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Tanz ins große Glück von Roberts, Nora (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.06.2013
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Tanz ins große Glück

Tanzen ist Ruth Bannions große Leidenschaft und ihr ganzes Leben. Die junge Frau hat vor sechs Jahren ihre Eltern verloren. Das New Yorker Ballett ist ihre neue Heimat geworden. Unter dem künstlerischen Leiter Nick hat sie sich zur Primaballerina entwickelt. Das nächste Stück soll sie ausgerechnet mit ihm tanzen. Der charismatische Mann verwirrt sie mit einer Mischung aus perfekter Harmonie und unbedingtem Perfektionswillen, dem er alles andere unterordnet. Auch Ruth hat ihren Dickkopf. Können ihre Gefühle die gemeinsame Arbeit überstehen und umgekehrt? Nora Roberts wurde 1950 in Maryland geboren. Ihren ersten Roman veröffentlichte sie 1981. Inzwischen zählt sie zu den meistgelesenen Autorinnen der Welt: Ihre Bücher haben eine weltweite Gesamtauflage von über 500 Millionen Exemplaren. Auch in Deutschland erobern ihre Bücher und Hörbücher regelmäßig die Bestsellerlisten. Nora Roberts hat zwei erwachsene Söhne und lebt mit ihrem Ehemann in Maryland. Unter dem Namen J.D. Robb veröffentlicht Nora Roberts seit Jahren ebenso erfolgreich Kriminalromane.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Erscheinungsdatum: 27.06.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641121150
    Verlag: Heyne
    Größe: 786 kBytes
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Tanz ins große Glück

1. K APITEL

Der Kater lag auf dem Rücken. Seine Augen waren geschlossen und die Vorderpfoten über der weißen Brust gekreuzt. Das orangefarbene Fell schimmerte in den letzten Strahlen der Abendsonne. Der Schlüssel in der Wohnungstür ließ ihn zwar aufhorchen, aber das Geräusch brachte ihn nicht aus der Ruhe. Er öffnete nur träge die Lider, als er die Stimme seines Frauchens vernahm, schloss sie aber gleich wieder, als er feststellte, dass sie nicht allein war. Sie hatte wieder diesen Mann mitgebracht, für den er keine sonderlich große Sympathie hegte. Also döste er lieber weiter.

"Aber Ruth! Es ist noch nicht mal acht Uhr. Draußen ist es sogar noch hell."

Ruth legte den Schlüssel auf das zierliche Queen-Anne-Tischchen neben der Eingangstür und drehte sich lächelnd um. "Donald, ich sagte doch schon, dass ich heute früh zu Bett gehen will. Das Dinner war wirklich nett. Ich bin dir auch dankbar, dass du mich überredet hast, doch noch auszugehen."

"Nun, in diesem Fall ..." Mit einer geschickten Bewegung zog er sie in seine Arme. "Lass mich dich auch dazu überreden, den Abend noch ein wenig zu verlängern."

Ruth ließ sich den Kuss gefallen. Sie genoss auch die leichte Wärme, die prickelnd über ihre Haut lief, doch als er sie enger an sich drücken wollte, entzog sie sich ihm. "Donald." Ihr Lächeln war unverändert heiter und leicht, wie vor dem Kuss. "Du solltest jetzt wirklich gehen."

"Nur noch ein letzter Drink vor dem Schlafengehen", murmelte er und küsste sie erneut, leicht, lockend.

"Nicht heute Abend." Entschieden machte sie sich aus seinen Armen frei. "Ich muss morgen früh zum Training, Donald. Und den ganzen Tag habe ich Proben, und dann findet morgen auch noch die Anprobe statt."

Er drückte einen flüchtigen Kuss auf ihre Stirn. "Weißt du, es wäre einfacher für mich, wenn es da einen anderen gäbe, aber diese Leidenschaft fürs Tanzen ..." Er zuckte resigniert die Schultern, bevor er sich zur Tür wandte. Verlor er etwa sein Charisma?

Ruth Bannion war die erste Frau seit über zehn Jahren, die ihn so konstant und vor allem so erfolgreich auf Abstand hielt. Er fragte sich, warum er dennoch immer wieder zu ihr zurückkam. Jetzt öffnete sie ihm die Tür und komplimentierte ihn mehr oder weniger hinaus, wenn auch mit einem Lächeln. Doch ein letzter Blick, bevor die Tür ins Schloss fiel, beantwortete seine Frage: Sie war mehr als nur schön. Sie war einzigartig.

Noch immer ein kleines Lächeln auf den Lippen, verschloss Ruth die Tür und legte die Sicherheitskette vor. Sie genoss die Gesellschaft von Donald Keyser. Er war ein gut aussehender Mann, groß und dunkel. Sein Witz war geistreich, sein Humor trocken, und zudem besaß er einen erlesenen Geschmack. Sie bewunderte ihn für sein Talent als Designer, trug sogar einige seiner Kreationen, und sie konnte sich in seiner Gegenwart entspannen - wenn sie die Zeit dafür fand. Natürlich war ihr klar, dass Donald eine intimere Beziehung mit ihr vorgezogen hätte.

Die Entscheidung dagegen war Ruth leichtgefallen. Sicher, sie mochte Donald. Aber mehr auch nicht. Er hatte schon bewiesen, dass er sie oft zum Lachen bringen konnte, aber sie bezweifelte ernsthaft, dass er sie auch zum Weinen bringen könnte.

Sie drehte sich um; ihre Wohnung lag in der Dämmerung vor ihr. Plötzlich verspürte Ruth einen Stich des Bedauerns. Und dann überkam sie ein Gefühl von Einsamkeit, jäh und völlig unerwartet.

Sie warf einen Blick in den goldgerahmten viereckigen Spiegel, der in der Diele hing. Er war eines der ersten Stücke, die sie für diese Wohnung gekauft hatte. Das Spiegelglas war alt, und sie hatte einen lächerlich hohen Preis bezahlt, obwohl die obere rechte Ecke schwarz angelaufen war. Es hatte ihr sehr viel bedeutet, den Spiegel dort an die Wand zu hängen - in der eigenen Wohnung, in ihrem eigenen Zuhause. Nachdenklich betrachtete sie sich im schwindenden Licht.

Heute Abend hatte sie ih

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