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Tausche Schwiegermutter gegen Goldfisch Roman von Zett, Sabine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.11.2013
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Tausche Schwiegermutter gegen Goldfisch

Als wäre sie Bridget Jones - fünfzehn Jahre, zehn Kilos und ein Kind später ... Elisa ist thirty something - also eigentlich, wenn man's ganz genau nimmt, schon ein paar Jahre drüber -, Mutter eines "Pubertäts-Aliens", Tochter zweier rüstiger Rentner und Schwiegertochter einer durchgeknallten Patronin, die sich mindestens für Queen Mum hält und Elisa Knüppel zwischen die Beine wirft, wo's nur geht. Als wäre es damit nicht schon genug, benimmt sich plötzlich auch noch Elisas Ehemann Alex äußerst seltsam - heimliche Handytelefonate und überraschende "Dienstreise" nach Paris inklusive. Hat Alex etwa eine Affäre? Das kann Elisa nicht auf sich sitzen lassen und bläst zum Gegenangriff ... Sabine Zett ist in Westfalen aufgewachsen. Nach dem Abitur machte sie ein Volontariat bei einer Tageszeitung und arbeitete mehrere Jahre als Journalistin in verschiedenen Redaktionen. Heute schreibt sie Bücher für Kinder und Jugendliche, unterhaltsame Frauenromane, Drehbücher, Hörspiele und Songs. Mit ihrer vielfach ausgezeichneten und in mehrere Sprachen übersetzten Buchreihe um den frechen "Hugo" eroberte sie nicht nur die Herzen von kleinen und großen Lesern, sondern auch die SPIEGEL-Bestsellerliste. Sabine Zett lebt mit ihrer Familie am Niederrhein.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 18.11.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641109721
    Verlag: Blanvalet
    Größe: 675 kBytes
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Tausche Schwiegermutter gegen Goldfisch

Kapitel 1

"Sind wir etwa keine Appetizer mehr?"

Elisa

D er Moment, an dem ich feststellte, dass ich nicht mehr als allerhöchstens Anfang dreißig durchgehe, war schockierender als alle Horror- und Katastrophenfilme, die ich jemals gesehen hatte.

Karina und ich wollten "in den Mai tanzen", wie meine Freundin es beharrlich nannte. Dabei waren wir vom Tanzen Lichtjahre entfernt. Ich hatte höllische Rückenschmerzen vom Bügeln, und Karina wollte auf keinen Fall verrauchte Luft einatmen. Außerdem wollte sie um elf zu Hause sein, um Markus Lanz nicht zu verpassen. Das sei der einzige Mann, den sie seit ihrer Scheidung vor zwei Jahren Abend für Abend wirklich ertragen könne, sagte sie immer.

Und da wir zum wiederholten Mal eine neue Ausrede fanden, warum Pizza und Pasta besser waren als Discos und dämliche Anmache, steuerten wir wieder Casa Giovanni an, den noblen Italiener im Schlosspark. Ich freute mich schon darauf: Die beiden Kellner am Empfang waren immer der Charme in Person, jede von uns bekam eine doppelte Dosis glutäugige Blicke, ausgestreckte Arme und ein überschwängliches "Aaaah, signorina ! Bella, bellissima! Ciaaaaooo! ".

Da fühlte man sich doch wie Claudia Schiffer in ihren besten Jahren! Insbesondere ich, blond gesträhnt, holte mir meine besondere Portion "Aaaah, bella bionda ! Ciaaaoooo! Wiiie geeeht's? Bellissimaaaa, signorinaaa !" nur zu gern ab. Es ging mir immer runter wie Öl und entschädigte mich dafür, dass meinem Mann Alexander Strähnen vermutlich erst dann auffallen würden, wenn sie im Schwarz-Gelb-Borussia-Dortmund-Look gefärbt wären.

Da jede Frau weiß, dass Italiener blonde Frauen für Göttinnen halten, war ich sicher, dass ich im Falle einer Scheidung von meinem fußballbesessenen Gatten oder seines vorzeitigen Ablebens nur nach Italien zu fahren brauchte, um Trost in den Armen eines prachtvollen, muskelbepackten, schmachtenden Südländers zu finden. Und zwar auch dann noch, wenn ich bereits auf einen Rollator angewiesen und der Ausflug vom Seniorenstift organisiert wäre.

Dementsprechend traf mich an diesem Abend der Schock völlig unvorbereitet. Nichts ahnend öffnete ich beschwingt die Restauranttür, warf meine Mähne gekonnt nach hinten und setzte mein schönstes Lächeln auf. Das übe ich öfter vor dem Spiegel, wobei insbesondere das Mähnewerfen bei meinem kurzen Bob mittlerweile eine echte Herausforderung ist. Ich hatte mir sogar schon überlegt, mir eine dieser merkwürdigen Haarverlängerungen in der Drogerie zu kaufen, nur damit das Haarewerfen besser klappte.

Das nur so am Rande.

Aber zurück zu meiner persönlichen Weltuntergangskatastrophe. Die beiden Kellner eilten uns wie immer entgegen und hielten höflich die Tür auf. Ich wollte gerade huldvoll nicken und gleichzeitig charmant kichern, meine Spezialität beim Flirten, doch anstatt der erwarteten "Aaaahs" und "Oooohs" kam ein sehr höfliches: "Guten Abend, die Damen."

Moment mal.

Das musste ein Missverständnis sein.

Wir waren zwar schon einige Monate nicht mehr in der Pizzeria gewesen, aber sah meine Freundin Karina plötzlich wie ihre eigene Oma aus? Hatten die einsamen T V -Abende sie vorzeitig altern lassen?

Die Arme!

Ich jedoch war nicht bereit, mich in denselben Faltentopf werfen zu lassen! Tut mir leid, aber eine echte Freundschaft muss auch die Schönheitsunterschiede aushalten.

Ich ließ also Karina hineingehen und ging wieder hinaus. Jeder Mensch macht mal einen Fehler! Ich wollt

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