text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

TARZANS RÜCKKEHR Zweiter Band des TARZAN-Zyklus von Burroughs, Edgar Rice (eBook)

  • Verlag: Apex-Verlag
eBook (ePUB)
6,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

TARZANS RÜCKKEHR

Schnell durchschaut Tarzan die glänzende Fassade der Zivilisation und kehrt angewidert in seine heimatliche Wildnis zurück. Hier kommt er gerade zur rechten Zeit, um Jane Porter, eine bezaubernde junge Amerikanerin, zu befreien. Aber bevor ihm das gelingt, wird er in tollkühne Abenteuer mit wilden Tieren und blutdürstigen Urwald-Stämmen verwickelt. Und zum ersten Mal kommt Tarzan in die sagenhafte Dschungelstadt Opar mit ihren grauenvollen Opfer-Altären und seltsamen halbmenschlichen Lebewesen - die Stadt der tödlichen Geheimnisse... Der Roman TARZANS RÜCKKEHR erschien erstmals im Dezember 1913 (unter dem Titel THE RETURN OF TARZAN) im NEW-STORY-Magazin. Der Apex-Verlag veröffentlicht TARZANS RÜCKKEHR in der deutschen Übersetzung von Fritz Moeglich, bearbeitet von Christian Dörge. Edgar Rice Burroughs ( 1. September 1875 in Chicago, Illinois; ? 19. März 1950 in Encino, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schriftsteller. Burroughs wurde bekannt als Erzähler diverser fiktionaler Abenteuergeschichten der Trivialliteratur, die sich vor allem dem frühen Fantasy- und Science-Fiction-Genre zuordnen lassen. Die bekanntesten von ihm eingeführten und in der Folge von anderen in zahlreichen Filmen und Comics etablierten Heldencharaktere sind Tarzan und John Carter.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 213
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783750226692
    Verlag: Apex-Verlag
    Größe: 1746 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

TARZANS RÜCKKEHR

Erstes Kapitel

"Wunderbar!", seufzte die Gräfin de Coude, und ein tiefer Atemzug hob ihre Brust.

"Wie bitte?", fragte der Graf und wandte sich seiner jungen Frau zu. "Was ist wunderbar, meine Liebe?" Er sandte seinen Blick in alle Richtungen, um zu erfahren, was ihre Bewunderung erregt habe.

"Oh, nichts Besonderes", erwiderte die Gräfin verträumt, und ein flüchtiges Rot stieg in ihre Wangen. "Ich erinnerte mich nur gerade an jene hohen Bauten in New York, die sie Wolkenkratzer nennen."

Sie griff wieder nach dem Magazin, in dem sie geblättert hatte; ihr Gatte vertiefte sich erneut in das Buch, das auf seinem Schoß lag. Frauen, dachte er kopfschüttelnd. New York liegt seit drei Tagen hinter uns, und plötzlich schwärmt sie für eine Stadt, die ihr scheußlich erschien. Er ließ das Buch sinken. "Fahrten auf diesen Ozeandampfern mögen sehr erholsam sein, aber sie bieten wenig Anregung", stellte er fest. "Ich denke, ich werde mich auf die Suche nach einigen Gleichgesinnten machen. Vielleicht lässt sich ein kleines Kartenspiel arrangieren."

"Geh nur, mein Lieber", sagte die Gräfin lächelnd. "Für mich ist Kartenspiel zwar auch eine langweilige Beschäftigung, aber ich kann verstehen, dass du nicht den ganzen Tag untätig an Deck liegen willst."

Als der Graf gegangen war, wanderte ihr Blick zu der Gestalt eines hochgewachsenen jungen Mannes, der nicht sehr weit entfernt in seinem Deckstuhl lag.

"Magnifique!" , seufzte sie noch einmal vernehmlich.

Die Gräfin Olga de Coude war zwanzig Jahre alt, ihr Mann vierzig. Sie war eine sehr treue und ergebene Gattin, aber da sie bei der Wahl ihres Gatten nicht befragt worden war, kann man annehmen, dass sie keineswegs bis über beide Ohren in den Mann verliebt war, den ihr adliger russischer Vater für sie erwählt hatte.

Ihr Ausruf musste dennoch nicht bedeuten, dass ihre Gedanken verbotene Wege gingen. Es war ihr gegeben, die Schönheit eines Mannes ebenso zu bewundern, wie sie sich an einem rassigen Pferd zu begeistern vermochte.

Als ihr forschender Blick das scharf geschnittene Profil des jungen Mannes streifte, erhob sich dieser und traf Anstalten, das Deck zu verlassen. Die Gräfin winkte einem vorübergehenden Steward.

"Wer ist dieser Gentleman dort?", fragte sie.

"Dieser Gentleman, Madame, hat als Monsieur Tarzan aus Afrika gebucht", erwiderte der Steward und entfernte sich mit einer Verbeugung.

Als Tarzan langsam auf den Rauchsalon zu schlenderte, stieß er auf zwei Männer, die flüsternd beieinander standen. Wahrscheinlich hätte er sie nicht beachtet, aber die misstrauisch-verschlagenen Blicke, die ihm der größere der beiden zuwarf, erregten seinen Argwohn. Die beiden erinnerten ihn an jene finsteren Verschwörer-Typen, die ihm in Paris oft auf der Bühne begegnet waren.

Tarzan betrat den Rauchsalon und suchte sich einen Platz abseits von den anderen Passagieren, die sich in dem Raum aufhielten. Er war nicht in der Stimmung zu einer oberflächlichen Unterhaltung, und während er an seinem Absinth nippte, gingen seine Gedanken zu den letzten Wochen seines Lebens zurück. Immer wieder fragte er sich, ob er richtig gehandelt hatte, als er die Rechte, die ihm durch seine Geburt zustanden, einem Mann überließ, dem er nichts schuldete. Es ist wahr, dass Clayton ihm nicht unsympathisch war, aber darauf kam es nicht an. Nicht William Cecil Claytons, Lord Greystokes, wegen hatte er auf seine Rechte verzichtet, sondern der Frau wegen, die beide liebten, die aber ein seltsames Schicksal dem anderen und nicht ihm gegeben hatte. Dass diese Frau ihn liebte, wusste er, aber seine kurze Erfahrung mit der Zivilisation und den Menschen, die in ihr lebten, hatte ihn auch gelehrt, dass den meisten Menschen ein Leben ohne Geld und Ansehen rächt lebenswert erschien.

Tarzans Gedanken wanderten aus der Vergangenheit in die Zukunft. Er versuchte

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen