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Strangers on a Train - Endstation Liebe von Maguire, Meg (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.03.2014
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Strangers on a Train - Endstation Liebe

Strangers on a Train - Romantische E-Books mit verführerischen Fremden! Nach Lust de LYX nehmen diese 5 E-Book-Storys Sie mit auf eine sinnliche Zugreise mit unbekanntem Ziel... Dass Caitlin kurzerhand von ihrem Freund zwischen Kopierer und totem Ficus abserviert wurde, liefert ihr unverhofft den besten Vorwand, die langweilige Weihnachtsfeier ihrer Firma zu verlassen. Eigentlich sieht sie sich in Gedanken schon heulend mit ihrer Katze vor dem Fernseher, doch da erregt ein attraktiver Fremder in der letzten U-Bahn ihre Aufmerksamkeit und rettet sie, eingeschlossen in der U-Bahnstation, durch eine kalte Bostoner Winternacht. (ca. 70 Seiten)

Bevor Meg Maguire zu ihrer Stimme als Romance- und Erotikautorin fand, arbeitete sie als Verkäuferin, Barista und Designerin. Heute schreibt sie hauptberuflich und lebt mit ihrem Ehemann in Boston, Massachusetts.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 70
    Erscheinungsdatum: 06.03.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783802594328
    Verlag: LYX
    Übersetzt von: Übersetzung: Junghanns, Nele
    Größe: 509kBytes
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Strangers on a Train - Endstation Liebe

1
In ihrer Faust drückte Caitlin den Antistressball.
Eigentlich war es nur ein halber Antistressball, eine Hälfte eines Schaumstoffherzens. Drücken, entspannen. Drücken, entspannen. Blut schlängelte sich durch einen Schlauch von ihrer Ellenbeuge zu dem wohltätigen, kastenförmigen Roboter, der neben ihrem Liegesessel stand, ein rotes Band, das durch ein Dutzend surrender, sich drehender Dingsbumse verlief.
Maria, Caitlins Lieblingsschwester vom Blutspendedienst, drückte sanft auf die Stelle, an der die Nadel in ihrem Arm steckte. "Geht's?"
"Jep. Alles gut." Drücken, entspannen.
Der Apparat piepte, und Maria warf einen Blick auf den Bildschirm. "Ihre erste Retoure müsste jeden Moment kommen."
Caitlin wartete auf das ulkige Gefühl, wenn ihr eigenes Blut – lediglich der Blutblättchen beraubt – wieder zurück in ihren Körper floss. Zisch. "Oh, da ist sie."
"Geht's immer noch?"
Caitlin nickte. "Wie eine erfrischende Meeresbrise."
Maria lachte, fixierte mit einem Pflaster den Schlauch und klebte ein Mullbündel über den Einstich. "Sagen Sie Bescheid, wenn Sie eine Decke brauchen!"
"Schon okay."
Maria ging weiter, um bei den anderen Spendern nach dem Rechten zu sehen, und Caitlin lehnte sich entspannt in ihren Sessel zurück.
Die Blutspende dauerte knapp zwei Stunden. Zwei Stunden, in denen sie ihre rechte Hand zu nichts anderem als dem Pumpen des Antistressballs gebrauchen konnte. Sie kam nicht an ihr Handy, das sie absichtlich in ihrer Manteltasche gelassen hatte, konnte nicht ihre E-Mails checken, konnte rein gar nichts machen. Was für ein Segen! Man würde sie fragen, ob ihr kalt war, ob sie Hunger oder Durst hatte, wie es ihr seit ihrer letzten Spende ergangen war, wie sie sich die Zeit vertreiben wollte und ob man ihr irgendetwas bringen könne. Als wäre sie wieder ein Kleinkind.
Mit der linken Hand fummelte sie sich ihre Kopfhörer in die Ohren und rief das Hörbuch auf, das sie sich runtergeladen hatte. Auf Fernsehern, die rund um die halbmondförmig aufgestellten Sitze an der Decke hingen, sahen andere Spender sich Filme an, aber Caitlins Augen waren müde von einer Beinahenachtschicht im Büro, durch die sie sich diese Seltenheit eines freien Nachmittags verdient hatte.
Bereit, sich in die Story des neuesten Spionagebestsellers ziehen zu lassen, drückte sie auf PLAY . Nach den letzten paar Siebzigstundenwochen in der Firma konnte sie diese Flucht sehr gut gebrauchen. Den Kopf mal frei kriegen von Kalkulationstabellen und Diagrammen und sich stattdessen in das Abenteuer einer erfundenen Person stürzen. Der Job hatte ihre Gefühle so komprimiert, ganz unten in eine verstaubte Kiste gestopft und mit Fristen beschwert, dass diese Auszeit war, als käme sie nach einem langen Tauchgang wieder an die Wasseroberfläche, und das Nichtstun, als schnappte sie heftig nach frischer Luft. Natürlich wäre es körperlich weniger anstrengend gewesen, sich zu Hause zu entspannen, aber dort konnte sie den Versuchungen nachgeben und ihre geschäftlichen E-Mails checken, sich an den Schreibtisch setzen und nur ein Berichtsformular ausfüllen ... woraus dann meistens drei oder acht oder ein Dutzend wurden. Doch hier waren ihr die Hände gebunden – nicht ganz buchstäblich, aber fast, und diese erzwungene Faulheit war himmlisch.
Vor ein paar Jahren hätte sie sich niemals einen Moment der Faulheit gegönnt. Junge Leute, die neu in der Finanzbranche waren, mussten jederzeit emsig und fleißig sein, Draufgänger hoch zehn. Aber jetzt lag der Schulabschluss sieben Jahre

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