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Stürmisches Wiedersehen am Meer von Lennox, Marion (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.05.2014
  • Verlag: CORA Verlag
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Stürmisches Wiedersehen am Meer

Ein Gewitter tobt über dem Meer, als es an die Tür von ihrem Cottage klopft. Vorsichtig öffnet Mardie- und steht unvermittelt dem Mann gegenüber, den sie nie vergessen hat! Doch was macht Blake Maddock hier im strömenden Regen und dazu noch mit einem verletzen Collie auf dem Arm? Was hat ihn zurück in das Küstenstädtchen Banksia Bay gebracht, wo er doch in Sydney als Chirurg arbeitet? Und warum - das größte Rätsel von allen - klopft ihr Herz bei diesem stürmischen Wiedersehen so heftig wie damals, als sie in seinen Armen die Liebe kennengelernt hat?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 29.05.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864946042
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 433 kBytes
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Stürmisches Wiedersehen am Meer

1. KAPITEL

Es war wirklich zum Fürchten. Blitze zuckten am Himmel in der stockfinsteren Nacht, denen heftiges Donnern folgte, und das Heulen des Sturmes hallte in dem großen alten Haus, wie ein unheimliches Echo wider. Und dann fiel auch plötzlich noch der Strom aus.

Ich darf mir keine Horrorfilme mehr anschauen, zumindest nicht an solchen Abenden, an denen der Orkan fast das Dach abdeckt, sagte sich Mardie Rainey und forderte Bounce auf, mit dem Fiepen aufzuhören, während sie aufstand und in der Schublade des Sideboards nach Kerzen tastete.

Im Gegensatz zu ihrem einjährigen Border Collie Bounce, der sich zu fürchten schien, ärgerte sie sich vor allem darüber, dass sie das Ende des spannenden Films verpasste.

Was für eine schreckliche Nacht! Draußen blies der Wind so heftig um den Schornstein herum, dass der Rauch aus dem Kamin nicht mehr abziehen konnte und sich im Wohnzimmer ausbreitete.

Außerdem gab es offenbar auf dem Dach eine undichte Stelle, durch die es hereinregnete, sodass sie einen Eimer in die Ecke an der Außenwand gestellt hatte. Das stete Tropfen, das jetzt allzu deutlich zu hören war, machte sie fast wahnsinnig, und sie beschloss, ins Bett zu gehen.

In dem Moment krachte es irgendwo im Freien ganz fürchterlich.

Bounce blickte zu dem Fenster mit den zugezogenen Vorhängen. Ihm sträubte sich das Fell, und er fing vor Angst an zu winseln.

"Wahrscheinlich ist ein Baum umgestürzt", erklärte sie traurig, denn sie liebte die alten Eukalyptusbäume, die die Einfahrt säumten. "Darum kümmern wir uns morgen."

Da Bounce jedoch nicht aufhörte zu winseln, packte sie ihn am Halsband und zog ihn ins Schlafzimmer. "Dir passiert schon nichts", versuchte sie ihn zu beruhigen. "Zugegeben, so ein heftiges Gewitter macht einem wirklich Angst, besonders nach diesem Horrorfilm, den du dir ja nicht hättest ansehen müssen."

Bounce presste sich an sie, so als suchte er Schutz. Normalerweise schlief er in seinem Korb in der Küche, doch in dieser schrecklichen Nacht galten andere Regeln. Er durfte ausnahmsweise bei ihr im Zimmer schlafen.

"Hier im Haus sind wir in Sicherheit", fuhr sie fort. "Glücklicherweise brauchen wir bei dem Wetter nicht vor die Tür zu gehen. Die Leute, die jetzt noch unterwegs sind, tun mir leid."

Der Augenchirurg Blake Maddock gestand sich ein, dass es vielleicht doch besser gewesen wäre, in Banksia Bay zu übernachten. Doch als er begriffen hatte, dass es sich um ein Klassentreffen und keine Zusammenkunft mehrerer Jahrgänge handelte, er also Mardie nicht wiedersehen würde, hatte er sich entschlossen, noch am selben Abend nach Sydney zurückzufahren. Weshalb er überhaupt gekommen war, konnte er sich selbst kaum noch erklären. Es war jedenfalls sentimentaler Unsinn, Mardie wiederbegegnen zu wollen. Vor fünfzehn Jahren hatte er diese Stadt verlassen, die immer noch so klein und langweilig war wie damals. Die Menschen, die hier lebten, kannten nur zwei Gesprächsthemen: die Fischerei und die Landwirtschaft. Natürlich hatte man ihn gefragt, was er mache und wo er jetzt lebe, die Antwort hatte jedoch kaum jemanden interessiert. Er hatte auch nie bereut, dass er weggegangen war.

Seit seinem siebten Lebensjahr war er in dem Haus seiner Großtante, das sich außerhalb des Ortes befand, aufgewachsen. Seine Eltern hatten ihn dorthin geschickt, damit er und sie selbst nicht immer wieder an den tragischen Tod seines Zwillingsbruders Robbie erinnert wurden. Als er nach dem Ableben seiner Tante vor zehn Jahren den Nachlass geordnet hatte, hatte er den Brief seines Vaters gefunden.

Wir haben sonst niemanden, der uns in der schwierigen Situation helfen könnte. Seine Mutter hat sich nie für die Zwillinge erwärmen können, doch da sie sich zum Verwechseln ähnlich sahen, kann sie seit Robbies Tod Blakes Anblick nicht mehr ertragen, und sie hat angefangen zu trinken, sodass ihre Freundinnen sie meiden. Die einzige Lösung ist, den J

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