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Sternschnuppern Roman von Low, Shari (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.02.2015
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Sternschnuppern

'Drei, zwei, eins ... Frohes neues Jahr!' Champagnerkorken knallen, Luftschlangen wirbeln umher, Paare umarmen sich selig: Für Dauer-Single Leni sieht Silvester leider anders aus. Frustriert sitzt sie mit ihren Freunden auf dem Sofa und starrt in den Fernseher. Doch bald soll alles besser werden! Ihre neue Chefin ist die Instanz für Astrologie, Feng-Shui & Co. - und sie hat einen ganz besonderen Auftrag für Leni: In den nächsten zwölf Monaten soll sie zwölf Männer treffen - einen von jedem Sternzeichen. Offiziell zu spirituellen Forschungszwecken, doch Leni hofft natürlich so endlich auf Mr. Right zu treffen. Aber die Sterne lassen sich nur ungern in die Karten schauen ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 379
    Erscheinungsdatum: 12.02.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732505142
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: A Brand New Me
    Größe: 3054 kBytes
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Sternschnuppern

Kapitel 2
Die Ausrichtung der Planeten

U nd?"

Ihre Gesichter waren der Inbegriff gespannter Erwartung.

"Ich habe den Job!", verkündete ich strahlend, woraufhin wir in eine alberne Gruppenumarmung verfielen, bei der Trish und Stu fast von ihren Barhockern stürzten. Zwei Stunden lang warteten sie nun schon in der hippen, hochpreisigen Schickimicki-Bar in der Nähe von Zaras Büro und hatten daher in den Disziplinen Gleichgewicht und Aufrechtsitzen erste Ausfallerscheinungen.

"Ich habe dir doch gleich gesagt, sie nimmt jeden!", jubelte Trish.

Das ist das Problem an Trish. Ich liebe und vergöttere sie, aber sie hat was von Joseph Stalin. Sie ist knallhart, gemein, emotionslos, taktlos und neigt zu diktatorischem Verhalten. Allerdings kann sie im Gegensatz zu Mr. Stalin auch witzig und supernett sein und ist tief unter ihrer mangelhaften Sozialkompetenz eine super Freundin. Wir kennen uns seit unserem ersten Tag auf dem College in London, als sie mir vor der Mensa mit einem Toffee Pavlova in die Arme lief (ja, die Flecken sind irgendwann wieder rausgegangen). Trotz ihres hitzigen Temperaments haben wir noch nie richtig Streit gehabt, was aber nur daran liegt, dass ich sie niemals reize, weil ich genau weiß, dass sie mich dann irgendwann im Schlaf vierteilen würde.

Das Erste, was ich von ihr mitbekam (abgesehen von der Pavlova-Creme), war, dass sie ganz anders war als meine Freunde in dem langweiligen Dorf in Norfolk, in dem ich aufgewachsen bin. Keiner aus meiner Clique hatte einen knallblauen Irokesenschnitt oder trug Doc Martin Boots zu langen Blumenkleidern. Trish sah aus wie eine Kreuzung aus Sid Vicious und Laura Ashley. Das führte zu einigen Irritationen, als sie damals ihren Mann Grey kennen lernte. Um es gleich zu sagen: Er ist Feuerwehrmann. Bitte keine Witze über lange Schläuche, das Herunterrutschen an seiner Stange oder das Entzünden seines Feuers - diese blöden Bemerkungen werden der Bedeutung, die diese mutigen Männer für unsere Gesellschaft spielen, einfach nicht gerecht. Grey ist ein irre heißer Typ, der jeden weiblichen Slip im Nu in Flammen setzen könnte.

Ups!

Wie auch immer, die beiden kamen zusammen, weil eine Nachbarin eines Tages dichten Rauch aus Trishs Fenster kommen sah und die Feuerwehr verständigte. Einige Tatütatas später trug Grey eine halb bewusstlose Trish aus der Wohnungstür. Das Heißwachsgerät, das sie nach dem Enthaaren ihrer Bikinizone versehentlich angelassen hatte, hatte die Küche in Brand gesetzt. Angeblich ein Kurzschluss. Zum Glück war ihr nichts weiter passiert, und als sie beim Warten auf den Krankenwagen das Bewusstsein wiedererlangte, fragte Grey sie, wieso sie zu ihrem Nachthemd Stiefel trage. Seit jenem Moment waren sie unzertrennlich, und sie schwor ihm noch an Ort und Stelle, künftig auf Blumenmuster, Männerboots und Haarentfernungen unten herum zu verzichten.

Heute kleidet sie sich eher wie Kate Moss für Arme - eine gewagte Kombination aus Vintage Look und High Street Jeans, Westen und anderen coolen Teilen, die eigentlich nicht zusammenpassen, bei Trish aber irgendwie doch. Die Begegnung mit Grey vertrieb auch den Irokesen in ihr. Ihr Haar ist leuchtend rot und zu einem asymmetrischen kinnlangen Bob geschnitten.

Diesen Look verdankt sie unserem gemeinsamen besten Freund Stuart. Noch eine College-Beziehung, die die Zeit überdauert hat. Wir haben Stu kennen gelernt, als er in seinem ersten Monat auf der Friseur-Schule Modelle zum Haareschneiden suchte. Getrieben von einer Mischung aus ständigen Frisurproblemen, billigem Cidre und leeren Bankkonten haben wir uns gemeldet. Ungeachtet der Tatsache, dass er uns damals Frisuren verpasste, die unsere Umgebung in Angst und Schrecken versetzten (Julie McGuiness, falls du das zufällig liest, danke für das K.-D.-Lang-Poster), sind wir seither Freunde. Ach, und falls Sie jetzt was anderes denken sollten: Stu ist ein Hetero durch und durc

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