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Tagebuch eines Buchhändlers von Bythell, Shaun (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.08.2019
  • Verlag: btb
eBook (ePUB)
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Tagebuch eines Buchhändlers

Wigtown, Schottland. The Book Shop, die größte Second-Hand-Buchhandlung des Landes, ist ein Paradies für Buchliebhaber. Die Bücherregale reichen bis zur Decke, die Regalböden hängen durch ob ihrer verführerischen Last. Es gibt alles, was das Herz begehrt. Was Sie als Kunde nicht sehen, sind die Probleme im Hintergrund, mit denen sich der Besitzer Shaun Bythell herumschlagen muss. In seinem "Tagebuch eines Buchhändlers" finden Sie alles: exzentrische Kunden, unhöfliche Angestellte und eine ständig leere Kasse, aber auch den Nervenkitzel eines unerwarteten antiquarischen Fundes und den Charme der Küstenkleinstadt Wigtown. Tauchen Sie ein in die Welt des Buchhandels und lassen Sie sich verzaubern! Donnerstag, 24. April Online-Bestellungen: 3 Gefundene Bücher: 3 Eine ältere Kundin erzählte mir, dass das nächste Buch ihres Buchclubs Dracula sei, aber sie konnte sich nicht daran erinnern, was er geschrieben hatte. Kasse insgesamt Pds. 160,70 14 Kunden Shaun Bythell erwarb seinen Buchladen The Book Shop im Jahr 2001 und führt ihn seither mit großer Leidenschaft, wenn auch gewaltigen Zweifeln, was seine Wirtschaftlichkeit in der Zukunft angeht. In seiner Freizeit fährt er gerne Rad - meistens zum Pub - und teilt sich seine Wohnung über dem Laden mit seiner Katze Captain.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 12.08.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641246365
    Verlag: btb
    Serie: btb 71865
    Originaltitel: The Diary of a Bookseller
    Größe: 3664 kBytes
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Tagebuch eines Buchhändlers

MÄRZ

Als ich in einem Antiquariat arbeitete - das Leute, die nicht darin arbeiten müssen, so gern als eine Art Paradies schildern, in dem vornehme ältere Herren unermüdlich in alten, kalbsledergebundenen Folianten schmökern -, fiel mir am meisten auf, wie selten sich echte Büchernarren dort blicken ließen.

- George Orwell: Erinnerungen an eine Buchhandlung

Echte Büchernarren sind wahrlich ausgesprochen selten, wohingegen es eine riesige Gruppe von Leuten gibt, die sich für solche halten. Und die erkennt man besonders leicht daran, dass sie sich oft als "Büchermenschen" vorstellen, sobald sie den Laden betreten, und keine Gelegenheit versäumen, zu betonen, dass "wir Bücher lieben". Sie tragen T-Shirts oder Stofftaschen mit aufgedruckten Sprüchen, die jeden wissen lassen, wie sehr sie davon überzeugt sind, Bücher zu lieben, dabei kann man sie am sichersten dadurch identifizieren, dass sie niemals ein einziges Buch kaufen.

Heutzutage finde ich so selten die Zeit zu lesen, dass es sich, wenn es mir mal gelingt, wie die höchste Form von Genuss anfühlt - mehr als jede andere sinnliche Erfahrung. Als mit Mitte dreißig eine für mich wichtige Beziehung zerbrach, war Lesen das Einzige, wozu ich in der Lage war. Ich baute um mich einen Stapel Bücher auf, in die ich versank, um der Welt um mich herum und in mir zu entfliehen. Die Landschaften von Jonathan Meades, William Boyd, José Saramago, John Buchan, Alastair Reid, John Kennedy Toole und anderen schützten mich vor meinen eigenen Gedanken, die in den Hintergrund rückten, wo sie still arbeiten konnten, ohne mich zu belasten. Ich schuf eine physische Mauer aus Büchern, und während ich sie las, wurde die Mauer langsam immer niedriger, bis sie schließlich ganz verschwunden war.

Tatsächlich sind Bücher auch das Gut, mit dem ich Handel treibe, und die riesige Anzahl von ihnen, die in der Welt existiert, stimuliert einen anderen Teil meines Gehirns. Wenn ich ein Haus betrete, um dort Bücher zu sichten, empfinde ich eine Vorfreude wie bei nichts sonst. Es fühlt sich an, als würde ich ein Netz auswerfen und nie wissen, was sich darin verfangen hat, wenn ich es wieder einziehe. Ich vermute, dass Antiquare und Antiquitätenhändler wahrscheinlich dieselbe Art von gespannter Erwartung empfinden, wenn sie sich auf die Suche nach neuen Schätzen machen. Wie Gogol es in seinen Toten Seelen beschreibt: "In meiner weit zurückliegenden und unwiederbringlich entschwundenen Jugend hat es mir immer Vergnügen gemacht, an einen mir unbekannten Ort zu kommen."
SAMSTAG, 1. MÄRZ

Online-Bestellungen: 5

Gefundene Bücher: 5

Ein wunderbarer sonniger Tag.

Unsere Amazon-Performance ist auf "schlecht" gesunken.

Kate, die Postbotin, hat heute Morgen um zehn wie immer die Post gebracht. Unter den üblichen Rechnungen und Bettelbriefen von Wohltätigkeitsorganisationen fand sich auch ein Schreiben der Royal Mail, in dem ich informiert wurde - als Teil einer Effizienz-Kampagne -, dass sie ihre Preise anheben. Angeblich sollen wir dadurch allesamt Geld sparen, denn die Erhöhung liege deutlich unter der Inflationsrate. Ich habe ein paar Rechnungen angestellt und herausgefunden, dass mein durchschnittliches Päckchen statt 1,69 Pfund nun 1,87 Pfund kosten wird. Das ist eine Steigerung von zehn Prozent. Die Inflationsrate hingegen liegt meiner Meinung nach bei etwa zwei Prozent. Ob Amazon seine Portogebühren auch entsprechend anheben wird? Höchstwahrscheinlich nicht. Die momentan veranschlagten 2,80 Pfund Kosten für eine Buchsendung stehen in keinem Verhältnis zu den tatsächlichen Kosten, wenn man einzelne Bücher mit der Post verschickt. Bei einigen schwereren Büchern verlieren wir Geld durch das Amazon-Porto, was für uns ärgerlich ist, während wir bei den kleineren Büchern durch das Porto etwas dazuverdienen, was für die Kunden ärgerlich ist. Der einzige Gewinner ist Amazon, dort kassiert man 49 Pence von jedem Porto, d

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