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Starker Tobak von Ahlers, Biggi (eBook)

  • Erschienen: 28.07.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Starker Tobak

Geschichten, die polarisieren. Die einen traurig oder wütend machen. Die an den Nerven zerren und manchmal zum Lachen bringen. Wenn Sie schwache Nerven haben, fragen Sie vor der Lektüre Ihren Arzt oder Apotheker :-)

Biggi Ahlers, geboren 1957 in Oberhausen - jetzt mit ihrem Mann glücklich in Ostfriesland in der Nähe von Norddeich an der Küste lebend, begann mit dem Schreiben schon in jungen Jahren. Sie schreibt gerne kleine Alltagsgeschichten, abseits des Mainstreams, auch schon mal in regionalen Zeitungen. Vor allem - immer noch - fleißig Tagebuch. So kann sie aus einem reichen Erfahrungsschatz schöpfen. Ihre mitunter sehr schwierigen Lebenskrisen und die Lust am Schreiben, zeichnen heute ihr literarisches ICH aus. Ahlers soziales Engagement bei einer Hospiz-Gruppe lässt sie ihre Augen und Ohren für menschliche Bedürfnisse, Schwächen und Stärken offen halten. Kein Wunder, dass ihre Geschichten immer eine unterschwellige Botschaft an unsere Gesellschaft haben. Ihr Motto lautet: " Ich schreibe, also bin ich." Biggi Ahlers betreibt einen Blog, in dem sie hin und wieder ihre Kurzgeschichten unter dem Pseudonym "Tilli Ulenspeel" einstellt. Die Adresse lautet: tilliulenspeel.blogspot.de Bisher von der Autorin erschienen: Redcaps aufregende Reise Dieses Buch wendet sich in erster Linie an Jugendliche.

Produktinformationen

    Größe: 478kBytes
    Herausgeber: Books on Demand
    Untertitel: Kriminelles, Schicksalhaftes und Poetisches.
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 160
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet
    ISBN: 9783741245534
    Erschienen: 28.07.2016
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Starker Tobak

Wolf im Schafspelz oder Mein Mann, der Serienmörder

"Stefan, wenn du noch lange so herumtrödelst, schaffen wir es nie. Wir werden erwartet. Mareike hat mich so dringend darum gebeten, dass wir anwesend sind, um sie bei der Brautkleid-Auswahl zu beraten. Willst du sie wirklich enttäuschen?" Evelyn Hellbach schlang sich missmutig einen großen Schal um ihre Schultern, warf einen letzten Blick in den Spiegel, leckte sich mit der Zunge noch schnell etwas Lippenstift von den Zähnen und ging dann nach nebenan ins Arbeitszimmer ihres Mannes. Dort stand auch sein PC, den sie aber beide benutzten. Nach fast 25 Jahren Ehe hatte man keine Geheimnisse mehr voreinander. Und soweit sie es sich einbildete, hatte es auch nie welche gegeben. Gerade schloss ihr Mann das Display des Laptops und lächelte sie entschuldigend und zärtlich, wie um Abbitte zu leisten, an.

"Du hast wie immer recht, mein Goldlöckchen.", säuselte er. "Aber schau, ich hatte heute einen wunderbaren Glückstag. Mir ist es gelungen, auf einer Auktion eine Serie der besonderen Kookaburramünzen zu ersteigern. Zu einem Schnäppchenpreis!"

Seine Augen leuchteten dabei, wie die eines kleinen Jungen, der eine riesige Eistüte bekommen hatte. Evelyn seufzte. Sie hatte ja durchaus Verständnis für ihren fleißigen Ehemann, aber manchmal hatten andere Dinge eben Priorität.

"Nun mach aber mal, Liebling. Viel Zeit haben wir nämlich wirklich nicht mehr. In zwanzig Minuten müssen wir in dem Laden sein."

"Ach, das ist kein Problem. Ich halte direkt davor. So schaffen wir es locker."

Bei diesen Worten war er auf sie zugegangen und umarmte sie liebevoll. Als er sie küssen wollte, schob sie ihn sanft aber bestimmt von sich weg.

"Jetzt reicht`s aber, Stefan. Husch, husch ins Schlafzimmer mit dir. Heb dir deine Endorphine für später auf. Wir müssen ...!" Dabei klopfte sie mit ihrem Zeigefinger auf ihre goldene Armbanduhr, die er ihr vor fünf Jahren zum Geburtstag geschenkt hatte. Für einen winzigen Moment verdunkelten sich seine Augen, aber wie es schien, war ihre Beharrlichkeit endlich bei ihm angekommen. Er lief im Eiltempo zum Schlafzimmer und zog sich rasch um. Da Evelyn eine ordentliche Hausfrau war, brauchte er nicht lange zu suchen. Alles war an seinem Platz, wie es sich gehörte.

Und nach Farben sortiert, wie er es gernhatte. Ja, seine Frau war eine richtige Perle. Nicht eine von diesen Schlampen, die es noch nicht mal in die Reihe bekamen, ein Mittagessen zu kochen. Von waschen, bügeln und putzen mal ganz abgesehen.

Während er sich sein Sakko überzog, fiel sein Blick auf das Hochzeitsfoto von ihnen. Ja, sie sah immer noch genauso schön und perfekt aus, wie früher. Auch, wenn ihre blonden Locken jetzt bereits von einigen grauen Strähnen durchzogen waren.

Evelyn stand in der Zimmertüre und beobachtete ihn schmunzelnd. Sie liebte ihren Mann. Er sah nicht nur blendend aus, mit seiner schlanken Figur und seinen welligen, rotblonden Haaren. Ihr war es auch immer gut bei ihm gegangen. Sie hatten zwei wunderbare Kinder zusammen, die kurz nacheinander gekommen waren. Erst Karsten, der heute trotz seiner jungen Jahre, erfolgreich eine große Investmentfirma leitete und zwei Jahre später wurde Mareike geboren, die letzte Woche ihren fünfundzwanzigsten gefeiert hatte.

Schließlich schafften sie es trotz allem pünktlich zu ihrer Verabredung mit Mareike, die sichtlich aufatmete, als sie ihre Eltern durch die Schaufensterscheiben des Brautladens erspähte. Jetzt konnte das Anprobieren endlich losgehen!

Beim Frühstück am nächsten Tag, bat Evelyn ihren Mann um ein Aspirin. Sie hatten nach der anstrengenden Begutachtung aller möglicher Brautkleider und Accessoires noch zusammen gegessen und zuhause den Abend dann bei einem Glas Rotwein ausklingen lassen. Es waren wohl doch einige mehr gewesen, als sie vertrug. Jetzt hatte sie furchtbare Kopfschmerzen. Außerdem war sie heute erst sehr spät wach gew

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