdem hat sie acht Romane geschrieben. Sie ist an der Verfilmung von AFTER TRUTH, der Fortsetzung von AFTER PASSION, als Produzentin und Regisseurin beteiligt. Anna stammt aus Ohio und lebt mit ihrem Ehemann und ihrem Sohn in Los Angeles. Mehr über die Autorin auf AnnaTodd.com, bei Twitter unter @AnnaTodd, auf Instagram unter @AnnaTodd und auf Wattpad unter Imaginator1D.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 13.01.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641197568
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Little Woman Adaption
    Größe: 2465 kBytes
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Spring Girls

2

Jo

Wie üblich war ich auch dieses Jahr die Erste, die am Weihnachtstag wach war. Normalerweise stand ich schon vor Sonnenaufgang auf und ging runter, um einen Blick auf die Geschenke vom "Weihnachtsmann" zu werfen. Danach würde ich Beth wecken, dann Meg. Amy wachte immer im selben Moment auf wie Beth, weil sie sich ein Zimmer teilten.

Dieses Jahr war allerdings anders. Ich hatte nicht den Drang, leise ins Wohnzimmer zu laufen und nach Geschenken zu sehen. Wenigstens hingen unsere Weihnachtsstrümpfe. Sie waren das, was ich an Weihnachten am liebsten mochte, weil unsere Eltern so viel Kram, vor allem Süßes, hineinstopften, wie nur reinpasste. Ich schüttete meinen Strumpf immer sofort auf dem Boden aus und musste aufpassen, dass meine Schwestern sich nichts davon krallten, obwohl sie ihre eigenen Sachen hatten. Amy war dabei die Schlimmste. Sie war dafür bekannt, heimlich ihre Sachen gegen unsere zu tauschen, wenn ihr unsere besser gefielen.

Wir besaßen alle einen eigenen kratzigen, selbst gestrickten Strumpf mit unserem Namen drauf. Moms Mom hatte jeder von uns einen zur Geburt geschenkt. Meiner war der hässlichste, er hatte als Motiv einen leicht gestört und ziemlich betrunken aussehenden Weihnachtsmann. Sein Bauch war schief und der Bart dunkelgrau, genau wie die Zähne. Sein Lächeln war leicht böse, und da das Ding über die Jahre immer mehr verschliss, sah es aus, als würde der böse Weihnachtsmann selbst den Stoff verrotten lassen. Ich musste jedes Jahr wieder lächeln, wenn wir die Strümpfe auspackten, um sie aufzuhängen.

Meg beschwerte sich immer, dass es selbst bei Target schönere Weihnachtsstrümpfe gab. Statt eines kostbaren Schmuckstücks von entfernten königlichen Verwandten hatten wir zur Geburt Weihnachtsstrümpfe von unserer Oma bekommen - Merediths Mutter, mit der sie inzwischen fast zwei Jahre lang nicht gesprochen hatte. Sosehr ich meine Oma auch mochte, ich musste mich für eine Seite entscheiden, und nur eine der beiden Frauen gab mir zu essen.

Auch dieses Jahr hatten wir die Strümpfe aufgehängt wie immer (und das schon am Tag nach Thanksgiving, Himmel). Mehr würden wir zu Weihnachten wohl nicht bekommen. Mir fehlten die Weihnachtsgeschenke gar nicht so sehr wie meinen Schwestern. Sogar Beth, die sich nicht so viel aus Klamotten machte wie Meg oder aus Büchern wie ich oder aus sich selbst wie Amy, war aufgeregt. Beth war Weihnachten in Person. Sie war frisch gebackene Plätzchen, leises Lachen und Nächstenliebe.

Ich wäre Halloween, dachte ich, als ich die oberste Schublade meiner Kommode öffnete und die kleinen Bücher, die ich für meine Schwestern gekauft hatte, herausnahm. Ich hatte die Hälfte meines Lohns dafür ausgegeben. Ich verdiente genug bei meinem Job bei Pages, einem Buchladen mit Coffeeshop, und ich genoss es sehr, mein eigenes Geld zu haben. Beth war wahrscheinlich die Einzige, die den Gedichtband lesen würde - und sie würde stolz auf mich sein, dass ich allen Geschenke gekauft hatte. Ich hoffte, Amy und Meg würden das Buch zumindest aufschlagen. Und wenn nicht, dann hätte die Autorin wenigstens ein paar Dollar verdient.

Eines Tages wollte ich selbst ein Buch schreiben. Ich wäre schon froh, wenn ich nur vier Exemplare verkaufen würde. Oder wenn auch nur eine einzige Person mein Buch kaufen und sich darin wiederfinden würde. Verdammt, wenn jemand es nur zu Ende lesen würde, wäre ich schon begeistert. Beth sagte immer, ich wäre zu selbstkritisch, zu schnell beleidigt und würde zu sehr in der Zukunft leben, aber ich fand das nicht. Wenn die Vergangenheit und die Gegenwart beide nicht so toll waren und niemand aus seinen Fehlern lernen wollte, warum sollte ich dann nicht in die Zukunft blicken? Die war irgendwie alles, worauf ich mich freute.

Beth las als Einzige jeden Artikel, den ich in der Schulzeitung veröffentlichen konnte, und sie sagte mir immer wieder, wie talentiert ich war. Sie lobte meine

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