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Suppengörls Badische Geschichten von Klingler, Eva (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.10.2013
  • Verlag: Silberburg-Verlag
eBook (ePUB)
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Suppengörls

'Sex and the City' auf Badisch Sieben badische Freundinnen in den besten Jahren rund um Luxusweib Sylvia, Gutmensch Lore und Hundebuchautorin Susanne ziehen Bilanz: ''s Lebe hat alles Mögliche versproche, aber bis jetzt net viel gehalte!' Das soll sich im neuen Jahr endlich ändern. Doch so verschieden die Frauen sind, so unterschiedlich sind auch ihre Träume. Nur in einem Punkt sind sich alle einig: Schlank und schön wollen sie werden! Und so kämpfen sich die Freundinnen fortan durch sämtliche Rezepte landestypischer Suppen - und durch all die großen und kleinen Katastrophen des Lebens, denen ihre guten Vorsätze standhalten müssen. Vergnügliche Geschichten mit den jeweils passenden Suppenrezepten zum Nachkochen. Denn nicht nur Badener wissen: Den Widrigkeiten des Lebens begegnet man am besten mit vollem Magen!

Eva Klingler, Jahrgang 1955, geboren in Gießen. Sie studierte in Mannheim Germanistik und Anglistik, absolvierte ein Volontariat beim SWR und arbeitete als Lehrerin, Journalistin und Bibliotheksleiterin. Sie hat über zwanzig Romane, Krimis sowie Satiren in verschiedenen Verlagen veröffentlicht - zuletzt die erfolgreiche Krimiserie um die Ahnenforscherin Maren Mainhardt sowie den Satireband: 'Beinahe Toskana oder Baden auch für Nichtschwimmer'. Eva Klingler ist Mitglied im Syndikat und Trägerin des Preises der Reemtsma Stiftung für Hochbegabten Schriftstellernachwuchs. Heute lebt sie als Autorin und Dozentin mit ihrem Mann in Karlsruhe und Selestat (F). Zur Familie gehören zwei Stieftöchter sowie Hund Lissy und Katze Clara. Eva Klingler gestaltet Lesungen als Badische Abende. Sie malt und fotografiert und ist im Tierschutz aktiv.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 232
    Erscheinungsdatum: 25.10.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783842515987
    Verlag: Silberburg-Verlag
    Größe: 1825 kBytes
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Suppengörls

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oder: Warum es sich lohnt, Hochdeutsch zu sprechen

Ist Weihnachten schon ein sozialer Störfall im ansonsten angenehmen Singleleben, so wird an Silvester erst recht gnadenlos abgerechnet: "Und wohin gehsch du zum Feiern?"

Im schlimmsten Fall wird der Single Gegenstand von Mitleid: "Mer könne doch die Lore an Silvester net allein lasse. Komm, Manfred, mer lade sie halt ein. Sei net so. Sie isch net direkt verkehrt!"

So oder so ähnlich.

Doch dieses Jahr ist alles anders. Die Männer fahren zusammen in den Schwarzwald zum Skifahren, und die Mädels im allerbesten Alter können ganz entspannt zusammen bei der Elke feiern.

"Frag mich zwar, was es zu feiern gibt – dass man uns im Betreute Wohne bald net mehr für e Besucherin, sondern für en verhältnismäßig gut erhaltener Neuzugang hält?" Sylvia hat nicht nur ein Talent für teures Leben, sondern auch für schonungslose Einsichten.

Elke hat sich als Mutter zweier schnell heranwachsender Kinder sowieso schon mit der Lebensmitte angefreundet: "Was soll's. Mir werde e verdammtes Jahr älter, aber glücklicherweise die Kinner auch. Un der Hund nähert sich ebenfalls seiner Lebenserwartungsgrenz! Die Freiheit winkt also!"

Gerda hebt erstaunt die Augenbrauen, so als alterten Leute aus Lübeck nicht, sondern konservierten sich wie Stockfische.

Gut. Die Mädels werden also unter sich feiern.

Johanna-Maries Freund Torsten bereut den Skiausflug in die Wildnis allerdings schon: "E einsame Hütt unnerhalb vom Feldberg. Ohne WLAN. Ich kann nur hoffe, mei Handy hat Empfang. Ich kann mich net einfach so aus der digitale Welt auslogge!"

Johanna-Marie kann das nur bestätigen. Ihre Gespräche mit Torsten finden fast nur mit Hilfe eines elektronischen Mediums statt. Je elektronischer, desto besser. Doch selbst an einem ganz normalen schlichten Telefon gehört er ihr nicht alleine: "Du, Schatz, es klopft an. Hörsch du's? Das könnte direkt der Olli sein. Wegen dem Router, den er mir vom Tex bestelle wollt. Wir sehen uns ja später. Ciao!"

Hundebuchautorin Susanne heuchelt Selbstgenügsamkeit: "Also, ich persönlich wär auch daheim gebliebe! Mei erfolgreiches Jahr reflektiere."

Ganz stimmt das nicht. In Susannes Appartementanlage gibt es nämlich einen neuen Mieter, und zwar in der Wohnung schräg rechts unter ihr. Ein sichtlich alleinstehender SWR-Redakteur aus Baden-Baden. Endlich ein kultivierter Mann aus der Welt der Kunst und Medien in greifbarer Nähe. SWR! SWR!

"Solle mer dann alle zu dir komme?", fragt Lore nachgiebig wie immer.

"Ach, nein", erwidert Susanne hastig und denkt: "Nur net! Wenn der sieht, mit was für einfach gestrickte Freundinne ich mich umgeb, hab ich kei Chance mehr."

Auch Sylvia runzelt die Stirn. Silvester in Elkes trautem Familienheim bedeutet: Keine Gelegenheit, in einer Bar richtig viel Geld für einen angesagten Modecocktail mit exotischem Fruchtspieß auszugeben. Andererseits ... auch sie wird mit den Jahren bequemer. So braucht sie für diese hausbackene Art von Jahreswechsel zumindest kein aufwändiges Make-up und muss nicht auf sexy High Heels durch den Schnee stöckeln sowie sich in einem viel zu dünnen T-Shirt die erste Erklältung des neuen Jahres einfangen. Wobei man sich herrlich in die eigene Tasche lügt, indem man ernsthaft behauptet, diese Mühe

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