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Tatort Mittelalter Doppelband 1 und 2 von Bekker, Alfred (eBook)

  • Verlag: Uksak E-Books
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Tatort Mittelalter Doppelband 1 und 2

Tatort Mittelalter Doppelband 1 und 2 von Alfred Bekker Der Umfang dieses Buchs entspricht 214 Taschenbuchseiten. Dieses Buch enthält folgende zwei Romane: Verschwörung gegen Baron Wildenstein Der Hund des Unheils Graf Gernot, der Lehnsherr von Baron Wildenstein, will ein kostbares Evangeliar abholen. Doch das wertvolle Buch mit den sieben Siegeln ist verschwunden. Damit der Baron nicht beim Grafen in Ungnade fällt, setzt der 10-jährige Page Wolfram alles daran, das kostbare Buch wieder zu beschaffen. Gemeinsam mit seinen Freunden stellt er dem Dieb während eines großen Ritterturniers eine Falle.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 240
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783738900699
    Verlag: Uksak E-Books
    Größe: 267 kBytes
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Tatort Mittelalter Doppelband 1 und 2

5

W olfram fand Bruder Ambrosius wie üblich in den vom Fackelschein erhellten Kellergewölben des Klosters St. Ingbert, das etwa eine halbe Stunde Fußweg von Burg Wildenstein entfernt lag. Hier führte der überaus gelehrte Mönch seine Versuche durch.

Schon seit Jahren war es sein Ziel, Erde in Gold zu verwandeln. Dazu mischte er gewöhnliche Erde mit allerlei Pulvern und Tinkturen, erhitzte sie oder goss ätzende Säuren darüber.

Bislang war es ihm allerdings noch nicht gelungen, das große Ziel zu erreichen.

Dabei wollte der ziemlich beleibte Ambrosius das Gold keineswegs dafür, um selbst ein reicher Mann zu werden. Als Mönch hatte er sich dazu verpflichtet, arm zu sein und ohne Besitz zu leben. Nicht einmal die dunkelbraune Kutte, mit der er bekleidet war, gehörte ihm. Sie war genauso Eigentum des Klosters wie die einfachen Sandalen, die er an den Füßen trug.

Oft genug hatte sich Wolfram mit Bruder Ambrosius darüber unterhalten, was man alles tun könnte, wenn es dem Mönch gelänge, tatsächlich aus Dreck Gold zu machen.

Ambrosius beabsichtigte die Not der Armen mit diesem Gold zu lindern. Er wollte dafür sorgen, dass sie genug zu Essen und im Winter warme Kleidung bekamen. Für sich selbst wollte er nichts.

"Bruder Ambrosius, ich muss Euch unbedingt sprechen", forderte Wolfram.

Der Mönch runzelte die Stirn. "Ich weiß, ich hatte versprochen, dass du dabei sein darfst, wenn ich das nächste Mal versuche Gold zu erschaffen. Aber mir fehlen noch ein paar wichtige Zutaten, die schwer zu besorgen sind ..." Schon oft hatte Wolfram dem wissbegierigen Mönch bei seinen Versuchen geholfen.

Das war nicht immer ungefährlich. Es hatte kleinere Explosionen gegeben und einmal war Wolframs Gewand in Brand geraten. Aber diesmal war er aus einem anderen Grund hier.

"Es geht nicht um das Gold", sagte Wolfram.

"Offen gestanden habe ich im Moment auch wenig Zeit, mich meinen Forschungen zu widmen, Wolfram ..."

"Ich habe über etwas nachgedacht. Und darüber möchte ich mit Euch sprechen, Bruder Ambrosius."

Das Gesicht des Mönchs wirkte ernst. "Worum geht es? Doch nicht um den bevorstehenden Besuch des Grafen, der unseren Burgherrn Baron Norbert so sehr in Aufregung versetzt?"

Wolfram war perplex. "Ihr wisst davon?", platzte es aus ihm heraus. "Dass Hellsehen auch zu Euren Künsten gehört, habe ich nicht geahnt!" Pater Ambrosius lächelte nachsichtig. "Nun übertreib nicht! Ich wusste durch einen Herold des Burgherrn davon! In scharfem Galopp kam er hier angeritten, um die Neuigkeit zu berichten und natürlich um sich auch gleich danach zu erkundigen, ob für den Besuch des Grafen alles vorbereitet sei!" Pater Ambrosius kicherte in sich hinein.

"Baron Norbert ist mächtig nervös, wie mir scheint. Dabei gibt es dafür nicht den geringsten Anlass. Graf Gernot ist ihm wohl gesonnen und es gibt keinen Grund, weshalb ein derart mutiger Ritter wie Baron Norbert, der den Grafen in vielen Schlachten mutig begleitete, jetzt wie Espenlaub zu zittern beginnt." Wolfram atmete tief durch. "Ich bin wirklich nicht deswegen hier", erklärte der Junge. "Obwohl ich Euch natürlich sicherlich davon erzählt hätte!"

"Sicherlich!"

"Ich habe in den letzten Tagen sehr lange über etwas nachgedacht ..." Pater Ambrosius hob den Zeigefinger und wedelte damit in der Luft herum.

"Nachdenken ist immer gut. Es ist der erste Schritt zur Erkenntnis!" Wolfram nahm all seinen Mut zusammen. Schon lange lag ihm etwas auf dem Herzen, was er mit Pater Ambrosius besprechen wollte. Im Übrigen wusste er niemanden sonst, der ihm in dieser Sache hätte helfen können.

"Ich möchte, dass Ihr mir das Lesen und Schreiben beibringt", brachte er sein Anliegen schließlich heraus.

Bruder Ambrosius starrte den Jungen verwirrt an. "Aber - wozu?", fragte er.

Wolfram umrundete den großen Holztisch, auf den der Mönch eine Kerze gestellt hatte.

"Muss

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